Leider keine Fotos.

Die Bielefelder Jungspunde von Incessant eröffneten mit ihrem technischen Melodic Death Metal und hatten bereits vor dem ersten Song einiges an Stimmung vor der Bühne für sich zu verbuchen. Eine Vielzahl von Freunden und Bekannten haben den Weg ins Drum Hard angetreten um die Jungs lautstark zu unterstützen. So war direkt eine gute Atmosphäre vorhanden und der Abend kam ins Rollen. Die Keyboardklänge waren allerdings absolutes Neuland im Drum Hard und der ein oder andere Stammgast hielt sich zu der Zeit noch dezent im Hintergrund, da man von den Organisatoren etwas härtere und altlastigere Kost gewöhnt ist. Nichtsdestotrotz lieferte die Truppe einen gelungen Einstand ab und überzeugte ihre Fans.

Nach einer kurzen Umbaupause machte sich das Berliner Thrash-Quartett Reactory bereit und frei nach dem Motto “…kommen wir nun zu etwas völlig anderem!” bretterten die bis dato völlig unbekannten Mannen ohne Rücksicht auf Verluste nach vorne. Die sich etwas gelichtete Menschenansammlung vor der Bühne wurde nach den ersten zwei Songs wieder deutlich dichter und der Anteil an fliegenden Haaren stieg rapide an. Angekündigt als “Technical Nuclear Thrash” konnte man zu diesem Zeitpunkt, das “Technical” ruhigen Gewissens streichen. Den hier wurde geholzt und zwar lupenrein nach alter Schule! Old School Thrash, der sich gewaschen hat. Songs wie “Shell Shock” oder “A.B.C. Warfare” fraßen sich direkt durch die Gehörgänge und in die Muskulatur. So soll das sein. Reactory feierten an diesem Abend als besonderes Schmankerl ihre Releaseparty zu ihrem Debütalbum “High On Radiation”, welches mit Sicherheit einige Abnehmer finden konnte. Nach knapp 45 Minuten bedankte sich die Band mit der laut eigener Aussage ersten richtigen Zugabe und beschloss damit einen genialen Auftritt, der jedem Anhänger von Geschwindigkeit und einer gewissen Grundagressivität im Sound Freudentränen in die Augen trieb.

Headliner des Abends waren die Göttinger Old School Death Metaller von Atomwinter, die dem einen oder anderen Besucher bereits vom Gig in Bad Oeynhausen Ende letzten Jahres bekannt waren. Ein paar wussten also, dass etwas schweres, fieses, totes auf dem Weg war und die Europaletten einer schweren Prüfung unterzogen werden sollten. Death Metal der alten Gangart mit einem gewissen Anteil Schwedentod und Asphyx-Einflüssen ließ nahezu jeden Haarschopf kreisen und den Boden beben. Routiniert und mit derbe Spielfreude feierten Atomwinter ihr Set ab, bei dem unter den bekannten Songs vom Debütalbum wie “The Crypt Is Calling” oder dem mächtigen “Ghouls Of The Pit” auch Songs von der aktuellen EP “Death Doomination” zu finden waren, die nicht weniger hart und untot daher kamen. Ganz im Gegenteil: Das Titelstück “Death Doomination” gehörte zu einem der absoluten Hightlights des Abend, das mit seinem treibenden Riffs, kantigen Hooks und dem fetten Organ von Fronter Olle Holzschneider für ein wahres Death Metal Schlachtfest sorgte. Nach zwei Zugaben verließen die Göttinger zufrieden und mit dem Wissen einen wahrlich fetten Gig abgeliefert zu haben die Bühne und so fand der vierte Konzertabend im Drum Hard erneut ein mehr als zufriedenstellendes Ende.

Wenn das nächste Mal der Ruf von den Veranstaltern erschallt, dann werde ich mit Sicherheit wieder zur Stelle sein! So soll der Metal Underground sein!

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