In unserem E-Book wollen wir euch vor allem einen intensiven Einblick rund um das Thema CBD, dem Cannabidiol, geben. Wir wissen inzwischen, dass die Hanfpflanze 489 Bestandteile hat. Konkret stammt CBD aus dem weiblichen Hanf der Sorten Cannabis sativa oder Cannabis indica. Es ist ein nicht psychoaktives Bestandteil, das berauschende Element im Cannabis ist nämlich das THC, das Tetrahydrocannabinol.

Das Endocannabinoid-System

Das Metaller.de CBD E-Book von Doris Gapp und Michael Färber

Metaller.de CBD E-Book *

1940 wurde es erstmals in den USA „entdeckt“ und extrahiert. Auf sein medizinisches Potential hin wurde es erst 1963 untersucht, als Großvater der medizinischen Cannabisforschung kann sich zu Recht Raphael Mechoulam bezeichnen. Der israelische Biochemiker isolierte sowohl CBD, als auch THC und entdeckte die Rezeptoren im Gehirn, an denen Cannabis andockt. Diese Rezeptoren, auch Endocannabinoid-System genannt, sind an vielen physiologischen Prozessen beteiligt und notwendig für die Wirkung von Cannabis im Körper.

Für einen besseren Überblick schauen wir uns das CBD jetzt aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Richtungen an und wir bemühen uns, das Ganze ein wenig unterhaltsamer zu gestalten als ein Lehrbuch es tun würde.

Das CBD in der Chemie

Also gut, C21H30O2 kann man nicht spannender formulieren. So lautet nun einmal die Summenformel für das hauptsächlich als Säure in der Hanfpflanze vorkommende Cannabidiol. Nun gilt es, diese Säure von den restlichen Stoffen der Hanfpflanze zu trennen. Dies geschieht häufig durch die Extraktion mit hochprozentigem Alkohol und einer im Anschluss folgenden Destillation zur Erhöhung des CBD-Gehaltes.

Auch durch die Verwendung von Butan oder gezielte industrielle Erhitzung lässt sich CBD gewinnen, sowie durch die Extraktion mit CO2 (Kohlenstoffdioxid).

Einige äußerst interessante Aspekte zum Thema CBD in der Chemie haben sich durch die Lektüre eines Interviews ergeben, das wir im Zuge der Recherchen für dieses E-Book entdeckt haben. Der Chemiker Peter Rausch hielt 2016 einen Vortrag auf der Cultiva, einem jährlich in Österreich stattfindenden Hanfkongress und erklärte dabei seine jüngste Entwicklung, natürliche Cannabinoide wasserlöslich zu machen.

Bisher gelten Cannabinoide als fett- bzw. wasserlöslich, was bedeutet, dass nur etwa 20 % der konsumierten Stoffe auch von Körper aufgenommen werden. Der Rest landet entweder in der Toilette oder als Zersetzungsprodukt beim Rauchen in der Luft. CBD gilt als noch schwerer löslich als THC, dabei könnte es der Medizin von großem Nutzen sein, wenn es in wasserlöslicher Form zur intravenösen Verabreichung zur Verfügung stünde. Rauch denkt hier an die Möglichkeit der nervenschützenden Wirkung von CBD, welche eine Chance für Schlaganfallpatienten und Patienten mit traumatischer Hirnverletzung darstellen könnte. Dies „sei zwar nicht sexy, aber zielführend“, so der Chemiker, der über vier Cannabis-Patente verfügt und als Pionier der Hanfforschung gilt.


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Außerdem ist noch äußerst interessant, wie Peter Rausch begründet, dass CBD in der medizinischen Anwendung (noch) problematisch ist: Zum einen ist es die Vielfalt der medizinischen Wirkungen, die CBD in sich vereint, die Mediziner wohl ein wenig „verwirren“. Zumal meistens ein Medikament gewünscht ist, das gegen ein spezielles Symptom wirksam ist, und nicht noch zusätzlich das Immunsystem stimuliert, die Leber unterstützt und die Stimmung hebt. Die individuelle Dosis ist nicht leicht zu finden, und es wirkt auch nicht bei jedem Patienten gleich.

Am spannendsten ist bestimmt der Hinweis, dass CBD eine direkte Vorläufersubstanz zum psychoaktiven THC ist. Je nachdem, was der Konsument vorher gegessen hat, wird das CBD durch die Magensäure in mehr oder weniger große Mengen THC umgewandelt. Einzig: Welche Nahrungsmittel die Transformation begünstigen, verrät der Chemiker in diesem Artikel wohlweislich nicht.


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Das CBD in der Biologie

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Wie wir bereits gehört haben, ist CBD als Bestandteil im weiblichen Hanf zu finden. Während Konsumenten von THC eigene Drogenhanfsorten mit hohem THC-Gehalt züchten und sich damit in der Illegalität bewegen, findet sich CBD vor allem im Faserhanf, der auch zur Herstellung von Bekleidung verwendet wird. Hanf mit einem hohen CBD-Gehalt enthält auch eine große Menge an essentiellen Nährstoffen. Im Hanfprotein stecken beispielsweise essentielle Aminosäuren, welche wir brauchen, aber nicht selbst produzieren können, ebenso wie Globulin und jede Menge Vitalstoffe und Spurenelemente. Auch wenn der Hanf einen hohen CBD-Gehalt aufweist, zählt er nicht zu den Drogen und ist somit auch nicht illegal.

Mit den speziellen Inhaltsstoffen des CBD-Öls beschäftigen wir uns in einem weiteren Kapitel.

Das CBD in der Pharmakologie

Erinnern wir uns noch einmal kurz an das von Raphael Mechoulam entdeckte Endocannabinoid-System: Unser Nervensystem verfügt über die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2, an denen Cannabis (THC) andockt. Über CBD wissen wir, dass es die Aktivität dieser Rezeptoren aus ungeklärter Ursache blockt. Außerdem bildet es den Antagonisten zum am G-Protein gekoppelten Rezeptor GPR55, der inzwischen als CB3 benannt wurde.

Das Endocannabinoidsystem vertieft

Über diesen Rezeptor gibt es einige neue Erkenntnisse, weshalb wir uns jetzt mit dem Endocannabinoid-System noch ein wenig genauer auseinandersetzen. Aber, keine Sorge, es bleibt im Rahmen und laienverständlich. Wir starten am besten damit, dass wir uns bewusst werden, wofür wir dieses System in unserem Körper benötigen. Es nimmt Einfluss auf verschiedenste Abläufe im Körper und spielt daher eine Rolle bei:

• der Regulierung unserer Körpertemperatur, unserem Appetit und dem Schlafbedürfnis,
• unserem Schmerzempfinden,
• unserer Stimmung,
• der Leistung unseres Immunsystems

Wir verwenden unser körpereigenes Endocannabinoid-System nicht nur, um die Wirkung von zugeführtem Cannabis zu nutzen, sondern auch die vielfältigen Eigenschaften der körpereigenen Cannabinoide. Dazu gehört z.B. Anandamid, welches unser Körper mit Hilfe von Linolsäure bildet, es kommt vor allem im zentralen Nervensystem vor.

Für das CBD ist besonders der CB1-Rezeptor von Bedeutung. Wird Cannabis konsumiert, konkurrieren CBD und THC um die Bindung an diesen Rezeptor. Da THC für das „High-Gefühl“ zuständig ist, CBD aber nicht psychoaktiv wirkt, schwächt dieses den rauschartigen Effekt ab. CB1-Rezeptoren finden sich im zentralen Nervensystem, deshalb beeinflusst die Wirkung von Cannabis auch Schmerzempfinden, Emotionen und Appetit. Jedoch auch Motorik und Erinnerungen werden hier gesteuert.

Die CB2-Rezeptoren sitzen in Organen, die unser Immunsystem steuern, in Mastzellen und Lymphozyten. Cannabis beeinflusst zwar das Immunsystem, jedoch nicht in der Form, dass CBD mit dem CB2-Rezeptor reagiert. Neueren Forschungsergebnissen zufolge bringt Cannabis unseren Körper dazu, mehr die Vorzüge der eigenen Endocannabinoide zu nutzen.

1999 entdeckte man schließlich einen dritten Rezeptor im Gehirn und im peripheren Nervensystem: GPR55 oder CB3. Dieser Rezeptor scheint kompatibel mit vielen Cannabinoiden, interessant ist jedoch, was mit CBD passiert: Es erfolgt kein Andocken an den Rezeptor, sondern vielmehr eine Blockade desselben. Doch wer glaubt, der Vorgang ist somit nutzlos, der irrt gewaltig: Die Signalübertragung vom Rezeptor GPR55 wird in Zusammenhang mit der Entstehung, bzw. dem Wachstum von Tumoren gesehen. Und wenn CBD diesen Rezeptor blockiert, keine Signale mehr weitergeleitet werden, hat dies zur Folge… Genau! Der Tumor wird am Wachstum gehindert.

Übrigens gilt die „positive“ Wirkung dieser Blockade nicht nur für Krebs, sondern es wurden auch bei manchen Formen der Epilepsie eine Verbesserung der Anfallssituation festgestellt, auch Patienten mit Reizdarmsyndrom stellten eine Verbesserung ihres Zustandsbildes fest.

Die Forschungen rund um CB3 sind noch voll im Gange, viele Wechselwirkungen und Interaktionen kennen wir noch nicht. Der Anfang klingt jedoch äußerst vielversprechend, und wir beobachten gespannt, was sich auf dem Gebiet weiter tun wird und zu mehr Lebensqualität für viele Betroffene führen könnte.

Arzneistoffe aus CBD und THC

Dronabinol wird meistens in Form einer ölhaltigen Lösung verabreicht und wird vor allem in den USA bei Übelkeit und Mangelernährung bei AIDS und Chemotherapien eingesetzt. In Europa wird es hauptsächlich als Schmerzmittel und gegen Spastiken verschrieben. Dronabinol wird mittels speziellem Verfahren aus dem Extrakt der Cannabis Sativa-Pflanze gewonnen.

Ein weiterer Cannabis-Arzneistoff ist Nabiximols, der unter dem Handelsnamen „Sativex“ verschrieben wird. Dieser Mundspray wird fast ausschließlich zur Behandlung von schweren Spastiken (krampfhaft schmerzhafte Muskelspannung) an Patienten verschrieben, welche an Multipler Sklerose leiden. Die Wirkung auf chronisch entzündliche Darmerkrankungen wird noch untersucht, ebenso auf affektive Störungen.

Beide Arzneimittel unterliegen dem Suchtmittelgesetz, der verschreibende Arzt benötigt für das Rezept eine Suchtmittelplakette.

Quellenangaben, Inhaltsangabe und Haftungsausschluss zu medizinischen Themen

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Autorin: Doris


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