Ca. 2000 Menschen aus dem Ruhrpott, aber auch ganz Deutschland und anderen Ländern, machen sich über einen langen und steilen Pfad zur Spitze des Bergs auf, auf dem die Zelte aufgestellt wurden. Auch in diesem Jahr ist das Angebot von Parkplätzen in unmittelbarer Nähe sehr gering.Erschwerend dazu kam, dass an der Landstraße gegenüber vom Eingang niemand mehr parken darf. Der nächste Parkplatz ist im Gewerbegebiet Nord, mit ca. 20 Minuten Laufweg etwas weiter außerhalb gelegen.

Nach Ankunft an der Halde wandern die einen mit ihrem Hab und Gut und Bier auf den etwa 100 Meter großen Berg, die anderen lassen sich für 1,50 € pro Kopf mit einem kleinen Shuttlebus nach oben transportieren. Die Camper sind hier oben unter sich und genießen einen tollen Ausblick. Das macht dieses Festival für viele Besucher einzigartig: „ Man ist hier unter sich, stört niemanden mit lauter Musik oder auch Rumgröhlerei und genießt einen wunderschönen Ausblick!“ Die Stimmung auf der Halde wirkt fast schon familiär, mit vielen bekannten Gesichtern, welche man bei zahlreichen Konzerten aus der Umgebung oder den nächtlichen Besuchen in der eingesessenen Metal-Kneipe/Disco antrifft.

Bei gutem Wetter wird auf drei Tage Musik und natürlich Zusammensitzen und sein Bierchen in Gesellschaft angestoßen.

Die Bierpreise wurden ein wenig erhöht: 2,00 € für 0,5l Pils, jedoch ist der Preis im Verhältnis zu anderen öffentlichen Veranstaltungsbierpreisen noch sehr fair angesetzt, sodass es sich kaum lohnt mit Bierkästen den Dong-Berg hochzukrücken.

Zum Mampfen hat man standartmäßige Imbissbuden (Asia, Döner, Burger, morgens Frühstücksbrötchen) vor Ort, was aber bei einer Größenordnung von 2000 Leuten völlig ausreichend ist.

Donnerstagmittag wird das Festival offiziell im Rahmen des Wacken Metal Battles von Aeons Confer und J.T. Ripper eröffnet. Als Sieger geht J.T Ripper nun zum diesjährigen Wacken Metal Battle als deutscher Finalist ins Rennen.

Die Bühne ist dieses Jahr geprägt von verschiedensten Musikrichtungen. Von Rock’n’Roll, welchen Crossplane zum Besten gaben, Power Metal mit weiblicher Frontsängerin (Exotoxis) bis hin zum Melodic Death Metal kamen musikalisch alle auf ihre Kosten. Um 23:00 Uhr kommt mit Sodom der erste Headliner des Festivals auf die Bühne. Mit Tom Angelripper, auch bekannt für sein Soloprojekt Onkel Tom, gibt das Essener Thrash-Trio mit gewohnt rasanten Gitarrenriffs den Abschluss des ersten Festivaltages.

Am nächsten Tag eröffnen Scornage, mit ebenso rasantem Thrash, bereits ‘früh am Morgen’, um ca. 11.45 Uhr, die Bühne.

Nach und nach werden auch die restlichen Menschen auf dem Festivalgelände wach, die sich den Tag über mit weiteren Bands wie Elvenpath, Kadavrik, Hatred und anderen begnügen dürfen. Nebenbei gibt es die Möglichkeit sich am Bierstand von Desperados etwas Leckeres zu trinken zu gönnen oder in den kleinen Merchzelten zu stöbern.

Gegen 20.35 Uhr kommt der erste Headliner des Abends auf die Bühne: Finntroll. Mit einer Mischung aus Folk, Humppa und Metal übernehmen die Jungs die Bühne und begeistern die Meute. Auch Besucher, die vom Zeltgelände der Musik ‘lauschen’, lassen sich mitreißen. Der zweite Headliner und somit letzter Artist des Abends bringt die Bühne und ihre Insassen mit schnellen Gitarrenriffs zum Beben. Mit gewohnter Bekleidung und Maske schließen Powerwolf den Abend mit Würde und einer super Show ab. Neben den Konzerten am Abend gibt es auf dem Zeltgelände eine Schaumparty, organisiert durch eine Gruppe von Campern, die von der Freiwilligen Feuerwehr mit Wasser versorgt wird. Der Pavillon, in dem die Party stattfindet, quillt vor Schaum und Menschen über.

Sonntagmittag starten Act of Worship den Tag mit einer deftigen Portion Death Metal, der auch hier als ‘Hahn der Camper’ dient. Nach und nach füllt sich die Halle bei Konzerten von Godslave, den UnBaCo-Gewinnern Acyl, Any Given Day und weiteren Bands. Während der Konzerte gibt es mit der Freiwilligen Feuerwehr eine Rutschpartie auf der Zeltwiese des Geländes, an der sich einige Leute beteiligen, die sich ebenso von der Hitze erfrischen wollten. Abends gibt es, zum Anschluss an den vorigen Abend, eine organisierte Schaumparty in einem abgezäunten Gebiet, um den Boden zu schonen.

Die Meute wartet sehnsüchtig auf den Hauptact des Festivals.

Vorher geben jedoch Skyclad, die erste ausländische Band, die je auf dem Dong gespielt hat, und Born From Pain ihr Bestes, um die Fans fit zu halten. Um 22.35 Uhr ist es dann soweit: Soulfly betritt die Bühne, die Halle ist voll und die zugelassenen Fotografen drängeln sich vor der Bühne um die beste Sicht. Die Amis haben mit ihrem Auftritt ein musikalisches Top-Festival mit Ehre beendet. Als After-Show-Act kommen nach Soulfly die Jungs von Kamikaze Kings, die mit ihrem Auftreten einen musikalischen Blickfang darstellen.

Soundtechnisch hat der Mann am Mischpult sehr gute Arbeit geleistet. Die Bühne ist übersichtlich, jedoch nicht zu klein, dass die Künstler sich nicht gegenseitig auf dem Schoß sitzen müssen. Jeder hat also genug Platz, um eine gute Show bei gutem Sound zu präsentieren. Von Gedränge ist nur bei den Mainacts die Rede, und es gibt genug Platz für jeden Fan für Pogo, Matte schütteln oder in Ruhe weiter hinten seine Kanne Bier schlürfen. Die Bands sind insgesamt sehr fanbezogen und lassen sich nicht lumpen auch mal ein paar Fotos oder eine Runde Arm-Drücken mit ihren Fans zu machen. Eine sehr ruhige und freundschaftliche Atmosphäre zwischen Fan und Band.

Alles in allem hatten Besucher, so wie auch Künstler und alle Beteiligten ein super Wochenende mit tollem Wetter, abwechslungsreicher Musik und friedlicher Atmosphäre. Das Ruhrpott-Metal-Festival hat mit oben genannten Kriterien so wie mit der Top-Location großes Potenzial sich einen größeren Namen zu machen. Nun geht’s in die Planung für das Dong Open Air 2014…

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