Nachdem vor nunmehr fünf Jahren das letzte gepresste Lebenszeichen der Hauptstädter das Licht der Welt erblickte, erscheint nun – passend zum Titel – wie der Phoenix aus der Asche eben jener „Phoenix“ in digitaler Form.

Wieder mal mit ansprechendem Cover und guter Produktion. Und wieder ist man sich nicht ganz einig, wohin denn der Hase hüpfen soll beziehungsweise der Phoenix fliegt. Klingt der erste Track noch ganz ansehnlich nach melodischem Black Power Metal á la Graveworm, nehmen die Gothic-Teile von Song zu Song immer mehr zu. Was mich besonders stört ist der starke Einsatz von Keyboards und den aus diesen Geräten ertönenden elektronischen Sequenzer-Spielereien.

Auch wenn handwerklich hier alles gut gemacht ist, erscheint mir die Eingängigkeit gerade ein wenig zu gewollt. Aber es gibt auch einiges Positives zu bemerken. So ist zum Beispiel der aggressivere Teil des Gesangs von Chris „Ashtrael“ Bonner eine wirkliche Bereicherung zum Gesamtsound der Band. Auch die überaus üppige Spielzeit von über einer Stunde schon bei der regulären CD kann als Pluspunkt gesehen werden. Hinzu kommen hier und da ein paar recht ordentliche Kompositionen, die dann den Schnitt der Scheibe zu heben vermögen.

Letztendlich bleibt ein durchschnittliches Werk über. Fans der Band werden auch so ohne hinzuschauen zugreifen. Allen anderen sei geraten, vorher mal ein Ohr zu riskieren.