Almah, das ursprüngliche Soloprojekt von Angra Fronter Edu Falaschi, hat sich mittlerweile zu weitaus mehr entwickelt, und nach anfänglichen Line Up Schwierigkeiten, scheint sich auch mit diesem Album, das den Namen „Fragile Equality“ trägt, eine feste Band heraus zu kristallisieren.

Und das wird auch Zeit, es wäre schade, wenn eine Band, die so sich so stilsicher in einem Genre bewegt, in der Vergessenheit verschwinden würde.

Zumindest, wenn Almah dem treu bleiben, was sie auf diesem Album bieten. Beginnen wir mit dem Gesang. Ganz typisch trieft das Album vor episch, lang gezogenen, fast beschwörerischem Gesang, das mich teilweise an Rhapsody (of Fire) erinnert, gemischt mit Hammerfall artigem Chorus. Da liest man schon, was ich höre: es wird wuchtig. Schon zu beginn, mit „Birds of Prey“ wird die Tendenz des Albums bestimmt, nach introierendem Gitarrensolo wird gleich Gas gegeben. Hämmernde Drums, gleich zweimal Guitars und etwas zurückhaltender Bass brechen auf den Hörer ein, das es eine Freude ist. Zwar wird sich dabei fröhlich an Stratovarius orientiert, dafür aber ohne aufkommende Langeweile oder den Schmalz, den man von Rhapsody gewöhnt wäre. Dafür wird den Gitarristen viel Platz für Spielereien frei gehalten, es gibt in nahezu jedem Song ein ausschweifendes Gitarrensolo.

Almah haben sich eindeutig etwas bei der Konstellation der Songs gedacht. Das Album macht eine Parabel, sinkt die ersten 5 Songs hinab, in eine immer düster werdende Stimmung, verlieren am Tiefpunkt an Tempo und lassen etwas gedrücktere Stimmung zu. Daraufhin wird der Sound aber wieder schneller, härter und satter um dann so zu enden, wie es begann.

Das macht ein schönes Hörerlebnis, es wird eine runde Sache geschaffen, allerdings, wenn man nicht in der Stimmung für etwas wehleidige Stücke hat, überspringt man einfach solche Songs.

Wer sich aber für Power Metal, wie Stratovarius, oder etwa Hammerfall begeistern kann und denk, das Rhapsody manchmal einfach zu langsam oder episch sind, dem Alestorm zu Piratenlastig sind dem kann ich dieses Album ans Herz legen.

Es wird eigentlich nichts falsch gemacht, das gesamte Konzept ist gut durchdacht und es wird gute Ware mit Mehrhörwert geliefert.

Allerdings wird auch nicht MEHR gemacht. Etwas, was den Topscore verdient machen würde. Prinzipiell haben diese Scheibe schon andere vorher rausgebracht, zugegebenermaßen auch schlechter oder besser, aber für meine Begriffe fehlt das eindeutige Gesicht, der eigene Stil. So ein Album gab es schon von Stratovarius oder anderen. Meistens recht früh und dann auch meist noch in der Phase wo man sich noch ein bisschen orientiert hat.

Almah machen ihre Sache gut, aber ich würde gerne das dritte Album abwarten, bevor ich irgendeinen Topscore gebe. Mag sein, das dann die Bewertung in den Keller geht.

Somit gibt’s von mir wohlverdiente 4 von 5 Gitarren.

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