Kann man ein Aushängeschild, das 13 Jahre lang in einer Band gewirkt und gewütet hat, einfach so ersetzen? Nein. Aber das will man vielleicht auch gar nicht! Kritik im Vorfeld muss bekanntlich jeder über sich ergehen lassen. Arch Enemy setzen in jedem Fall ein Zeichen und zielen mit einer zielstrebigen, neuen Sängerin auf einen starken Neuanfang – der Rosenhof feierte mit.


Arch Enemy machten am Donnerstagabend Halt im Rosenhof und hatten neben ihrer neuen Sängerin Alissa White-Gluz (Ex-The Agonist) auch das neue Album „War Eternal“ (Release 6.6.), sowie eine ordentliche Kiste Hits am Start. Sie wurden begleitet von Izegrim und Dying Gorgeous Lies, zwei jungen, motivierten Vorbands.

Bereits um kurz nach acht machten sich Dying Gorgeous Lies als erste Vorband bereit. Die fränkische Truppe besteht seit fünf Jahren und zeigte sich in der vergangenen Zeit als Support unter anderem für Master und Eluveitie. Das inoffizielle Highlight des Abends waren für den ein oder anderen sicherlich die niederländischen Deather Izegrim, die mit einer sicheren Performance und einer erstklassigen Gesangsleistung von Sängerin Marloes auftrumpfen konnten. Der gut gefüllte, aber nicht ausverkaufte Rosenhof kochte zu dieser Zeit allerdings eher vor Hitze als vor Stimmung. Bei tropischen Temperaturen ließen Arch Enemy als Headliner nach einer kurzen Umbaupause ihre Show mit den ersten Tönen von „Enemy Within“ beginnen. Spätestens beim zweiten Song „Ravenous“ wurde klar, dass die Band eine gelungene, routiniert wirkende Nachfolgerin für die jüngst ausgeschiedene Angela Gossow gefunden hat. Auch bei Songs wie „Revolution Begins“, „Bloodstained Cross“ und „No Gods No Masters“ von der 2011er „Khaos Legions“-Scheibe sowie dem Dauerbrenner „My Apocalypse“, machte die Dame mit den fulminant blauen Haaren und den sympathischen Bühnenansagen eine gute Figur.

Selbstverständlich präsentierte die Band auch einige Songs vom neuen Album „War Eternal“, wie beipielsweise „You Will Know My Name“ oder das eingängige „As The Pages Burn“. Bereits im Vorfeld hatte die Band zwei Musikvideos veröffentlicht, sodass der ein oder andere Zuschauer mitsang. Dann endlich geschah es: Gute Metal-Musik macht müde Osnabrücker anscheinend doch noch munter. Das Publikum taute zunehmend auf, schüttelte sein Haupthaar und feierte mit. Als nette Zwischeneinlage besannen sich die beiden Amott–Brüder an den Gitarren auf ihr Können und legten nach dem Drumsolo des Daniel Erlandsson – von der „Tyrants of the Rising Sun“-DVD – noch ein feines Duett hin. Auch die Bandhymne „We Will Rise“ durfte gen Ende des Auftritts nicht fehlen. Nach gut zwei Stunden beendeten Arch Enemy ihre Show und hinterließen ein zufrieden wirkendes Publikum. Zum Abschluss gab die Band ihr neues Album zum Verkauf frei und bot für die Fans eine Signierstunde am Merch-Stand an.

Nun, mögen die Kritiker bald verstummen und den mutigen Neuanfang der Band würdigen. Man darf gespannt sein was die Zukunft bringt. Ein klares Ausrufezeichen haben Arch Enemy mit diesem Auftritt jedenfalls gesetzt.

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