Wertung: 7 von 10

So, der Nothingcore aus Mainhattan meldet sich mit der bereits 11. Scheibe nach 5 Jahren Pause wieder zurück. Im Geiste schlicht? Da sind die Voraussetzungen gegeben und die Erwartungen hoch.


Das standesgemäß tiefgründige Intro macht Hoffnung auf mehr, doch was kommt dann? Eine absolut erstklassiger Sound, saubere Gitarrenriffs und Doublebassgeknüppel ohne ungewollte Tempovariationen. Ist das wirklich die neue A.O.K.? Wer hat denn da geübt?

Weiter geht’s mit dem Titeltrack, welcher textlich absolut tadellos mit gewohntem Mumpitz daher kommt. Die musikalische Qualität jedoch macht einem eingefleischten A.O.K.-Fan der ersten Stunde doch langsam wirklich etwas Angst. Der erste richtige Höhepunkt kommt dann mit „Kirchenorgel“ daher. Wie schon fast zu erwarten ist dieser Song eine Hommage an Sodom, und wurde auch mit einem ansprechenden Video bedacht. Hier wird geblödelt was das Zeug hält, die böse Stalinorgel bleibt aber in der Garage. Vermutlich. „Nackt“ (seh ich besser aus) ist dann ein richtiger Partysong zum mitgröhlen. Wer jemals auf einem A.O.K.-Konzert war kann diese These zudem noch uneingeschränkt bestätigen. „Wasch Dir Pipi Mi Amore“ geht direkt aufs Zwerchfell und ist für mich die beste Nummer auf dieser Scheibe. Einfach nur zum kaputtlachen. So muss es sein! Durchaus möglich, dass hier auch diverse selbst gesammelte Erfahrungen auf CD gepresst wurden.

Bei „Rammschwein“ bekommt eine andere große deutsche Band sozusagen ihr Fett weg. Der Song gehört musikalisch zu den besten des Albums: anspruchsvolles Gitarrensolo inklusive. Kein Vergleich mehr zu musikalischen Höchstleistungen früherer Tage wie „Baguette Attack“ oder „Rasierer Of Death“. Schade eigentlich.

Der Rest der CD bietet noch die komplette Bandbreite von echtem Geblödel („Puff, Puff, Puff die Eisenbahn“), spanischen Liebesballaden („Eier mit Speck“), Country-Songs („Harte Kuhjungs“) und ernsthaften Songs („Astrologie“). Es ist wirklich für fast jeden was dabei.

Fazit: Unter normalen Umständen hätte diese Scheibe volle 5 von 5 verdient gehabt. Da A.O.K. jedoch meinten proben zu müssen gibt’s einen Abzug in der B-Note, so dass insgesamt noch 3,5 von 5 Punkten übrig bleiben. Die fehlenden Punkte können durchaus durch ausreichenden Bierkonsum ersetzt werden. Nicht nur was eingefleischte Fans, auch Interessierte könnten Gefallen an diesem Werk finden.

Tracklist

  • 1. A. O. K. Flug 08 / 15
  • 2. Im Geiste schlicht
  • 3. Astrologie
  • 4. Kirchenorgel
  • 5. Körperklaus
  • 6. Nackt
  • 7. Von der Hand in den Mund
  • 8. Partypeter
  • 9. Wasch Dir Pipi Mi Amore
  • 10. Schmidt’s Kredit
  • 11. Eier mit Speck
  • 12. Bauarbeiterdekollete
  • 13. Rammschwein
  • 14. Am Rande des Wahnsinns
  • 15. Bimmel und Bommel
  • 16. Scheiss die Wand an
  • 17. Puff, Puff, Puff die Eisenbahn
  • 18. Harte Kuhjungs
  • 19. Wohldrogiert
  • 20. Grosse Stimme
  • 21. Meine Kleine Sprühwurst

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