Wertung: 9 von 10

Rock´N´Roll is dead? Mitnichten! Das zeigen eindrucksvoll die drei Jungs von 777 mit ihrem neuen Album „Ghost Train”. Mit zwölf mitreißenden Rockabilly-Songs wurde auf über 50 Minuten eine Hommage an die gute alte Zeit gepresst.


Sieben Jahre nach ihrer ersten EP „Don´t you dare?“ und zwei Jahre nach dem ersten Longplayer „Unleashed“ sind 777 zurück und bringen mit „Ghost Train“ ihren eigens erfundenen „Hot Rockin´-Chernobilly“-Sound zurück in die heimischen Wohnzimmer. Erstmals haben es gleich drei Coversongs auf die CD geschafft: Der beinahe 40 Jahre alte Song „Radar Love“ von der Band Golden Earring, der Klassiker „Come Together“ von den Beatles und Billy Idols Hit „Rebell Yell“. Dennoch verliert das Album zu keiner Sekunde an Individualität und Eigensinnigkeit. Das Gegenteil ist der Fall: Fans der Band werden sich darüber freuen, dass das bereits seit Jahren live gespielte, neu interpretierte Stück „Rebell Yell“ nun endlich auch für die eigenen Boxen veröffentlicht wurde.

Bemerkenswert sind aber vor allem die selbst komponierten Stücke. Wer ein in seine Genre-Grenzen gebanntes, typisches Rockabilly-Album erwartet wird positiv überrascht sein: Eintönigkeit ist auf dieser Platte keineswegs zu finden. Bekommt man in der einen Minute noch mitreißenden und schwungvollen Rock´n´Roll geboten, wird es bereits in der nächsten eher ruhig und fast romantisch. Mit dem Titeltrack „Ghost Train“ hat man wiederum eine düster angehauchte Ballade geschaffen, die zu Recht den Namen des Albums verdient hat.

Wer es lieber schnell und tanzbar haben möchte, greift besser auf Stücke wie „Leave it behind“, „Sexfull“, “Boys who dance“ oder dem „Chernobilly Twist“ zurück. Musik, zu denen man sogar seine Eltern das Tanzbein schwingen lassen kann und die zwar das Rad nicht neu erfinden, aber ein gehöriges Stück weiter drehen. Darüber hinaus hat man mit „Summertime Souvenir“ das Gegenstück zu „Ghost Train“ und „Tachycardia“ geschaffen – wirken diese beiden Stücke eher ernsthafter und dunkel, wirkt „Summertime Souvenir“ wie ein Anwärter auf den diesjährigen Sommerhit.

Insgesamt ein von Anfang bis Ende mitreißendes Album, dass so manche Genregrößen in den Schatten stellt. Nach zahlreichen Auftritten mit unter anderem The Wildcats, Boss Martians, Demented Are Go und Matchbox kann man davon ausgehen, dass sich 777 mit ihrem neuen Werk noch weiter nach oben katapultieren und die zu bespielenden Bühnen an Größe zunehmen werden.

Tracklist:

  • 01 – Leave It Behind
  • 02 – Sexafull
  • 03 – Rebell Yell
  • 04 – Ghost Train
  • 05 – Radar Love
  • 06 – Boys Who Dance
  • 07 – Summertime Souvenir
  • 08 – Last Night
  • 09 – Tachycardia
  • 10 – Chernobilly Twist
  • 11 – Come Together
  • 12 – The Woodpecker Song
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