Zu guter Letzt befassen wir und noch ein bisschen damit, was die Wissenschaft zum Thema CBD zu sagen hat. Ärzte und Pharmakologen sind mit ihren Aussagen bezüglich CBD deutlich vorsichtiger als Heilpraktiker und werden natürlich auch nicht müde, als erstes zu betonen, dass THC psychoaktiv wirkt (auch wenn die Frage eigentlich lautete, was halten Sie von CBD). Das soll natürlich keine Pauschalverurteilung aller Ärzte darstellen, aber nachdem im Zuge der Recherchen für dieses E-Book eine beachtliche Menge an Stellungnahmen etc. gelesen und auch gehört wurden, fällt dieser Umstand schon ein wenig auf.

Kritische, differenzierte Auseinandersetzung zum Thema CBD

Das Metaller.de CBD E-Book von Doris Gapp und Michael Färber

Metaller.de CBD E-Book *

Man kann verstehen, dass es Medizinern missfällt, dass CBD auf manchen Seiten völlig übertrieben gehypt und dargestellt wird. Wir hoffen, uns ist eine kritische, differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema gelungen, nicht ohne zu einem positiven Fazit zu kommen, welches das CBD unserer Meinung nach verdient.

Dennoch liegt es uns völlig fern zu behaupten, wir erzählen euch hier alles über ein neues Wundermittel, das alle Leiden im Nu kuriert. Dass CBD alleine keinen Krebs heilt, uns nicht die ewige Jugend schenkt und Wunden auch nicht durch Zugucken heilen lässt, ist uns durchaus bewusst.

Wir haben uns bemüht, alles an Kritischem zu hinterfragen und auch mit in unser E-Book zu bringen. Die Tatsache, dass diese Punkte sehr schmal ausgefallen sind, ist darin begründet, dass es sich bei hochwertigem CBD um ein sehr sicheres Produkt handelt und es praktisch kaum zu Nebenwirkungen kommt.

Ob ihr CBD für euer persönliches Wohlbefinden testen wollt oder nicht, bleibt schlussendlich euch überlassen. Wir hoffen jedenfalls, dass wir euch gut und umfassend informiert haben, sodass euch die Entscheidung nicht schwer fällt.
Und nun fühlen wir CBD im Namen der Wissenschaft auf den Zahn!

Studien zu Cannabinoiden wurden unter anderem bei folgenden Erkrankungen durchgeführt:

CBD und die Psyche

Wir haben bereits angesprochen, dass CBD einen Antagonisten zur Wirkung von THC darstellt. Ebenso, dass CBD den Abbau des körpereigenen Cannabinoids Anandamid hemmt und so dessen Konzentration in unserem Körper steigert.
Über das Zusammenwirken der Rezeptoren im Endocannabinoid-System kann eine angstlösende, antidepressive und neuroprotektive Wirkung erreicht werden.

• An der Universität von Mailand wurde festgehalten, dass CBD vermutlich antipsychotisch wirkt und dass man bei generalisierten Angststörungen von der CBD-Einnahme profitieren kann.

• Da CBD mit dem Serotoninspiegel interagiert, welcher wiederum in der Behandlung von Depressionen von Bedeutung ist (sofern er zu niedrig ist), hat es vermutlich auch antidepressive Wirkung, so die Forscher der Universität von Sao Paolo in Brasilien.

• In Australien an der Universität von Wollongong stellte man THC im Dauerkonsum kein gutes Zeugnis aus. Dauerkonsumenten weisen eine erhöhte Neigung zu psychotischen Symptomen, Gedächtnisstörungen und eine beeinträchtigte Wahrnehmung auf. Im Rahmen einer Studie wurde einigen Dauerkonsumenten von THC stattdessen CBD verabreicht, welches gut vertragen wurde und keine schädlichen psychologischen Auswirkungen zeigte. Zudem war das CBD in der Lage, die bereits vorhandenen psychischen Auffälligkeiten zu lindern. Das zeigte den Forschern, dass CBD wichtig sein könnte bei der Behandlung von Cannabisabhängigkeit.

• Eine Studie wurde auch zur antipsychotischen Wirkung von CBD durchgeführt. Eine Gruppe bekam Placebo, eine andere CBD zur üblichen Medikation. Die CBD-Gruppe zeigte eine deutliche Verbesserung der psychotischen Symptome, inklusive einer Verbesserung ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit. Daraus schloss man, dass sich CBD positiv auf Patienten mit Schizophrenie auswirken kann.

CBD bei entzündlichen Darmerkrankungen

Reizdarm, Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind immer noch teilweise rätselhaft, zumal ihre Ursache noch wenig erforscht ist, was die Behandlungswege nicht vereinfacht. Darmerkrankungen wurden bereits vor Jahrtausenden erfolgreich mit Cannabis behandelt, und inzwischen glauben auch die Forscher an das Potential von Cannabis bei entzündlichen Darmerkrankungen.

Forscher der medizinischen Universität Graz, Österreich, erklärten 2017, dass medizinisches Cannabis (THC und CBD) immer öfter erfolgreich gegen Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Durchfall eingesetzt wird.

Das körpereigene Endocannabinoid-System (dem wir inzwischen wohl alles zutrauen) steuert auch Entzündungsprozesse in unserem Körper. Auch im Darm finden sich die Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2. Deren Aktvierung kann zur Hemmung von Entzündungen führen, die Forscher der britischen University of Bath glauben vor allem an eine wichtige Funktion von CB2. Werden die CB1-Rezeptoren aktiviert, können Durchfallsymptome deutlich gebessert werden.

Da entzündliche Darmerkrankungen auch mit Bauchkrämpfen und Schmerzen einhergehen, zeigt die schmerz- und krampflindernde Wirkung von Cannabis einen durchaus positiven Effekt, stellte man bereits 2005 in einer Pilotstudie in Kanada fest.

Cannabis bei Alzheimer

Die Universität von Jerusalem hat sich mit dem bei Ärzten noch weniger beliebten THC auseinandergesetzt. Und zwar stellten sie fest, dass Marihuana eine Verlangsamung des neurodegenerativen Abbaus bewirkt, die Krankheit also langsamer fortschreitet. Diese Studie wurde allerdings im Mausmodell durchgeführt. Wen es interessiert, der findet hier den Direktlink zur Studie (die Autorin hat beim zweiten Mal Lesen festgestellt, dass es sich hierbei um synthetisches THC ohne berauschende Wirkung handelte).

Cannabis und Krebs

Im Kapitel „Bei welchen Beschwerden kann CBD eingenommen werden“ haben wir bereits eine Studie mit 119 Tumorpatienten erwähnt, in der vor allem Patienten mit Glioblastomen (aggressiven Hirntumoren) und Brustkrebs profitierten. Die Autoren der Studie berichten außerdem von einem Rückgang von Metastasen, und dass es bei keinem der Patienten zu Nebenwirkungen gekommen sei. Festhalten muss man, dass es sich auch hier um medizinisches Cannabis handelte (u.a. den Mundspray Sativex).

1. Bauchspeicheldrüsenkrebs
2. Mundkrebs
3. Prostatakrebs
4. Lungenkrebs
5. Leberkrebs
6. Blutkrebs

Zusammenfassend kann man festhalten, dass CBD einen Einfluss auf die Lebensdauer von Tumorzellen nimmt und teilweise auch deren Wachstum und die Verbreitung hemmt. Hoffnung macht dies vor allem bei aggressiven und schwer behandelbaren Tumorarten wie Bauchspeicheldrüsenkrebs, Lungenkrebs oder Glioblastomen.

CBD bei Knochenbrüchen

An der Universität von Jerusalem verabreichte man Ratten mit Knochenbrüchen eine gewisse Menge an CBD. Es wurde eine schnellere Genesung beobachtet, und im Anschluss blieben die Knochen stabiler. Ob man das auf den Menschen so umlegen kann, wurde noch nicht erwiesen.

CBD bei Epilepsie

Auch hier haben wir im Kapitel „Bei welchen Beschwerden kann CBD eingenommen werden“ bereits Bezug genommen auf das Lennox Gastaut-Syndrom bei Kindern, eine schwer therapierbare Form der Epilepsie mit häufigen Sturzanfällen.

Eine weitere, schwer behandelbare kindliche Epilepsieform ist das Dravet-Syndrom, welches mit wechselnden Anfallsarten, psychomotorischer Beeinträchtigung und verlangsamter intellektueller Entwicklung einhergeht. 2017 wurde eine erste Studie an 23 Zentren in USA und Europa durchgeführt. 120 Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 18 Jahren nahmen daran teil und wurden mit 20 mg/kg Körpergewicht Cannabidiol oder Placebo zusätzlich zu ihrer Medikation behandelt. Bei 43% der Studienteilnehmer kam es zu einer Reduktion ihrer Anfälle um mindestens die Hälfte, bei 62% kam es zu einer deutlichen Verbesserung ihres Gesamtzustandes. Bei 5% der Teilnehmer kam es sogar zur Anfallsfreiheit!

Ebenfalls in Israel wurde zum Thema CBD und Epilepsie 2014 eine Studie durchgeführt, und zwar an 74 Kindern und Jugendlichen zwischen 1 und 18 Jahren. Alle erhielten CBD-Öl (aufgelöst in Olivenöl) in einem Mischungsverhältnis CBD zu THC 20:1 über durchschnittlich sechs Monate, angepasst an Alter und Körpergewicht. Das Ergebnis lautete, dass bei 89 Patienten die Anfallshäufigkeit deutlich rückläufig war. Nur bei 5 Kindern erhöhte sich die Schwere der Anfälle, weshalb hier die Behandlung abgebrochen wurde.

An weiteren positiven Effekten wurde beobachtet, dass die kognitiven Fähigkeiten (Aufmerksamkeit, Sprache, Kommunikation…) der Kinder sich verbesserten, ebenso wie das Schlafverhalten.

Bei Epilepsieerkrankungen gilt natürlich ebenfalls ganz besonders, bitte nichts ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt unternehmen, und keine eigenmächtigen Veränderungen der bisherigen Medikation vornehmen.
Wer sich die israelische Studie durchlesen mag, findet sie hier.

Über Studien mit CBD

Viele Forschungen aus dem Bereich der Cannabismedizin wurden bislang erst im Tiermodell, oftmals Mäuse und Ratten, durchgeführt. Teilweise wurde auch an isolierten Zellproben geforscht. Maßgeblich sind vor allem klinische Studien, welche die Wirkungsweise an kranken oder gesunden Menschen testen.

Klinische Studien haben unter anderem zu folgenden Rückschlüssen geführt:

• CBD kann hilfreich bei Epilepsie sein, vor allem bei schwer therapierbaren Epilepsien des Kindesalters wie das Lennox Gastaut- oder das Dravet-Syndrom.

• CBD kann einen positiven, limitierenden Effekt auf Psychosen, ausgelöst durch THC, haben.

• CBD kann sich positiv auf Schädigungen des Gehirns, ausgelöst durch THC bei Dauerkonsum, auswirken.

• CBD kann dabei helfen, die Nikotinabhängigkeit zu besiegen.

• CBD kann angstlösend wirken.

• CBD kann den Allgemeinzustand von Parkinson-Patienten verbessern.

• CBD kann einen positiven Einfluss auf Schizophrenie-Patienten haben.

• CBD kann allgemeine Nervosität, Prüfungsangst, soziale Phobien etc. lindern.

• CBD kann die entzündliche Darmerkrankung Colitis Ulcerosa lindern.

• CBD kann übermäßigen Appetit bremsen und Adipositas vermeiden helfen.

• CBD kann bei Ein- und Durchschlafstörungen helfen.

• CBD kann vorbeugenden Einfluss auf die Entstehung einer Graft versus Host-Erkrankung (systemische entzündliche Erkrankung) nach einer Knochenmarkstransplantation haben.

Bei manchen Erkrankungen wird auch untersucht, wie sich die Einnahme von THC und CBD gemeinsam auswirken, dazu gehören beispielsweise:

7. die entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn,
8. allgemeine Nervenschmerzen,
9. die neurologische Erkrankung Multiple Sklerose,
10. Gliome (Hirntumore)
11. Lungenmetastasen,
12. Brustkrebs.

Partialsynthetisches THC (ohne Rauschwirkung) zeigt sich vor allem in der Behandlung von starken Schmerzzuständen wirkungsvoller als CBD. Weitere Einsatzgebiete von (isoliertem) THC sind wie folgt:

• Schmerzen in der Tumorbehandlung und Palliativmedizin,
• Übelkeit bei Chemotherapien,
• Auszehrung und Appetitlosigkeit bei Tumor- und Aids-Patienten,
• Muskelspastiken bei Multipler Sklerose,
• chronische neuropathische Schmerzen.

Bei den in Studien verwendeten Cannabisprodukten handelt es sich stets um medizinische Reinsubstanzen, da die Zusammensetzung der Cannabis-Pflanze großen Schwankungen unterliegt.

Quellenangaben, Inhaltsangabe und Haftungsausschluss zu medizinischen Themen

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Autorin: Doris


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