Nicht neu der Spruch, aber ansprechender als das seltsame Cover ist er allemal. Fragt mich nicht was eine Holzpüppie mit Death Metal zu tun hat, Ad Noctum sehen da anscheinend eine Verbindung… naja nicht umsonst nennen sie ihr Album „Insanity For Lifestyle“.

Die Band besteht tatsächlich aus nur 3 Personen – Bassist, Schlagzeuger und ein Mann der sowohl Gitarre als auch Stimme übernimmt. Aber auch zu dritt kann man ganz gute Musik machen. Die Betonung liegt auf KANN, denn Ad Noctum liegen eher im Mittelmaß. Daran ist nicht nur der stumpfe Sound schuld, über den ich noch hinwegsehen mag, da es sich bei der Scheibe um eine Eigenproduktion handelt. Vielmehr stört das monotone und teilweise eigenwillige Songwriting. Da wäre zum Beispiel die 1:17 Minuten währende Nummer „Infected By Disturbed Believers Of A Bygone Time“, die derart inhaltslos ist dass mir ihr Existenzgrund verwehrt bleibt. Ebenso geht es mir beispielsweise mit dem Hackstück „Exposed By Ultrasonic Waves“, mir fällt niemand ein, den das ansprechen könnte. Aber es gibt auch Lichtblicke: bei Songs wie „Alien Element“, dem kurzen „War“ dem gut gemachten „Spiritual Breakout“ oder dem besten Song des Albums, „Intravenous Systemshock“, hört man dann doch das Potential des Trupps heraus. Richtige Kracher sind das alles nicht wirklich, aber durchaus interessant anzuhören. Ein paar mehr dieser Sorte würden dem Album ganz gut tun.

Vielleicht geben Ad Noctum ja auf ihrer nächsten Scheibe richtig Gas. Ich könnte mir eine positive Weiterentwicklung sehr gut vorstellen!