Wertung: 4 von 10

Nach einer wahren Begebenheit schildert Alex Vonhuttwil in “Mein Tod” die Osloer Black Metal-Szene.


Dieses Buch zu bewerten, ist wahrlich nicht einfach, gibt es doch viele Faktoren, die zu berücksichtigen sind. So ist die erzählte Geschichte eine wahre, die Sprache Vonhuttwils verhunzt jedoch beinahe die komplette Erzählung.

Der Ich-Erzähler Morten trifft seinen Freund und Musikerkollegen Olle erschossen in der gemeinsamen Wohnung an. Der Sänger hat sich umgebracht. Doch anstatt ein Trauma zu erleiden, macht Morten Fotos von dem Toten. Die könnte man doch zu einem provokativen Albumcover umgestalten und vermarkten. Der eigene Plattenladen soll dabei helfen. Und schon zieht der „Svarte Sirkel“ die ersten Schwarzmetaller an. Denn Morten will den Black Metal leben und verbreiten. Der Musiker Rune Rastad hilft ihm dabei. Kirchenbrände sind nur der harmlosere Part…

Der (schwarz)metallische Leser erkennt: Hier stirbt Mayhem-Sänger Dead. Øystein „Euronymous“ Aarseth trifft auf Varg Vikernes (Burzum). Euronymous, Gitarrist bei Mayhem und Gründer des Plattenladens Helvete, schart immer mehr Anhänger des Black Metals um sich, die Szene liefert sich Auseinandersetzungen mit schwedischen Musikern, Deathmetallern, sowie den Christen. Provokatives Auftreten als vermeintliche Satanisten führt zu einer Reihe heftiger Brandanschläge an Norwegens Kirchen.

Wer Varg Vikernes‘ Lebenslauf kennt, der weiß, wie „Mein Tod“ endet. Unschwer am Titel zu erkennen bleibt dem Leser kaum ein Spannungsbogen erhalten. Zumal liest sich Vonhuttwils Erzählung wie ein Polizeibericht, nach Atem ringend wurden hier Worte zusammengeklaubt. Trocken, spröde, langweilig. Schade, dass sich ausgerechnet ein so untalentierter Schreiber dieser Geschichte angenommen hat. Da macht auch Darkthrones Cover von Transilvanian Hunger auf dem Buchdeckel nichts mehr her. Wer dennoch Lust auf schwarze Metallgeschichte hat und diese in rumpelnder, emotionsloser, aber leicht verdaulicher Form verpackt haben möchte, der sollte sich „Mein Tod“ zu Gemüte führen. Heavy Metal Literaturreviews auf Metaller.de!

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