Hardcore? Einflüsse sind da, wenn auch auf den ersten Blick nicht erkennbar. Emo? Naja gerade durch die clean gesungenen Passagen des Sängers wird auch dieser Eindruck an manchen Stellen verstärkt zum Ausdruck gebracht. Auf eine bestimmte Richtung möchte ich mich jetzt gar nicht mal festlegen, aber in die doch so „ich-schwimm-mal-schnell-mit-dem-Strom“ beliebte und oft einfallslose Metalcore-Ecke kann man die 5 Jungs aus Karlsruhe sicher nicht einfach stecken. Doch auch wenn man ihnen die Eigenständigkeit zugute halten muss, es gibt durchaus auch einen Kritikpunkt.Die Stimme des Sängers David Heidt, die doch gerade bei den clean gehaltenen Passagen recht oft ins Schwimmen kommt, ist doch ausbaufähig. Und auch bei den Shouts vermisst man oft das so beliebte Volumen und die gewünschte Brutalität in der Stimme.Aber es sind doch mehr erfreuliche „Moments“ auf diesem 4-Song Demo, die in Eigenregie produziert wurde, vorhanden. Gerade das Layout ist es, das die Stimmung der Songs doch sehr ins rechte Licht rückt. Eine verschneite Landschaft, bei der sich nur schwer erahnen lässt, was hinterm Horizont noch kommen mag.Musikalisch ist die doch sehr komplexe Gitarrenarbeit der beiden Gitarristen Nikolai Tauscher und Milan Pesl in den Vordergrund zu heben. Die beiden Gitarristen geben spielerisch wirklich alles, um nicht einfallslos zu klingen. Und zum Glück: es funktioniert!! Es wird keineswegs langweilig, auch nach mehrmaligem Hören. Hervorzuheben ist auch noch, dass bei den fast schon hymnischen Clean-Gesängen der Drummer Tobias Trautmann einen gehörigen Teil dazu beiträgt. Auch Live!!Ich hatte schon das Glück, mit den Jungs einen Gig zu spielen und auch live wissen sie durchaus zu überzeugen. Kultige Performance gepaart mit eindrucksvollen Melodien.Macht Lust auf mehr!!