Der Titel des Albums ist Konzept, und was für eins: neben energiegeladenen, typischen Instrumentalstücken im bekannten Apocalyptica-Gewand gaben sich zahlreiche, hochkarätige Gastmusiker die Ehre, u.a. Till Lindemann, Dave Lombardo, Corey Taylor, Christina Scabbia uvm.. So unterschiedlich wie die Gäste sind auch die auf der neuen CD enthaltenen Songs: jeder Track ein kleines Werk für sich. Unglaublich vielseitig und spannend bis zur letzten Minute bekommt das treue Fanherz annähernd 50 Minuten begeisternde Arrangements geboten oder auch einfach nur mal so richtig was auf die Lauschlappen. Der Sound ist dabei – wie erwartet – ein absoluter Hammer.

Die Celli werden teilweise verzerrt und klingen fast wie E-Gitarren, an anderen Stellen sind sie klassisch und atmosphärisch. Das war sicher von jedem Fan zu erwarten, aber was ich sagen will: „Worlds Collide“ ist durch und durch eine Metal-Platte, mit Wumms und Knüppel und Klatsch auf die Zwölf, aber auch mit sehr feinfühligen Passagen. Einzig in NU-Metal – lastigen Passagen oder Songs wie „I’m Not Jesus“ rücken die Celli deutlich in den Hintergrund und können kein musikalisches Rückrad bilden. Dieser im Vorfeld ausgiebig gefeierte Song ist dabei seltsamerweise der schwächste, den ich auf dem ganzen Album entdecken konnte. Besonders gefällt mir hingegen der David Bowie – Coversong „Helden“, welcher wie kein anderer Song den Titel des Albums bestätigt und Welten zusammenprallen lässt. Ein anderes Highlight ist der Brecher “Last Hope” mit dem Gastmusiker Dave Lombardo (Slayer), hier bekommt der Hörer ganz genau das, was er sich erhofft.

Insgesamt betrachtet ist es überraschend, wie viel Freiheit sich Apocalyptica nimmt, ohne dabei Chaos und Willkür zu benennen. Fazit: In Deutschland ist die Scheibe bereits in den Top10 und das meiner Meinung nach zu Recht.

+ Das Album gibt es auch in der Deluxe-Version, wo euch die Bonustracks „Ural“ und „Dreamer“ den Rest geben sollen.

Anspieltipps: „Ion ”, „Helden” und „Stroke”