Zugegeben früher habe ich diesen Musikstil äußerst gerne gehört, aber seit einigen Jahren liegt über ihm doch eine ziemliche Staubschicht. Dennoch lass ich mich mal wieder gerne eines Besseren belehren.Nach dem ersten Hören kann ich mir dann auch ein Bild davon machen, wie Crossover heutzutage zu klingen hat und muss sagen er gefällt mir besser als die alte Variante. Dennoch ist nicht alles Gold was glänzt. Leider habe ich für meinen Geschmack zu schnell und vor allem viel herausgehört welche Bands als Inspiration gedient haben und da muss ich die für mich am häufigsten Auftauchende nennen. Das ist keine geringe als Korn an die sich mal der Gesang oder dann das eine oder andere Riff stark anlehnt. Da es sich hier um eine EP handelt, kommt bei den fünf Stücken bei mir während des ersten Hörens auch keine Langweile auf. Doch als ich die Scheibe in den Repeatmodus stelle und dann drei Mal nacheinander höre, klingen die Lieder doch fast alle gleich. Das ist ein Kritikpunkt, sowie die Tatsache, dass der Sänger bei den cleanen Parts mich so gar nicht vom Hocker reißt. Wenn aggressiver zur Sache gegangen wird gefällt mir der Gesang gleich wesentlich besser. Das ist mein Rat an die Band, ich weiß aber nicht ob sie ihn annimmt.Technisch ist an der Umsetzung der Musiker nichts auszusetzen. Bei den Songs möchte ich noch bemängeln, dass sie in der Regel in meinen Augen zu einfach gestrickt sind, da wäre etwas mehr Komplexität wünschenswert. Daher klingen sie in meinen Augen auch alle irgendwie gleich. Der einzige Song, bei dem ich hellhörig geworden bin, ist „Suicide School“. Die Gitarre klingt bei diesem Song zwar zu sehr nach Korn’s „Blind“, aber die Refrains sind dafür richtig gut.Und als dann ein Sänger auf den Plan tritt, der fast genau wie Jello Biafra von den Dead Kennedys klingt, habe ich diesen Song als meinen Liebling der Platte erkoren.Fazit: Alles in Allem hat mich die EP nicht vollends überzeugt. Auf ihr sind einige gute Ansätze, aber mehr leider nicht. Ich bin dennoch der Meinung, dass die Lieder live noch besser rüberkommen. Wenn es sich für mich also ergibt, werde ich mir die Band bestimmt mal anschauen.PS: Was sehe ich da auf der Internetseite, am 18.11. spielen sie vielleicht in München. Mensch, das Wochenende bin ich auch da. Wenn ich am 18.11. nicht auf dem Toolkonzert wäre, würde ich glatt hingehen. Oder vielleicht ist Apron ja die Vorband. Gönnen würde ich es ihnen. Wir werden sehen.