Album Review Type O Negative – Dead Again (2007)

Etwas grundlegend Neues wird dem Zuhörer aber auch auf dieser Scheibe nicht unbedingt geboten, „Dead Again“ ist ein schon fast „typisches“ Type O Negative Album mit Rückbesinnung auf alte Stärken.

Song für Dimebag Darrell

Album Review Type O Negative - Dead Again
Album Review Type O Negative – Dead Again

Auffällig ist eine leichte Umorientierung. Weg von den all zu depressiven langsamen Songs und hin zu etwas rockigeren Stücken. Dies wird gleich mit dem Opener und Titeltrack „Dead Again“ verdeutlicht, der die Scheibe als flottes Midtempo-Stück eröffnet und der darauf folgende „Tripping A Blind Man“ ist auch nicht unbedingt viel langsamer. Seinen Höhepunkt erlebt diese Tendenz dann in dem Dimebag Darrell gewidmeten Stück „Halloween in Heaven“ (cooler Songtitel!), der live sicherlich die Menge ins Schwitzen bringen dürfte und nebenbei noch einen Gastauftritt der ehemaligen Lycia Sängerin Tara VanFlower beinhaltet.

Typische Type O Elemente

Aber auch die typischen Type O Elemente fehlen natürlich nicht auf „Dead Again“, vom rockigen Ausbrüchen bis zum schleppenden Doom Metal ist alles wieder vertreten. Dabei werden dann sogar Erinnerungen an die selige „Bloody Kisses“ Scheibe wach, denn Songs wie „The Profits Of Doom“ oder „These Three Things“ (über 14 Minuten lang!) liegen ganz in der Tradition des Klassikers. Fans von Carnivore oder des Debüts „Slow Deep and Hard“ werden aber auch auf „Dead Again“ keinen Song finden, den man mit den ganz alten Sachen unmittelbar in Verbindung bringen könnte. Es gibt zwar immer wieder kleinere Momente die solches suggerieren, aber mehr als bewußt eingestreute Verneigungen vor der Bandvergangenheit kann man dies nicht deuten.

Und es bleibt nicht unbemerkt, dass Type O Negative diesmal ein besonderes Auge auf Wiedererkennungswert gelegt haben. Nach ein paar Durchläufen haben sich markante Momente der Songs bereits beim Zuhörer festgesetzt, viele der Songs bieten ausgefeilte Hooklines oder leicht zu merkende Refrains. Vor allem im Bereich des Gesangs fällt Keyboarder Josh Silver überraschend positiv auf, der einige der Songs um eine zusätzliche Ebene bereichert.

Fazit Type O Negative Dead Again

„Dead Again“ ist nicht unbedingt der Meilenstein geworden, den sich viele Fans seit „Bloody Kisses“ immer wieder wünschen, aber trotzdem eine überraschend gute Scheibe, die verdammt schnell ins Ohr geht, dabei aber auch nach einigen Durchläufen nicht langweilig wird und einige der besten Type O Momente seit Jahren bietet. Wer ohnehin alle Scheibe von Type O Negative im Schrank stehen hat, kann sich „Dead Again“ ruhigen Gewissens dazustellen. Allen interessierten Skeptikern (zu denen ich mich auch zählte) sei zumindestens 2-3 Durchläufe empfohlen, denn mit nur einem einmaligen Anhören kann man die 77 Minuten lange Scheibe gar nicht erfassen.

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Autor: ArchiVader

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