Album Review von Menhir – Hildebrandslied (2007)

Fans von Menhir mussten jetzt 6 (in Worten: Sechs!) Jahre auf das neue Album warten, doch das, was in dieser Zeit entstanden ist, kann sich wirklich sehen lassen! Das “Hildebrandslied“ ist eine musikalische Version einer Episode der Sagenkreise um Dietrich von Bern (wer näheres wissen möchte suche einfach im Internet) und kommt im schön gestalteten DIN A5-Digipack.

Menhir: Majestätisch und pompös

Menhir - Hildebrandslied (2007)
Menhir – Hildebrandslied (2007)

„Das alte Lied des Windes“ ist der Opener der Platte und gibt direkt vor, womit die Platte weitermacht: viele Melodien, viel klarer Gesang und ab und zu etwas Gegrunze/keife. Das Faszinierende an der CD ist die unglaublich volle Stimme von Sänger Heiko. Ich weiß nicht was er mit seinen Stimmbändern gemacht hat, aber die Stimme kommt sehr majestätisch und pompös rüber.

Das komplette Album bietet sehr viel Abwechslung. Die ersten beiden Stücke sind eine Mischung aus der härteren und der melodiösen Seite von Menhir.

Das „Intro“ darauf, welches die beiden Teile von „Das Hildebrandslied“ einläutet kommt ohne Strom aus, denn eine akustische Gitarre und eine Geige erzeugen die passende Stimmung für „Das Hildebrandslied Teil 1“. Es ist, wie auch der zweite Teil, in einer altdeutschen Sprache gesungen, welches alleine schon sehr bewundernswert ist. Im ersten Teil treffen die Geige und der klare Gesang auf eine verzerrte Gitarre, welche aber ganz klar in den Hintergrund gerückt ist. Dies erkennt man zum Beispiel daran, dass sie zeitweise ganz aussetzt. Dass Menhir in diesem Lied eine Geschichte erzählen, bringen sie rüber, indem sie teilweise Geräusche wie Pferdewiehern mit eingebaut haben.

Hildebrandslied – ein aberundetes Album

Nebenbei sei gesagt, dass Heiko sehr nach Joakim von Sabaton klingt, wenn er schreit.

In „Das Hildebrandslied Teil 2“ geht es dann wieder ganz ruhig weiter. Nochmals ertönt die akustische Gitarre und begleitet den Gesang. Später setzen dann Rasseln et cetera ein, welche ein ganz besonderes Flair bringen.„Dein Ahn“ lässt es dann noch mal ein wenig härter werden. Der Schwerpunkt im Instrumentalbereich liegt hier wieder auf der verzerrten E-Gitarre und auch der Gesang enthält mehr harsche Elemente, doch kommt keineswegs der atemberaubende klare Gesang zu kurz. Letztes Lied des Drehers ist „Weit in der Ferne“. Das Stück rundete die Platte noch mal ab. Hier trifft noch mal alles, was „Hildebrandslied“ ausmacht aufeinander.

Fazit: Menhir – Hildebrandslied

Eine der besten Scheiben des Jahres und des Genres. Wer allerdings bei der Genrebezeichnung „Pagan Metal“ heidnisch, schwarzmetallischen Metal erwartet liegt falsch. Denn bei dieser CD muss er sich nur mit dem „heidnisch“ zufrieden geben. Im Gesang wird ganz klar Wert auf getroffene Töne usw. gelegt und auch die Gitarren werden weniger „hart“ zum Erklingen gebracht.. Aber eben dieser Gesang weiß durch Fülle zu überzeugen. Des Weiteren gibt es schöne Melodien im Bereich der Gitarren oder auch der Geige, welche den Gesang herrlich untermalen. Da hier sowohl Qualität der Aufnahme, sowie auch die der Musik mehr als zufriedenstellend sind, gibt es von mir die volle Punktzahl!

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Autor: ArchiVader

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