Und wo wir gerade bei Trendfreiheit sind: Von einer Band, die einen Bandcontest des britischen MetalHammer (Ja, der ist schlimmer als unser ;)) gewinnt und auch vom vollkommen untrendfreien Kerrang! Magazin gelobt wird, kann man dahingehend recht wenig erwarten. Das Logo erinnert an Testament, die Songtitel klingen abwechselnd nach Metallica und Kreator, der Albumtitel erinnert dezent an Destructions „Sentence Of Death“ von 1984 und die Riffs haben Slayer und Legion Of The Damned schon dutzendweise durchgenudelt.

Technisch ist das Niveau der Band dennoch beachtlich, wenn man das junge Alter der Mitglieder beachtet. Zudem sind die Songs zwar wenig originell, aber gut arrangiert. Die Breaks sind immer passend gesetzt und geben dem Songwriting eine angenehme Räudigkeit. Auch die Soli werden meistens songdienlich eingesetzt und erinnern oft an Alex Skolnick und Kirk Hammett.

Zunichte gemacht wird dieser durchaus positive Eindruck aber durch die viel zu glatte und moderne Produktion von Trigger The Bloodshed– und Cradle Of Filth-Knöpfchendreher Mark Daghorn. Für diese beiden Bands mag eine massenkompatible, getriggerte und overdubte Produktion ja in Ordnung gehen, aber für eine Band, die ihre Musik als Old School Thrash Metal verkaufen will?

Fazit: Potential ist vorhanden, aber die vier Jungs sollten lieber ihr eigenes Ding machen, als allzu offensichtlich auf längst abgefahrene Trendzüge aufspringen zu wollen. Wer auf Thrash Metal steht und wirklich alles haben muss, kann zugreifen, wer lieber richtigen Thrash haben will, sollte eher zu Manias „Forces Of Evil“, Nucleators EP „Hours Of War“ oder Hatcherys „Forced To Fight“ greifen. So geht Thrash wirklich!

Tracklist:

  • 01. Sentenced To Death
  • 02. My Misery
  • 03. Violent Assault
  • 04. Atomic Devastation
  • 05. The Hand That Feeds
  • 06. Resurrection
  • 07. Into The Dark
  • 08. The Day Of Reckoning