Als die ersten Plakate zu sehen waren, auf denen die Wakeboard-EM und das anschließende Open-Air Konzert mit der Bersenbrücker Band Indoor, den Alternative Allstars, den Heideroosjes und Dover angekündigt wurde, stand sofort fest: Hier darf ein OsnaMetal-Team nicht fehlen..

So standen wir also am 27.08.05 um 18.15 Uhr nach diversen Taschenkontrollen (man durfte mal wieder keine Flaschen mit auf’s Gelände bringen) vor der Bühne, die direkt am Badestrand des Alfsee’s aufgebaut wurde. Anfangs herrschte noch gähnende Leere und so nutzten wir die Zeit vor den Konzerten, um uns auf dem Gelände noch etwas umzusehen. An Fressbuden und Getränkeständen mangelte es auf jeden Fall nicht. Und die sanitären Einrichtungen erschienen mir auch ausreichend vorhanden gewesen zu sein, was auf Open-Air Veranstaltungen ja nicht unbedingt immer der Fall ist.

Nach unserem Rundgang ging es dann auch schon bald mit Indoor los. Die Bersenbrücker Jungs sind von einer gewöhnlichen Schulband innerhalb von zwei Monaten zu einer angesagten handfesten Band zusammen gewachsen; und dann haben die Jungs auch noch den Bandcontest „Rock in der Region“ gewonnen. Da kann man glaube ich wohl von einer recht guten Leistung sprechen.

Während die Bersenbrücker ihre Show durchzogen, bei der sie eine Mischung aus Pop-Rock und Punk-Rock zum Besten gaben, strömten langsam aber sicher immer mehr Zuschauer in Richtung Bühne und so standen gegen Ende des ersten Konzertes immerhin so um die 100 Zuschauer bei der Bühne, um den Klängen von “Indoor“ zu lauschen.

Nachdem die Bersenbrücker die Bühne wieder geräumt hatten wurde alles für die Niederländische Band “Heideroosjes“ und die “Alternative Allstars“ aufgebaut. Wir haben an dieser Stelle diese Pause genutzt um ein kurzes Interview mit dem Sänger der “Alternative Allstars“ zu machen, bevor die große Show losgeht.

Als das wir grade mit dem Interview fertig waren klangen auch schon die ersten Töne aus den Verstärkern der Niederländischen Punk-Maschine Heideroosjes, die seit nunmehr fünfzehn Jahren auf der Bühne stehen, um der Welt zu beweisen, dass Holland mehr als Tulpen, Coffee-Shops und Rudi Carrell zu bieten hat.

Innerhalb weniger Minuten verwandelte sich dabei das zuvor recht zurückhaltende Publikum in eine Wild rockende und pogende Masse, die bei sämtlichen Songs, egal ob nun bei älteren etwas Hardcore lastigeren Stücken oder auch bei den neueren Songs.

Frontmann Marco Roelofs hat selbstverständlich wieder einmal durch das Programm der Band geführt und dabei nicht darauf verzichtet, mit seinem sympathischen gebrochenem Deutsch über diverse typisch niederländische Klischees zu spaßen.

Nach einer kurzen Umbaupause sollte es eigentlich direkt mit den Alternative Allstars weiter gehen, doch leider wollte die Technik nicht so wie sie sollte und das halbe Drum-Set hatte keine funktionierenden Mikrofone. Dennoch fragte Frontmann Claus Grabke die Fans, ob sie lieber warten wollten, oder ob die Allstars auf die funktionierenden Mikros scheißen sollten und trotzdem anfangen sollten zu Rocken. Da sich diese Frage nach einigen Sekunden Jubel quasi von selbst beantwortet hatte, fingen die Jungs der “Alternative Allstars“ mit ihrem grandiosen Konzert auch schon an.

Die Menge Tobte und die pogenden Massen die sich vor der Bühne angesammelt hatten, rockten was das Zeug hielt und die Allstars gaben mit einer Mischung aus alten und neuen Songs auch allen Grund dazu.

Nachdem die Allstars mit ihrer Show fertig waren begann schlagartig hektisches Treiben auf der Bühne, Verstärker wurden umgebaut, Mikrofone neu positioniert und die Monitoranlage neu ausgerichtet. Alles wurde bereit gemacht, um den Haupt-Act des Abends bestmöglich zu präsentieren. Die Rede ist von Dover. der 1993 gegründeten Spanischen Vorzeigeband in Sachen Rock, die, laut Pressetexten, in Spanien berühmter als der Papst sind!

Die Stimmung am Alfsee wurde mit jeder Minute, in der Frontfrau Cristina Llanos und die anderen Bandmitglieder ihr Können präsentierten, besser und besser, und die Zuschauer feierten die Band, als wenn’s kein Morgen gäbe. Mit mächtig dDruck hinter den Gitarren und einem amtlichen Bassfundament rockten die vier von Dover die letzte Energie aus den Besuchern bis dann irgendwann der Zeitpunkt kam an dem der letzte Song angekündigt wurde…

Die Band stand schwitzend in der Kühle des Abends, dampfend und sichtlich erschöpft im Licht der Scheinwerfer und mobilisierte noch einmal zum finalen Song ihre letzten Kräfte um auch noch die letzten, die vom Pogen und Abrocken nicht genug zu bekommen schienen, ruhig zu stellen.

Unter Jubel und Beifall verließen Dover anschließend die Bühne und langsam kehrte wieder Ruhe am Alfsee ein.

Fazit: Wer auf gute Rockmusik steht, gerne mal bei einem Konzert richtig abrockt und die Sau raus lässt, hat definitiv etwas verpasst, wenn er nicht auf dem Alfsee Open-Air war!

Bleibt nur zu hoffen, dass das Ganze nicht nur eine einmalige Veranstaltung bleibt, die aufgrund der Wakeboard-EM stattgefunden hat.

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Location: Alfsee Rieste
Datum: 2005-08-27
Autor: Patrick


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