Auch „Stillness of a Moment“ sollte zu einem neuen Schub für den 27 jährigen führen. Das, so sei aber gleich gesagt, gilt nur für eine sehr spezielle Hörerschaft, denn die melancholische und leicht trostlos angehauchte Musik, die er praktiziert, ist nicht für jeden so leicht zu verdauen. Zu den Instrumenten kann man nicht viel sagen. Es ist im Prinzip nur die Gitarre (oder auch mal zwei) im Vordergrund, meist akustisch. Andere Klänge lassen sich nur sekundär wahrnehmen und scheinen auch extra ausgerückt zu sein. Alex Amsterdam beherrscht die Klampfe jedenfalls ohne Beanstandungen, wenn auch scheinbar ausschließlich auf eine langsame oder rhythmische Weise. Der Gesang ist das eigentlich Zentrale in den Songs des Sängers. Er wirkt als essentieller Melodieträger und enthält natürlich außerdem die Message, die vermittelt werden soll. In den Lyrics sind sowohl aufmunternde Worte zu finden, als auch welche, die auf die Missgeschicke des Lebens hinweisen. Weisheit enthalten sie allemal.Insgesamt verlässt sich Alex Amsterdam wohl ein bisschen zuviel auf die düstere Stimmung seiner Fans. Auch die unglaublich pessimistische Vortragsweise führt bei lebenslustigen Menschen eher zu Langeweile. Es ist dann doch etwas zu einfach konstruiert, keine Höhepunkte, keine Spannung immer nur der gleiche Einheitsbrei. Aber wie gesagt: Vielen wird’s gefallen. Der Mehrheit wahrscheinlich nicht. 2,5 Gitarren. Aber trotzdem viel Erfolg!