Wertung: 10 von 10

Was für ein Traumstart in ein neues Jahrzehnt! Anhänger des klassischen, symphonischen und bombastischen Power-Metals, haltet euch fest, denn hier kommt einer der großartigsten Sänger und Musiker, die das Genre zu bieten hat. Andre Matos meldet sich mit seiner Solo-Band und dem zweiten Album „Mentalize“ zurück.


Schon das Debut „Time To Be Free“ wusste zu überzeugen, der neue Nachfolger steht dem aber absolut in nichts nach. Im Gegenteil! „Mentalize“ geht vom ersten bis zum letzten Ton ins Ohr, von fetten Chören über druckvolle Doublebass und klassische Orchester-Parts bis hin zu rasenden Gitarrensoli, ist einfach alles dabei.

Unterstützt wird Herr Matos dabei, wie schon auf dem letzten Album, von ehemaligen Kollegen und Weggefährten aus Angra– und Sha(a)man-Zeiten. Dies wären André „Zaza“ Hernandes sowie Luís und Hugo Mariutti an den Saiteninstrumenten und Keyboarder Fabio Ribeiro. Komplettiert wird das Line-Up durch Eloy Casagrande, dem Ausnahme-Drummer-Wunderkind, das schon auf der vergangenen Tour unglaublich überzeugend den Takt angab.

Schon das kurze, düstere Intro und das folgende „Leading On!“ lassen ahnen, dass es Andre Matos gelungen ist, dem gelegentlich ausgelutscht erscheinenden Genre, frischen Wind einzuflößen, ohne von seinem Weg abzuweichen. Kraftvoll, schmissig, eingängig, dynamisch – so muss Power-Metal klingen! Dabei wird immer deutlicher, dass „Mentalize“ immer wieder auch Tribut an andere Meisterwerke der Musikgeschichte zollt, jedoch ohne zu kopieren. So startet das rockigere „I Will Return“ mit einem Chor, der zweifelsohne an Queen denken lässt. Nicht zuletzt ist Andre Matos hierzulande auch bekannt durch seine Parts in „Avantasia – The Metal Opera“, das hört man mehr als deutlich in den klassischen Power-Metal-Riffs und Melodien von „Shift The Night Away“.

Moderner kommt „Someone Else“ daher, mit elektronischeren Klängen und einem spannenden Duett zwischen Andre und einem verzerrten Alter Ego. Auch der Titeltrack „Mentalize“ balanciert zwischen klassischen Power-Riffs, Doublebass und spacigen Keyboardklängen mit einem Rhythmus, bei dem man den Kopf einfach nicht mehr stillhalten kann – Headbangen angesagt!!

Ohne geht es nicht – aber auch die beiden Balladen „Back To You“ und „A Lapse In Time“ passen gut ins Gesamtbild des Albums.

Als Bonus-Track gibt es noch ein besonderes Schmankerl: Eine Reise zu Andre Matos musikalischen Wurzeln mit einer komplett neu arrangierten Version des Songs „Don’t Despair“, der sich auf der ersten Angra-Demo befand.

Insgesamt lässt sich nur sagen, hier hat Herr Matos ein rundum stimmiges Meisterwerk geschaffen, es wird wohl verdammt schwer, das in diesem Jahr noch mit irgendetwas zu toppen – ich habe mein Album des Jahres jedenfalls schon gefunden!

Tracklist

  • 01. Leading On!
  • 02. I Will Return
  • 03. Someone Else
  • 04. Shift The Night Away
  • 05. Back To You
  • 06. Mentalize
  • 07. The Myriad
  • 08. When The Sun Cried Out
  • 09. Mirror Of Me
  • 10. Violence
  • 11. A Lapse In Time
  • 12. Powerstream
  • 13. Don’t Despair

TOPSCORE!

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