Die Pagan Metal Band Delirium aus dem Frankenland versetzt ihre Zuhörer mit großem Augenmerk auf abwechslungreiches, melodisches Riffing in Kombination mit stetig präsenter Härte in vergangene Zeiten, als die fränkische Kultur überall lebendig war.

Textlich befasst man sich mit Sagen und Legenden aus ganz Franken auf der einen Seite, so wie mit Themen aus der germanischen Götterwelt und historischen Ereignissen auf der anderen.

Seit der Gründung im Jahre 2006 veränderte sich der Sound der fünf Musiker von recht ungeschliffenem, rohen Death Metal in eine breitgefächerte Klangwelt, in der man sich aus sämtlichen Bereichen des Rock und Metal bedient. Von schwarzmetallischem Chaos, über beschwingte Melodiepassagen bis hin zu krachend geraden Rockriffs bekommt man alles auf einer bunt gemischten Schlachtplatte serviert.

11 Fragen von metaller.de an Manuel (Sänger) von Delirium

Delirium (Franken) Band

Delirium (Franken) Band

1. Welche Themen spielen in euren Songs eine wichtige Rolle und warum?
Wie im Pressetext bereits kurz erwähnt befassen wir uns zum größten Teil mit fränkischen Sagen und Erzählungen und der Historie des Volksstammes. Eher im Hintergrund, dennoch präsent ist das germanische Neuheidentum, das lyrisch auch ab und an ins Spiel kommt. Wir interessieren uns alle für die lokalen Sagen, Geschichten und Erzählungen und möchten mit der musikalischen Umsetzung dem Vergessen entgegenwirken.

2. Wie würdet ihr einem Außerirdischen den Metal bzw. euren Musikstil erklären?
Jemanden, der kaum Verständniss für die Musik und eben so wenig Kenntnis der Themen hat, die wir behandeln, zu erklären was wir da machen würde wohl eine halbe Ewigkeit in Anspruch nehmen. Wir würden schlichtweg Kostproben vorspielen und grob umreißen um was es in den Texten geht. Dann kann sich der Kollege selbst ein Bild machen.

3. Wie kamt ihr zum Metal?
Da kann ich nur für mich sprechen. Bei mir war es so, dass ich schon sehr früh mit harter Rockmusik in Berührung kam, da mein Vater Altrocker ist. Später dann vermischte sich das ganze mit Chartmusik, die man als Heranwachsender so in den Medien und in der Schule um die Ohren bekam. Der Metal war aber für mich immer irgendwo präsent. Richtig los ging es dann als Rammstein mit dem Album „Sehnsucht“ in den Charts war und ich altersbedingt in die örtliche Landjugend integriert wurde. Rammstein kannte ich schon einige Zeit zuvor, aber der Großteil der Leute dort waren oder besser, sind Metalheads.

4. Was wäre eure Wunschtour/Festivalauftritt und mit welchen Bands würdet ihr dort gerne auftreten?
Puh, das kann ich in der Tat gar nicht so genau beantworten. Wir stehen einfach wahnsinnig gerne auf der Bühne und lernen ebenso gerne neue Bands und Leute kennen. Über die Jahre hinweg haben wir so viele tolle Menschen kennengelernt und auf so vielen tollen Festivals und Konzerten gespielt, und uns macht es immer wieder aufs Neue Spaß. Wir lassen das auf uns zu kommen, ohne uns feste Wunsch-Kombos auszumalen.

5. Wenn du eine berühmte Persönlichkeit, egal ob tot oder lebendig, treffen dürftest: Wer wäre das und warum?
Ich muss gestehen, dass ich mir darüber noch nie so wirklich Gedanken gemacht habe und mir aus dem Stehgreif jetzt auch keine bestimmte Person einfallen würde, die ich nennen möchte. Es gab und gibt so viele interessante Charaktere und Persönlichkeiten, dass es mir schwer fällt nur eine bestimmte zu nennen.

6. Was ist die wichtigste Musikequipment-Erfindung und warum?
Für mich das Mikrofon – ich müsste ja ungeheuer laut schreien um alle zu übertönen … Nein, im Ernst: Ich glaube, ein guter Schritt in letzter Zeit waren die Audio-Interfaces für den Heim-PC. Es wurde dadurch einfach die Möglichkeit für nahezu Jedermann geschaffen, Musik zu produzieren.

7. Auf welche eurer Aufnahmen seid ihr am meisten stolz?
Prizipiell ja auf alle. Aber momentan überwiegt einfach die Freude und auch der Stolz auf die Songs auf unserer neuen Scheibe Urkraft. Wir haben sehr sehr lange an der Scheibe gearbeitet, was durch verschiedene äußere und persönliche Faktoren begründet war und sind durch die Tatsache, dass uns das Album nun auch noch den Weg ins Roster von MDD Records geebnet hat emotional gepusht.

8. Was würdet ihr ändern wenn ihr im Musikbusiness das Sagen hättet?
Schwierig. Aber eines meiner persönlichen Anliegen ist, dass die Leute den großen und abwechslungsreichen Underground zu schätzen lernen und kleinere Veranstaltungen wieder besser besucht werden, auf denen eben keine großen Headliner zu sehen sind. Die Leute sind ja, überspitzt gesagt, auch bereit mehrere 100 Euro für große Headliner zu bezahlen, warum dann nicht öfter auch mal 15 Euro für sechs lokale Newcomer auf den Tisch legen und die Chance haben gute, neue und ehrliche Musik live zu erleben?

Wenn mir vielleicht nur 2 der Bands gefallen haben, so habe ich doch dann immerhin zwei neue Bands kennengelernt und die Bands direkt unterstützt.

9. Wenn ihr/du eine Sache auf der Welt verändern könntet/könntest: welche wäre das?
Wirklich ernsthaft kann ich diese Frage nicht beantworten, ohne mindestens 5 Seiten zu schreiben, weil es mit einer Sache nicht getan wäre … auf der Welt gibt es so viele Baustellen, die Nachbesserungsbedarf besitzen.

10. Wenn du ein Lebensmittel wärst: Welches wäre das?
Käse – zäh und fettig.. XD

11. Für welche drei Dinge in deinem Leben bist du am dankbarsten?
Für Gesundheit, meine geliebte Familie und meine echten Freunde, die mich verstehen und zu mir halten.


DELIRIUM – Urkraft (official video) bei YOUTUBE ansehen:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=bU-JzJOola4


Welches war dein erstes (Metal-) Album?
Ein Bootleg-Tape von Metallica „Jump in the Fire“ – anno ca. 1990

Welches war dein erstes (Metal-) Konzert?
With Full Force 7 – im Jahr 2000

Aktuelle TOP 5 Alben:
Das kann ich jetzt beim besten Willen nicht so entscheiden. Es gibt so sehr viele großartige und oder auch für mich wichtige Bands und Releases, dass ich mich generell nicht festlegen kann oder will.

Alltime TOP 5 Alben:
Ich bin absolut kein Ranglistentyp und möchte den folgenden Punkt dafür nutzen, ein paar für mich wichtige Alben aufzuzählen, die mich entweder als Musiker oder gar als Mensch beeinflusst haben. Es ist keine Rangliste, keine bestimmte Reihenfolge oder Gewichtung und es sind mehr wie 5. Eigentlich könnte und müsste ich sogar noch viel mehr aufzählen, das würde aber den Rahmen sprengen! (sorry ^^)

Wichtige Alben für meine musikalische Prägung:
Rammstein – Herzeleid
Dimmu Borgir – Spiritual Black Dimensions
Riger – des Blutes Stimme
Minas Morgul – Aus Blut gemacht
Thormesis – Von Leere und Tod
Thy Wicked – Treu dem alten Weg
Lunar Aurora – Hoagascht
Vallendusk – Black Clouds Gathering
Illdisposed – Burn me Wicked
Menhir – Ziuwari
Istapp – Blekinge
Hel – Das Atmen der Erde
Waldtraene – Es wussten einst die Alten


DELIRIUM: „Urkraft“ erscheint am 12. April 2019

DELIRIUM: „Urkraft“

DELIRIUM: „Urkraft“

Das neue Album der fränkischen Pagan Metaller Delirium mit dem Titel „Urkraft“ wird am 12. April via MDD erscheinen!
Wer die Band von ihren zahlreichen Liveshows oder dem kostenlos als Download veröffentlichten „Wolfshenker“ Promo aus dem Jahr 2014 kennt, weiß was ihn erwartet: 8 Songs extrem abwechslungsreicher und mit viel Liebe zu großartigen Melodien geprägter Pagan Metal, der ein stilistisches Spektrum von schwarzmetallischem Chaos bis hin zu krachig geraden Rockriffs abdeckt.

„Urkraft“ wurde unter Mitwirkung diverser Gastmusiker wie Pascal Pfannenschmidt (Munarheim) sowie Jonas Müller (Boötes Void) in den Soundbath Studios in Rothenburg Anfang letzten Jahres aufgenommen. Für die Produktion, Mix und Mastering zeigt sich Travos von Thormesis verantwortlich, der ebenfalls ein paar Guest Vocals beisteuert. Mehr Infos und Kostproben gibts schon bald!


Line-Up:
Steffen – Gitarre
Tobias – Gitarre
Simon – Schlagzeug
Björn – Bass, backing Vocals
Manuel – Main Vocals

Discography:
2009 – Asatru (Demo)
2011 – Frankenblut (Album)
2013 – Das Erbe der alten Zeit (EP)
2014 – Wolfshenker (free Promo-Download)
2019 – Urkraft ( Album – Release 12.04.2019)


Gegründet wurde Delirium im Sommer 2006 im mittelfränkischen Ippesheim. Anfangs spielte die Gruppe noch „normalen“ Death mit Black Einflüssen. Schon ca. ein dreiviertel Jahr nach der Gründung der Gruppe schied Gründungsmitglied Sascha Fragner krankheitsbedingt aus der Band aus, sodass die Band eine Zeit lang zu viert spielte.

Nach einem weiteren halben Jahr nahm Steffen Schultheiß, der von einer befreundeten Band wechselte, dann den freien Platz an der zweiten Gitarre ein und komplettierte das Lineup wieder. Mit Einstieg des neuen Mannes wurde dann auch die musikalische Ausrichtung geändert. Inspiriert durch die geschichtsträchtige Vergangenheit Frankens, wachsendes Interesse an Germanen- und Heidentum sowie an nordischer Mythologie, die schöne Landschaft ihrer Heimat und natürlich durch das Kennenlernen neuer Bands entschieden die Bandmitglieder, von nun an Pagan-Metal zu spielen.

Zu Beginn des Jahres 2009 musste sich die Gruppe leider von ihrem Bassisten Marco trennen, der aus beruflichen Gründen leider nicht mehr den Anforderungen der Band stand halten konnte. Marco ist aber nach wie vor noch mit der Band befreundet und ein gern gesehener Gast!

Ende August 2009 konnte man (weiterhin ohne Bassisten) die erste, selbstproduzierte Demo ins Netz gehen lassen, auf der sich ein musikalischer Querschnitt durch den bis dato fortgeschrittenen Werdegang der Gruppe befindet.

Das Demo kann auf https://frankendelirium.bandcamp.com/ gratis heruntergeladen werden. Im Oktober 2009 stieg Björn Bayer als neuer Bassist ein und komplettierte somit das Line-Up wieder. Mittlerweile kann die Band auf einige große Konzerte zurückblicken, bei denen man unter anderem mit Sodom, Ahnengrab, Agathodiamon, Asenblut, Kromlek, Obscurity, Suidakra, Adorned Brood, Milking the Goatmachine, Eisregen und Varg die Bühnen teilen durfte.

Die Band entwickelte ihren eigenen Stil, in dem man viele Spielarten des Metals ineinander vereint und mit Texten über die Heimat oder heidnische, sowie mythologische Themen versieht. Die Band bezeichnet ihren Stil als “Franconian Pagan Metal”. Im Winter 2010 besuchte die Band das Basement-Media-Productions Studio in Schnelldorf, um die erste Platte aufzunehmen und schloss im Februar 2011, die ausschließlich am Wochenende stattgefundenen und oft durch Krankheit verschobenen Aufnahmen, ab.

Nach langer, ergebnisloser Labelsuche beschloss man, „Frankenblut“ in Eigenregie zu veröffentlichen und legte das Release-Datum auf den 11.11.2011 fest. Nach mehreren Live-Auftritten und erweiterten technischen und spielerischen Fähigkeiten beschloss man, im März 2013 wieder das Studio zu besuchen, um den Fans ein Lebenszeichen in Form einer EP zu geben, das “Das Erbe der alten Zeit” hieß.

Eine lange Phase ohne Veröffentlichung stand uns leider von 2013 bis ins Jahr 2019 ins Haus. Zwar arbeiteten wir immer fortwährend an neuen Songs und waren auch relativ oft live auf verschiedenen Bühnen zu sehen, der Fortschritt kam aber bedingt durch mannigfaltige private und berufliche Faktoren immer wieder ins stocken.

Am Jahresende 2017 betrat man dann allerdings das erste mal die Soundbath-Studios in Rothenburg, um das bis dahin entstandene Material aufzunehmen und unter dem Banner der „Urkraft“ als neues Album zu veröffentlichen.

Die Aufnahmen und die darauf folgende Labelsuche erstreckte sich dann bis zum Ende des Jahres 2018, wo man dann den Weg ins Roster von MDD Records fand. Unter dem neu gefundenen Label erscheint das neue Album „Urkraft“ nun am 12.04.2019.

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Autor, Infos und Promobilder: via (Franken) Delirium


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