Album Review von Manegarm – Vargstenen (2007)

Wer denkt, dass sie nun mal was neues probieren, der irrt sich. Månegarm sind ganz die Alten. Ein Misch aus Black-, Viking- und Folk Metal wird uns erneut geboten.

Manegarm – Vargstenen (2007)

Manegarm - Vargstenen (2007)
Manegarm – Vargstenen (2007)

Los geht es mit einem für Månegarm typischen Intro. Darauf folgt „Ur själslig död“ ein Song der in die schwarzmetallische Richtung geht, jedoch fehlt nicht der klare Gesang von Drummer Erik, welcher immer mehr als passend erscheint – Månegarm eben. Im Mittelteil gibt es einen ruhigeren Abschnitt mit Frauengesang.

Nach dem ruhigeren Part gibt es wieder bis zum Ende voll auf die 12! Weiter geht’s mit „En fallen fader“. Der Titel beginnt wie der vorherige schnell und gegen Mitte gibt es wieder einen ruhigen Part, welcher dann sehr schön in das alte Muster übergeht. „Den gamle talar“ ist ein rein ruhiges Stück. Violine, akustische Gitarre und sanft gespielte Trommeln begleiten den beruhigenden Gesang – toller Song – endlich etwas Abwechslung! Damit der Hörer nicht einschläft folgt „Genom världar nio“. Hier wird auf Schnelligkeit gesetzt. Wieder gibt es was für die Ruhigeren unter uns in der Mitte des Stückes, doch darf auch hier keiner einschlafen, denn eine Gitarre und Falkenschreie mischen sich zwischendurch kurz ein und wecken einen auf. Sehr schön gleitet der Song dann ins Midtempo über und geht am Ende wieder im anfänglichen Rhythmus weiter.

„Visioner pa isen“ sieht auch nicht viel anders aus vom Aufbau: Am Anfang ein elektronischer Part, in der Mitte wieder akustisch und am Ende wiederum härter. „Vargbrodern talar“ ähnelt „Den gamle talar“, doch kommt zum ersten Mal die Maultrommel zum Einsatz, was den Song aber nicht viel interessanter macht. Als nächstes ist „I underjorden“ an der Reihe. Dieser Track gefällt mir sehr gut, da es nicht so klare Abschnitte gibt. Gegen Ende blüht der Song auf und wirkt an einer Stelle fast wie die Beschwörung eines Geistes oder Ähnlichem.

Song Vargstenen mit Hart-Ruhig-Hart Aufbau

„Nio nogdar, nio nätter“ weißt zwar den Aufbau der ersten Lieder vor, aber hat dennoch was eigenes. Der Name des Stückes wird gesungen sehr schön eingebracht und ich denke mir, dass dieses Live eine gute Mitgröhlzeile bietet. Der Albumnamensgeber „Vargstenen“ ist für mich nichts besonderes, er weist wieder den Hart-Ruhig-Hart Aufbau auf.

Laune macht die Violine in „Vedergällningens tid“. Insgesamt wirkt das Lied sehr fröhlich und klingt wie ein Finale aus. Im Outro „Eld“ ist wieder die Maultrommel zu hören, doch diesmal finde ich, bewirkt sie mehr als bisher – schönes Outro.Fazit: Ein schwer zu bewertendes Album. Doch Månegarm haben es eigentlich richtig drauf, wie man in den einzelnen Songs hört, jedoch ist das Album schnell ausgelutscht, da es oft den selben Aufbau in den Liedern selbst gibt. Könnte jemand den Jungs mal erzählen, dass sich Stücke auch zum Ende hin steigern können oder ruhig ausklingen? Die Idee mit dem akustischen Mittelteil ist ja nicht schlecht, aber muss es denn dann gleich fast immer sein? Wahrscheinlich bauen sie so etwas oft ein, da sie die Übergänge wirklich hervorragend beherrschen. Jeder Übergang leitet wirklich über und lässt es nicht so wirken, als wenn ein neuer Song beginnt.

Fazit Manegarm – Vargstenen (2007)

Månegarm-Freunde, wie ich, werden das Album dennoch hören, jedoch vielleicht auch nur die Hälfte am Stück. Naja, mehr Abwechslung und es gäbe mehr Punkte, so ist mehr als eine 3,5 nicht drin…leider.

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Autor: ArchiVader

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