Ganze acht Jahre ist das nun her, als sich ArthemesiA aufmachten, den melodischen Black Metal Himmel (falls es den denn gibt) zu erobern. „Devs – Iratvs“ schlug damals ein wie die sprichwörtliche Bombe und heimste haufenweise Spitzenkritiken ein. Nun, anno 2009 erscheint endlich das von den treuen Fans lang ersehnte zweite Release mit dem interpretatorischen Titel „a.O.a.“. Hierbei bezieht man sich augenscheinlich auf das griechische Alpha und Omega. Erstaunlich, dass eine Black Metal Kapelle gerade das Omega mit einem großen O kennzeichnet, nicht wahr?

Neben viel Melodie setzt man vor allem auf Atmosphäre. Songstrukturen, die auch mal die 13-Minute-Marke knacken können, voll gepackt mit träumerischen Harmonien, gestützt durch den Keifgesang von Alpha Valtias Mustatuuli sind die Ingredienzien, aus denen diese knapp 52 Minuten lange CD besteht. Übrigens teilen sich diese Spielzeit nur fünf Stücke und das Intro.

Aber auch die metallischen Passagen kommen gut zur Geltung, wie zum Beispiel beim Titelstück. Lustigerweise klingt das Keyboard im Zwischenspiel ein wenig nach der Titelmelodie von Akte-X. Ab und zu entfernt man sich auch ein ganzes Stück vom melodischen Black Metal. Durch den vermehrten Einsatz von Keyboards und Chören gewinnt das musikalische Material sogar etwas an Wärme. Trotzdem, oder gerade deshalb ist „a.O.a.“ ein weit überdurchschnittliches Album, welches sogar solchen Hörern gefallen könnte, die sonst selbst den melodischen Black Metal meiden. Diese CD ist etwas ganz Besonderes.