Eine growlende Männerstimme trifft auf hohe Femalevocals und das Songwriting ordnet sich der Atmosphäre unter. Dazu ein allzeit präsenter Synthetic Teppich- einfach herrlich. Genaueres später!

Amatris, das sind Helge Barth (Vocals) und Holger Warschkow (Bass). Für ihre Produktion holten sie folgende rumänische Gastmusiker dazu: Cezara Berezovschi (Vocals), Cristian Rachitovan (Guitars), Mihai Berdeiu (Keyboards) und Mihai Toma (Drums and Programming).

Warum gerade rumänische Gastmusiker geholt wurden lässt sich nicht sagen -vielleicht wegen der mystischen Ausstrahlung der Heimat Graf Draculas – Aber sie zeigen definitiv dass sie es musikalisch drauf haben. Auch wenn man bedenkt, dass die meisten Songs hoffnungslos zu lang sind und dieser Länge nicht gerecht werden und wenn man beachtet, dass es schon viele Scheiben dieser Art gibt-

Meiner Meinung nach ist „Before The Final Journey“ eine exzellente Gothic-Metal Scheibe geworden.Um nun noch mal auf die musikalischen Fähigkeiten von Amatris zurückzukommen:Im gesamten Album ist eine Synthese von traditionellen Gothic Elementen (wie Klavier, Synthies sowie Chören) und modernen Elementen (wie die Nähe zu anderen Metalarten und die Femalevocals) zu beobachten. Auffällig ist die Stimme von Fronter Helge Barth, sein Spektrum reicht von einer Opernhaftigkeit á la Lacrimosa über normale Rock-Passagen bis hin zu tiefen Growls. Insgesamt ist die Platte sehr text- und gesangslastig. Oft werden die Strophen mehrfach wiederholt und drängen damit den Rest der Band mit ihrer guten Leistung in den Hintergrund. Soli und Instrumentals sind eher selten- schade! Allerdings sind die eindringlichen Hooklines und die gekonnt aufgebauten Melodiebögen wirklich wunderbar anzuhören und eine Phantasiewelt entsteht.

Die Lyrics halten sich generell eher an die klassischen Inhalte wie Verzweiflung, Wut und Traurigkeit. Aber dieses ist meiner Meinung nach nicht abzulehnen sondern betont nur den klassischen Stil dieser Produktion. Einflüsse von Bands wie Moonspell, Crematory oder Theatre Of Tragedy sind nicht von der Hand zu weisen.Bemerkenswert ist vor allem Track 7 „Das Gesicht Der Wahrheit“ welches leider das einzig deutschsprachige Stück auf der Scheibe bleibt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass gerade dieser Song noch seinen Weg in die Gothic/EBM/Wave Discos finden wird. Und das ohne Probleme! Weitere Anspieltipps sind Track 8 „Stupid Puppets“ sowie Track 4 „Valahia“. Insgesamt kann ich sagen hat mir die Platte echt gut gefallen und ich kann sie nur uneingeschränkt weiterempfehlen- sofern ihr Anhänger des eher klassischen Gothic-Metal seid!

Es gibt 4 von 5 Punkten von mir!