Wertung: 7 von 10

Brav sehen sie aus, die Herren von An Early Cascade auf dem Foto, was einem entgegenspringt, führt man sich die Homepage der Band mal zu Gemüte.


Anscheinend haben die Schwaben einen Fimmel für karierte Hemden.

Alles andere als brav geben sie sich hingegen auf ihrer neuen EP „Your hammer to my enemy“, welche dieser Tage auf Midsummer Records erschienen ist und der hiesigen Metalcore Gemeinde sicherlich ein kleines Stück Musik mehr in das CD-Regal zaubert. Gerade die Stuttgarter Szene scheint ein geheimer Sammelpunkt im Bereich core-lastiger Musik zu sein, saß ich doch erst vor ein paar Tagen an der letzten CD der ebenfalls aus der Landeshauptstadt kommenden Subterfuge Carver.

Dennoch geht man bei An Early Cascade etwas andere Wege. Hier herrscht Metalcore pur, vielleicht an einigen Stellen etwas noisig, aber nie nervig.

Songs wie das eröffnende „Red rivers“, das mit kleinen Melodien aufwartende „Avarice Act“, oder das groovig-lässige Zwischenspiel „King Kindly“, alle diese Songs zeigen auf beeindruckende Weise die Spontaneität und den Einfallsreichtum der heutigen musizierenden Jugend. Wo alte Werte des Metals verblassen und der Wunsch nach neuem, modernen aufblüht, da fühlen sich die Jungs zu Hause. Dort wird brachial zugehauen, hier wird einfühlend mitgedacht.

Die Produktion ist recht gut ausgefallen, die Drumms drücken richtig schön und alles ist klar und deutlich zu vernehmen. Steht also einer guten Bewertung nichts im Wege. Für diese EP, die übrigens noch mit zwei Bonustracks ausgestattet ist und somit auf eine halbe Stunde Spielzeit kommt, vergebe ich 3,5 Gitarren.