Wertung: 6 von 10

Dreht man die Zeit um 20 Jahre zurück landet man in einer musikalischen Epoche, in der Synthie-Pop/Rock Bands wie “Depeche Mode“ oder “Tears for Fears“ populär wie nie zuvor waren.


Wer diese Zeit wieder auferstehen lassen will, dem sei das neue Album der Deutschen Band Anonymous Dream, “Brilliant & Dangerous“ ans Herz gelegt.

Nicht nur, dass Anonymous Dream die alt bekannten Sounds und Elemente, die damals Typisch für die Synthie-Musik der 80er waren, wirklich gut wieder belebt haben. Die 3 Musiker werteten die Songs mit modernen Elementen aus Trance und Rock weiter auf.

Die teilweise etwas traurig klingende Gesangsstimme, die etwas an den Sänger von “Ultravox“ und “HIM“ erinnert, kann durch eine gewisse Tiefe und ein für das Genre typischen Charakter überzeugen. Leider sind die Melodien und die Rhythmen meiner Meinung nach etwas zu sehr in den Hintergrund gesetzt worden und der Gesang zu sehr in den Vordergrund, so dass der Druck in der ganzen Musik etwas fehlt. Die Gitarren, Drums und Synthesiser klingen schön fett und sind präzise eingespielt bzw. programmiert worden, aber wie schon gesagt… es fehlt einfach der sogenannte “Druck“.

Bei den Songs die in Deutsch gesungen wurden lässt sich eine gewisse Ähnlichkeit zu etwas provokanteren und härteren Bands wie “Deine Lakaien“ auch nicht ganz abstreiten.

Der Opener “Lonely Angel“ der auf sphärische Art mir leichten Spuren von Trance daher zieht, erinnert ein wenig an die nicht ganz unbekannte Band “A-HA“. Song Nr. 6 “From The Source“ ist ein Mix geworden, der irgendwo zwischen den Anfängen von „Rammstein“ und „Depeche Mode“ liegt, während “Behind The Planets“ zum zweisprachigem Wave, der anfangs etwas seltsam erscheinen mag, wurde.

“The Sun“ ist ein Stück geworden, das mit einem dicken Klangteppich butterweich zum abschließenden Song “Vertrautes Land“ überleitet, der wie ein alter Hit aus den frühen Achtzigern klingt.

Die Frage, die sich bei diesem Album allerdings stellt, ist, ob sich für diese Art von Musik heutzutage überhaupt ein Publikum findet? Genug Potential um ein bekannter Akt in der Szene zu werden, ist auf jeden fall schon einmal gegeben. Nur am Sound sollte noch etwas gearbeitet werden.

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