Album Review von Cirith Ungol – Paradise Lost (1991)

Die Bandmitglieder selbst stehen ihrem letzten Release überaus kritisch gegenüber; Eingriffe des Managements sowie verbrecherische Taktiken der Plattenfirma hätten eine erfolgreiche Veröffentlichung verhindert. Die drei heutzutage legendären Vorgänger wurden über Metal Blade-Records auf den Markt gebracht, erfuhren 1999 eine Wiederveröffentlichung und sind dementsprechend einfach zu erhalten.

Cirith Ungol – Paradise Lost

Cirith Ungol - Paradise Lost (1991)
Cirith Ungol – Paradise Lost (1991)

Gerade bei „Paradise Lost“ verhält es sich jedoch anders. Zur Zeit sind überwiegend lediglich noch Bootlegs im Handel, auch wenn diese gern und oft als Originale bezeichnet werden. Zu erkennen sind die Nachpressungen an der minimal unschärferen Druckqualität des Booklets sowie dem fehlenden Vermerk „Masterd By Nimbus“ auf der CD- Unterseite.“Paradise Lost“ ist gegenüber den Vorgängern wesentlich songorientierter ausgefallen und legt einem gleich mit dem Opener „Join The Legion“ die Frisur neu. Gänsehaut-Metal at it's best! Die beiden Highlights des Albums hören jedoch auf die Namen „Fallen Idols“ und „Chaos Rising“. Ersterer ist eine unglaublich traurige Epic-Hymne, die in Sachen Intensität und Atmosphäre bis auf den heutigen Tag ungeschlagen bleibt.

Ergreifendster Metal-Songs aller Zeiten „Chaos Rising“

Schlicht einer der ergreifendsten Metal-Songs aller Zeiten. „Chaos Rising“ hingegen besitzt alle wesentlichen Merkmale eines überragenden Metal-Epos: Spannender Aufbau, verhaltener Beginn, explosionsartige Steigerung. Hört Euch diesen Song an, und Ihr wißt, wie Leidenschaft definiert wird!Der einfachste Weg, heutzutage an Material dieses Albums zu gelangen, ist die '01er Compilation „Servants Of Chaos“, die zwar lediglich Demoversionen von „Paradise Lost“-Material aufbietet, die jedoch den Albumversionen mindestens ebenbürtig sind. Bei der Suche nach dem Original-Release ist wie erwähnt Vorsicht geboten.

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Autor: ArchiVader

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