Mit einem sensationellen Line-up trumpfte am vergangenen Wochenende das VIII. Amphi Festival – The Orkus Open Air auf. Über 16000 Anhänger der schwarzen Szene feierten bei perfektem Festivalwetter.


Unsere Anfahrt erfolgt am Samstagvormittag nach einer nervenaufreibenden Fahrt durch die Baustelle Köln. Die Stimmung ändert sich jedoch schlagartig mit dem Eintreffen am Kreisverkehr, der zu den Parkplätzen des Messegeländes führt, von den fröhlich freundlichen Parkanweisern in Empfang genommen und zum entsprechenden Parkplatz geleitet. An dieser Stelle muss man schon das erste Lob aussprechen für die perfekt organisierte Parkplatzsituation in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände.

In wenigen Minuten sind wir dann auch schon angelangt, ruck zuck haben wir unsere Presseausweise und es kann losgehen. Beim Betreten des Geländes fällt eines sofort auf: dieses Festival ist ausverkauft! Sämtliche Facetten der schwarzen Szene spiegeln sich in den unterschiedlichen Outfits der Festivalbesucher wieder (Cyber, Steam Punk, Barock oder Fetisch, um nur Wenige zu nennen).

Der erste Tag beginnt für uns mit dem Auftritt von X-RX im Staatenhaus, eine große Halle, in der sich die zweite Bühne befindet. Meiner Meinung nach eine gute Wahl, den Auftritt der Band in der Halle stattfinden zu lassen, wurden doch die elektronischen Klänge im vergangenen Jahr quasi vom Wind davon getragen. Davon abgesehen wirkt das Cyberleuchten im Dunkel der Halle ja viel besser. In gewohnter Manier angemalt performen die Jungs ihre Songs wie Hard Face, Tanz Schlampe, Push It und Stage 2. Eine Musik, die ohne einen bestimmten Apfel auf der Bühne nicht funktioniert. Leider müssen die Jungs hinnehmen, dass sie vor einem Versagen der Technik, Apfel hin oder her, nicht gefeit sind. Dies tut der Stimmung jedoch keinen Abbruch und nach einer kurzen Unterbrechung wird -wie passend- zu Update trotz der leicht tropischen Luft weiter gecybert.

Dann machen wir erstmal einen Gang über das Festivalgelände. Ein Gothic-Festival wie das Amphi ist wie oben schon erwähnt auch immer Schaulaufen und so lohnt sich das ein oder andere Foto. Auch die exzellent sortierte Händlermeile lädt zum Verweilen ein und so werden erstmal neue Sonnenbrillen gekauft. Auch für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Fast kann man den Eindruck gewinnen, auf einen großen Jahrmarkt gelangt zu sein, denn selbst an Popcorn, Zuckerwatte und Schokofrüchten fehlt es nicht.

Weiter geht es für uns mit Corvus Corax, quasi dem totalen Kontrastprogramm zu X-RX, auf der Mainstage. Die Mittelalterband erzählt ihre Geschichten der alten Völker der Wikinger und Kelten und spielt altirische Tanzlieder. Lieder wie In Taberna und Venus, Vina, Musica werden unter viel Nebel und Dudelsackgetöse zur Begeisterung des Publikums vorgetragen.

Camouflage trumpft im Anschluss mit ihren Klassikern Love Is A Shield und The Great Commandment auf. Leider kann ich nur einen Platz rechts von der Mainstage ergattern, wo der Bass einfach nur die Ohren vibrieren lässt.

Und dann, endlich, folgt mein persönliches Highlight des ersten Festivaltages:EISBRECHER. Es ertönt ein Intro während die Band unter großem Jubel des Publikums Einzug auf die Bühne hält. Der Checker hat sich zur Freude der weiblichen Fangemeinde besonders herausgeputzt und hat ein Schiffchen auf dem rasierten Schädel. Als ersten Song des Abends spielt die Band Exzess Express aus ihrem aktuellen Album. Im Anschluss zieht Checker Alexx das Schiffchen zum Dank an die Fans für den tosenden Empfang. Eins merkt man sofort, die Laune des Sängers ist phantastisch und er hat Spaß daran, den Festivalbesuchern einen phänomenalen Auftritt zu bieten. Und das tut er denn auch mit Kinder Der Nacht, Verrückt, Leider und Herz Aus Eis. Bei Amok schlägt Drummer Achim mit neongrünen Drumsticks auf Fässer ein. Weiter geht es mit den Titeln Prototyp, Schwarze Witwe, Vergißmeinnicht und Heilig. Zur Krönung gibt es noch eine Jodeleinlage bevor es mit This Is Deutsch und Miststück weiter geht. Dann wandert Alexx durch’s Publikum und gibt Rock Me Amadeus von Falco zum Besten. Es folgt ein Instrumentensolo. Der Auftritt endet mit Die Hölle muss warten. Ich muss schon sagen, Eisbrecher hat sich mit diesem Konzert selbst übertroffen!

Nach so viel Power geht es dann bei der Rocklegende The Sister Of Mercy sehr viel ruhiger zu. Zu ruhig für uns. Wir wechseln wieder in das Staatenhaus zu Apoptygma Berzerk, wo Frontmann Stephan mit seiner nahezu greifbaren Energie uns mitreißt. Ob Old School, Synthi Pop oder Electro Rock die Fans lieben, was Apoptygma ihnen liefert.

Mit diesem Auftritt endet dann auch unser erster Tag. Erschöpft, aber zufrieden und glücklich fahren wir Richtung Hotel.

Line-up Samstag, 21.7.2012:

Mainstage:

  • The Wars
  • A-Life Divided
  • Spetsnaz
  • Mind.In.A.Box
  • Corvus Corax
  • Camouflage
  • Eisbrecher
  • The Sisters Of Mercy

Staatenhaus:

  • Eisenfunk
  • Tyske Ludder
  • X-RX
  • Seabound
  • Assemblage 23
  • Sitd
  • Haujobb
  • Nachtmahr
  • Apoptygma Berzerk
  • DAF

Teil 2 hier

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