Ausgehend davon,

dass 99.9% aller Menschen tot besser dran wären sammelte der Gründer John für praktisch jedes der 8, bis 2000 erschienenen, Alben neue Mitstreiter um sich. Nach eigenen Angaben mit dem Ziel höchst minderwertig aufgenommene Tracks einzuspielen, die eigentlich gar nicht für den Release ausgelegt seien.

Da ja trotzdem ein wenig Verbreitung statt finden soll, gibt es einige Tracks, die neu und in anderer Komposition im Studio eingespielt werden, und einige seltenen MC-Releases ausschließlich in Australien.

Durch die rigorose Umsetzung ihres Mottos, wollen sich die australischen Black-Metaller bewusst vom, aus ihrer Sicht, „Mainstream“-Black Metal a la Dimmu Borgir und Cradle of Filth abgrenzen (und Zitat „ihre Anhänger in ihrer Welt verrotten lassen“).

Raus kam dabei, aus „alten“ Demos und MC-Releases erzeugt, ihr 8tes Album „Suicidal Emotions“.

Der Inhalt der Platte beschränkt sich auf 4 Tracks, die allerdings 50min Spielzeit zusammenbekommen, und das Gefühl erzeugen, ein einziger, durchgehender Song zu sein, der ein einziges Thema behandelt – Suizid.

Kaum einer anderen Band ist wohl zuzutrauen ein ganzes Album mit einer so durchgehend dermaßen depressiven Stimmung zu versehen wie es Abyssic Hate gelungen ist. Tracks mit 17 Minuten Länge und darin durchgehend extrem hoch spielende, kreischende Gitarren mit Unmengen an Distortion, so dass das Anreißen der Saiten unhörbar wird, eine krächzende Stimme die von der Sinnlosigkeit des Seins auf der Erde und der Ermutigung zum Suizid singt, dabei aber deutlich leiser als die Gitarren ist und zudem in praktisch immer der gleichen Stimmlage bleibt unterstreichen das gewünschte Bild perfekt.

Man schwankt bei dem Hören der Tracks zwischen dem Wunsch so ein Stück selber mal zu spielen, dem Versuch seine Mähne mitbangen zu lassen und dem Aufstieg von Gänsehaut. Solche Emotionen werden über den fast zum Rauschen werdenden Gitarren zum Hörer getragen. Je nach der Geschwindigkeit, die innerhalb der Tracks deutlich variieren kann, schwankt man also von einem Gefühlsbad in das nächste und wird danach nochmal vom Inhalt der Texte kalt geduscht.

Die Tracks sind inhaltlich wohl konzipiert und sehr intelligent arrangiert, was die gewünschte Atmosphäre perfekt widerspiegelt, die man hier nicht in Worte fassen kann.

Die Platte ist eindeutig etwas für Fans des gepflegten Black Metal mit einem deutlichen Kick zur Verherrlichung des Selbstmordes und der Sinnlosigkeit des menschlichen Lebens auf der Erde. Auch mit Langzeithörbarkeit. Für Fans von klaren Riffs und gewohnt höhen- schwankenden Deathstimmen, noch empfehlenswert, aber mit Gefahr der Eintönigkeit.