Wertung: 6 von 10

Ich muss gestehen, dass mir Alghazanth bis dato noch kein Begriff waren. Entsprechend überrascht war ich dann auch als ich las, dass die Jungs schon seit 18 Jahren durch die Black Metal Szene im Land der tausend Seen schippern und mit „The three faced pilgrim“ bereits Album Nummer sieben am Start haben. Ziemlich beachtlich wenn man bedenkt, dass der große Durchbruch bislang ausblieb und man auch schon diverse Besetzungswechsel hinter sich hat.


Insgesamt ist „The three faced pilgrim“ ein durchaus ordentliches Album, welches allerdings zunächst ein wenig sperrig wirkt und einige Durchläufe benötigt um sich voll zu entfalten. Die sechs überlangen Stücke kommen insgesamt auf eine Spielzeit von gut 46 Minuten und sind allesamt sehr vielschichtig und komplex arrangiert. Bereits der fast zehn minütige Opener „In your midnight orchard“ hat es in sich. Nach einem kurzen langsamen Part geben die Jungs so richtig Gas und feuern die ein oder andere Blast Beat Attacke ab. Dazu gesellt sich der Krächz-Gesang von Sänger Thasmorg. Relativ zügig begibt man sich dann aber wieder in ruhigere Gefilde und erzeugt mit atmosphärischen Synthies und ausladenden Arrangements eine durchweg melancholische Stimmung.

Leider verlieren sich die Jungs dann zu sehr in Kleinigkeiten und verpassen es den Stücken etwas Markantes zu verpassen. Und so kommt es dass die nächsten Stücke mehr oder weniger belanglos dahin plätschern und nicht wirklich viel im Ohr hinterlassen. Sowohl „To the pear on high“ wie auch „Promethean permutation“ lassen jegliche Ecken und Kanten vermissen. Hinzu kommt das etwas ungenaue Schlagwerk, welches gerade bei den schnellen parts nicht im ganz im Tempo zu sein scheint. Erst ab „Adra Melektaus“ können Algazanth wieder überzeugen, zumal man hier auch mal einen etwas anderen Rhythmus vom Schlagzeug hört, der Gesang etwas abwechslungsreicher ist und das dezent eingesetzte Keyboard den Songs eine besondere Art von Tiefe verleiht. „With sickle, with scythe“ zeigt dann noch einmal die Stärken der Band. Kraftvoller und variantenreicher Gesang, gute Arrangements und düstere Akkorde vom Keyboard. Alles in allem ein sehr gelungener Schlusspunkt.

Doch auch wenn „The three faced pilgrim“ hier und da seine Lichtblicke hat so wird es doch für die meisten uninteressant bleiben. Dafür fehlt es den Stücken doch an Wiedererkennungswert und Eingängigkeit. Für Fans des Genres lohnt sich aber auf jeden Fall mal rein zu hören.

Tracklist:

  • 01.In your midnight orchard
  • 02.To the pearl on high
  • 03.Promethean permutation
  • 04.Adra Melektaus
  • 05.As it is fated
  • 06.With sickle, with scythe

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