Atlantean Codex: Heavy-Epic-Metal mit Doom-Einflüssen

Atlantean Codex: Heavy-Epic-Metal mit Doom-Einflüssen

Atlantean Kodex ist eine Heavy-Epic-Metal-Gruppe mit Doom-Einflüssen, die 2005 in Vilseck, Deutschland, gegründet wurde. Ihr poetisches und musikalisches Universum basiert auf der Geschichte Europas durch die Zivilisationen, aus denen es besteht, und auf ihren mythologischen Kulturen. Die Folklore und Symbolik der europäischen Geschichte ist das Herzstück ihrer Arbeit.

Atlantean Codex: Heavy-Epic-Metal mit Doom-Einflüssen

Atlantean Codex: Heavy-Epic-Metal mit Doom-Einflüssen
Atlantean Codex: Heavy-Epic-Metal mit Doom-Einflüssen

Die Gruppe besteht aus Mario Weiss (Schlagzeug), Michael Koch (Gitarre), Marcus Becker (Gesang), Florian Kreuzer (Bass) und Manuel Trummer (Gitarre).

Ihr erstes Album ist „The Golden Bough“, das 2007 veröffentlicht wurde. Das Album The White Goddess erschien am 4. Oktober 2013 und erhielt in der Fachpresse erneut hervorragende Kritiken, unter anderem die Höchstnote im Magazin Rock Hard

Über dieses rätselhafte Outfit aus den nördlichen Wäldern des Königreichs Vilseck in Bayern ist fast nichts Gewisses bekannt. Die um 2006 von Trummer und Kreuzer gegründete Band schaffte es schnell, das Zentrum der neuen europäischen epischen Metal-Bewegung zu werden. Ihre 2007 erschienenen „The Pnakotic Demos“ wurden von Journalisten und Fans auf der ganzen Welt als eines der besten Epic Metal-Alben aller Zeiten gelobt. Der Atlantean Kodex ist tief im Sound von Bathory, Old Manowar, Solstice und Manilla Road verwurzelt und bietet eine schwere Mischung aus dramatischen Hymnen, harmonischen Zwillingsgitarren und Melodien, die Geschichten über verlorene Welten und vergangene Zeiten erzählen. Atlantean Kodex schlägt mit einem Fuß in der Vergangenheit und dem anderen in der Gegenwart eine Brücke zwischen der älteren Welt und dem Jetzt, zwischen Traum und Wirklichkeit. “

Sie haben dann eine schöne Pause gemacht, diese Bayern. The White Goddess ließ uns in einem eisigen Klima zwischen Himmel und Erde zurück, aber von absoluter Gelassenheit, wie ein Strahlen mit perfekten Winkeln, blieb sie über die Jahre gefroren und unverändert. Sechs Jahre später wird uns The Course Of Empire in seinem goldenen Fall zwischen Beksinski und Turner (danke Marius Lewandowski) vorgestellt und signiert eines der nobelsten Cover des Jahres 2019.

Das Album hat bereits den Vorteil, dass es 10 Tracks für etwas mehr als eine Stunde bietet, eine Partitur, die der seiner Vorgänger nahe kommt. Wenn Sie Atlantean Kodex kennen, ist das nicht verwunderlich: Ihre Alben sind so episch, dass es nicht vorstellbar ist, das Ganze anders zu sehen. Der innere Aspekt der vier Titel von The Pnakotic Demos ist sicherlich effektiv, aber unvollständig!

Wiederum handelt es sich bei The Course Of Empire um eine reale Einheit, eine kompakte Masse, die so episch wie ein symphonisches Werk ist. Dieser Klang, so besonders, extrem voll und bearbeitet, verleiht ihnen die Aura eines uralten Dramas, getragen von einem Orchester, das in Richtung unserer Ohren fließt.

Dieser Aspekt wurde bereits zuvor gut betont, er ist in der Tat einer der starken und erkennbaren Punkte des Projekts. Die musikalische Facette schließt sich der textuellen Facette an: ein langes Epos, viele Abenteuer, die von Aufständen bis zu Ausbrüchen der Solidarität, dem Abrollen eines sich wiederholenden Zyklus reichen … Man erzählt uns von der Geschichte der Menschheit und ihrer verschiedene Berufe, zwischen Kriegen, Mythen und Traditionen, ohne chronologischen oder geografischen Bezug. In diesem Punkt unterscheidet sich das neue Album kaum von den vorherigen: Wir erkennen großartige Muster, breite Linien und großartige Fresken der Menschheitsgeschichte, indem wir genügend Referenzen in sie einfügen, um eine bestimmte Vorstellung zu wecken, aber auch so vage zu bleiben, dass sich jeder vorstellen kann, sich zu identifizieren. Der Titel ist auch eine direkte Anspielung auf die Serie von fünf Gemälden Der Weg des Reiches ( Thomas Destiny ) von Thomas Cole.

Dieser Zyklus bietet eine allegorische Vision vom wilden Staat über die Geburt einer Zivilisation bis zu ihrem Niedergang. Der Künstler ist auch ein in der Welt des Doom Metal bekannter Maler des 19. Jahrhunderts, insbesondere die Illustration des Albums Nightfall von Candlemass aus seiner Serie Voyage Of Life.


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Atlantean Kodex – The White Goddess

Nach dem getragenen Intro „Trumpets of Doggerland“ zeigen sich Atlantean Kodex mit „Sol Invictus“ zunächst von ihrer harten metallischen Seite. Im Mittelpunkt steht die charismatische Stimme von Sänger Markus Becker. Aber auch das musikalische Beiwerk in Form von fett arrangierten Gitarren und einem treibenden Schlagzeug ist nicht von schlechten Eltern. Immer wieder wird geschickt das Tempo gewechselt, was für zusätzliche Spannung sorgt. Damit liegt die Messlatte schon mal verdammt hoch.

Und die Band kann dieses Level halten, denn auch das ungemein kraftvolle „Heresiarch“ zieht den Hörer in seinen Bann. Deutlich ruhiger, aber dafür auch noch um einiges ausladender kommt dieser Song daher. Mit der gekonnt eingesetzten Hammond Orgel im Hintergrund und den an Siebzigerjahre Ikone erinnernden Gitarrenriffs ein absolutes Glanzlicht auf dem Album. Mein persönliches Highlight ist allerdings das dann folgende „Twelve Stars and an Azure Gown“. Der Anfang ist sehr balladesk gestaltet und verbreitet eine extrem mitreißende Atmosphäre. Das hätten auch Deep Purple oder Uriah Heep nicht besser hinbekommen. Und der bombastische, mehrstimmige Refrain ist einfach nur zum Niederknien.
Doch damit nicht genug, denn mit „Enthroned in Clouds and Fire“ entführen uns die Bayern noch einmal in eine Welt, die nicht von dieser ist. Nur wenige Songs vereinen in sich so gut den Spagat zwischen Erhabenheit, Epik, Melancholie und Härte. Ein Vergleich mit Bathory erscheint hier mehr als angebracht. Abgeschlossen wird das Album dann mit „White Goddess Unveiled“, welches noch einmal alle Qualitäten der Band in einem Song vereint, und mit versöhnlichen Piano- Klängen ausklingt.

Insgesamt haben Atlantean Kodex also gar nicht so viel am bewährten Konzept geändert. Allerdings wirkt das Album wesentlich professioneller als das Debut. Der Sound ist fetter und klarer und die Produktion deutlich wuchtiger. Mit den kurzen Intermezzos „Trumpets of Doggerland“, „Bilwiss“ und „Der Untergang der Stadt Passau“ werden die fünf wirklich großartigen Epen gekonnt miteinander verbunden und so wirkt das Album wie aus einem Guss.
Ein Meisterwerk.

Tracklist:
01.Trumpets of Doggerland
02.Sol Invictus
03.Bilwis
04.Heresiarch
05.Twelve Stars and an Azure Gown
06.Der Untergang der Stadt Passau
07.Enthroned in Clouds and Fire
08.White Goddess Unveiled

Atlantean Kodex – The Pnakotic Demos

Nachdem im Vormonat bereits Doomsword einmal mehr ein mächtiges Epic Metal-Highlight veröffentlicht haben, kommen nun die süddeutschen Newcomer Atlantean Kodex quasi aus dem Nichts. Sie werfen uns eine EP zum Fraß vor, die all das aufbietet, was man an vielen Veröffentlichungen neueren Datums vermisst: Epik, Dramatik, Leidenschaft und echte Gänsehautmomente.

Denkt Euch als stilistische Einordnung einen rohen Bastrad aus den Meilensteinen „Into Glory Ride“ (Manowar) und „Hammerheart“ (Bathory), gepaart mit nicht unbedingt dem gleichen musikalischen, aber von der Herangehensweise doch seelenverwandten Ansatz der US-Götter Cirith Ungol oder Manilla Road. Vier überlange Epen erwarten den Hörer, größtenteils getragen, doch bisweilen auch herb rockend („Marching Homeward“).

Konsequenterweise hat man die Herren Ross The Boss (!) und ex-Shadows Of Iga-Sänger und „Keep It True!“-Veranstalter Oliver Weinsheimer als Gastmusiker gewinnen können. Wer von seelenlosem, keyboardverseuchtem Allerweltsmetal gründlich die Nase voll hat, hat gar keine andere Wahl, als schnellstens die Myspace-Seite der Truppe aufzusuchen, die Tracks anzutesten, und kniend sofort die liebevoll aufgemachte CD zu bestellen.

Trotz der bisherigen Highlights von Crystal Viper, Doomsword oder Onslaught ist dies für mich der heißeste Anwärter auf den Titel „CD des Jahres“. Atlantean Kodex – separates the men from the boys!

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Autor: ArchiVader


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