Nunja, ich denke ein bisschen von allem. Die Grundstruktur der Songs ist sicher powermetallisch angehaucht, straighter Aufbau und viel Melodie. Hinzu kommt eine ständige orchestrale, wohl keyboardgenerierte Untermalung. Die Gitarren geben sich mehrstimmigen Soli hin und liefern auch im Rhythmusbereich eine ordentliche Leistung ab. Wo wir gerade beim Rhythmus sind, soll hier darauf hingewiesen werden, dass eben jene Sektion millisekunden genau ihre Arbeit verrichtet.Am Bemerkenswertesten ist jedoch die Stimme von Heidi Parviainen, die opernhaft durch die Lüfte schwingt und somit natürlich Vergleiche (was das Genre angeht) zu frühen Nightwish heraufbeschwört. Dabei macht sie ihre Sache sichtlich gut. Einziges Manko ist leider dabei, dass den Songs der hohe Ohrwurmcharakter fehlt, was nicht zuletzt an dem nicht ganz so eingängigen Songmaterial liegt. Es bleibt auch bei mehreren Hördurchgängen nicht sehr viel hängen. Positiv ist dagegen die Produktion zu erwähnen. Alle Instrumente kommen klar und druckvoll aus den Boxen und sind auch gut differenzierbar. Einzig der Bassdrum fehlt es ein wenig an wums, was aber nicht weiter ins Gewicht fällt. Bleibt letztendlich eine Bewertung im Mittelfeld, was in Anbetracht dessen, dass es sich um das erste Album der Band handelt, keine schlechte Wertung ist.