Geboten bekommt man auf „Lebenslinie“, wie bereits gesagt, melodischen Death Metal, der vor allem mit einer tollen Gitarrenarbeit der Gitarristen Fabian Panzer und Stephan Schafferhans protzen kann. Die beiden spielen ihre Soli fast immer songdienlich und verzichten darauf, mit ihrem Können (welches aber auf jeden Fall vorhanden ist) anzugeben. Untermalt wird das Ganze von Drummer Jonas Nelhiebel, der das Tempo zwar hoch hält, aber eben nicht zu hoch, so dass Atmosphäre und die Texte von Sänger Sebastian Panzer ihre Wirkung entfalten können, ohne „kaputtgeballert“ zu werden.

Ich weiß nicht woran es liegt, aber sobald Sebastian Panzer keift anstatt zu growlen, erinnert mich seine Stimme sehr an die von Eisregen-Fronter Michael „Blutkehle“ Roth, auch sonst fühlt man sich im Verlaufe des Albums an Bands erinnert, mit denen das Quintett eigentlich nicht verglichen werden will, wie zum Beispiel Amon Amarth ohne Wikinger oder auch Arch Enemy ohne übertriebenes Gitarrengewichse.

Fazit: Endlich mal melodischer Death Metal ohne Breakdowns, cleanen Gesang und sonstige Trendanbiederei, super produziert und eingespielt, sehr schön! Von den Jungs wird man noch hören!