Unter dem Motto „Back From The Dead“ startete am 05.10.2018 nach langen 6 Jahren wieder das Way Of Darkness Festival in der Stadthalle Lichtenfels (in Franken). Die beiden PartySan-Veranstalter Mieze und Jarne luden zur Wiederinbetriebnahme ein. Auch bei den Verkaufs- und Essbuden setzten die Veranstalter auf die PartySan Crew. Auf dem Gelände befand sich unter anderem der kultige „Brathahn statt Satan“ Imbiss, der mittlerweile eigene T-Shirts verkauft.

Festivalbericht über das Way of Darkness Festival 2018 in Lichtenfels

Way of Darkness Festival 2018 in Lichtenfels (CFN Fest meets Krachmucker.TV)

Neben leckerem Essen gab es auch einen Merch- und Wertmarkenstand in der Halle, die äußerlich einer alten Bahnhofshalle glich. Im Inneren hingegen erinnerte sie eher an eine landwirtschaftliche Fahrzeughalle. Das Verkaufssystem am Festivalgelände war mehr als fair. Die gekauften Wertmarken wurden nämlich 1:1 umgerechnet und die Festivalbesucher erhielten auch ihr Geld wieder zurück, was bei einigen anderen Veranstaltern leider nicht der Fall ist. Autogrammstunden gab es auch am sogenannten „Krachmuckerstand“. (Youtuber Ernie von Krachmucker.TV)

Bereits ab Donnerstag dem 04. Oktober war es ab 16 Uhr möglich es sich auf den Campingplatz, der sich gleich neben der Halle befindet, gemütlich zu machen. Zudem gab es auch die Möglichkeit sich ein Ticket für die Schlafhalle zu besorgen, die ab Freitag um 12 Uhr ihre Pforte geöffnet hatte. Insgesamt gaben sich 22 Bands an den zwei Festivaltagen ein Stelldichein und begeisterten die zahlreich erschienenen Besucher.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=C7-FDjfcn5o

 

 

Freitag – Wiedergeburt des legendären Festivals

Way of Darkness 2018

Way of Darkness 2018

Das Festival wird mit der Thrash-Band Traitor eröffnet. Ihre Musik ist zwar nicht spektakulär, außer dass die Lead Vocals vom Schlagzeuger kommen, doch sie ebnen gelungen den Weg für die weiteren Bands. Unter anderem befand sich der Song „Fuck You And Die“ auf der Setlist, die dem eigenen Bassisten gewidmet wurde, der einem seiner Kollegen in der Band einmal versehentlich eine Rippe gebrochen hat. Mit dem Cover „Blitzkrieg Bop“ der Ramones beendeten sie den Gig.

Als nächste enterten die Norweger von Orkan die Bühne und ließen die Herzen der Blackmetal-Fans in die Höhe schnellen. Darauf gaben sich die ebenfalls aus dem hohen Norden stammenden One Tail, One Head die Ehre.

Revel In Flesh, eine Deathmetal-Band aus Schwäbisch-Gmünd, die zwar soliden und technisch einwandfreien Deathmetal spielten aber nicht wirklich viele Highlights boten. Die Hannoveraner von Downfall Of Gaia spielten daraufhin einen sehr intensiven Gig. Die Bühne ist durchgehend in ein blaues Licht getaucht. Zudem gibt es zwischen den einzelnen Songs keine Ansagen, dafür einen Blackmetal der ersten Klasse und viel Nebel.

Die Malaysier von Humiliation, die es bereits seit 2009 gibt, spielten schnörkellosen Deathmetal der an Bands wie Hail Of Bullets, Bolt Thrower oder Asphyx erinnert. Live funktioniert die geradlinige Musik mit gelegentlichen Wutausbrüchen bestens. Untermauert wird das Ganze mit fettem Sound, wobei die Zuschauer bangten was die Nackenwirbel hergaben.

Soulburn aus den Niederlanden, fanden sich daraufhin auf der Bühne ein. Die Setlist war solide aber gar nicht langweilig. Bei der Musik ersparten sie den Festivalbesuchern jeglichen Schnickschnack und lieferten stattdessen Deathmetal vom Feinsten. Danach fand sich das Schweizer Duo Bölzer auf der Mainstage ein und zeigten eindrucksvoll, wie zwei Menschen Lärm für fünf machen können. Der Gitarrist, der gleichzeitig für den Gesang zuständig war, gab gemeinsam mit dem Schlagzeuger Vollgas. Okoi Jones, der eine zehnsaitige Gitarre spielt, erzeugt den charakteristischen Klang mit der Hilfe von drei Verstärkern, bei denen jeweils eine andere Equalizer-Einstellung eingesetzt wird.

Die vorletzte Band an diesem Abend war die Black- und Thrashmetal-Band Desaster aus Koblenz. Währenddessen die Besucher die Auferstehung des Way Of Darkness Festival zelebrierten, verabschiedet sich die Band von ihrem alten Schlagzeuger Tormentor alias „Husky“. Grund dafür ist, dass dieser mit den Bands „Asphyx“ und „Sodom“ mehr als genug ausgelastet ist. Insgesamt macht die Band eine gute Figur und bei den letzten Songs macht der alte Drummer Platz für den Nachfolger „Hont“.

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Zu guter Letzt betreten die Tagesheadliner Taake (norwegisch: Herbst) aus Norwegen die Bühne und schafften einen gelungenen Abschluss für den ersten Festivaltag. Die Musik ist phänomenal, genau wie der Gesang, was allerdings nur davon getrübt wurde, dass der Frontmann wohl schon zu tief ins Glas geschaut hat. Er schaffte es zwar noch während der Songs sie nötige Erhabenheit zu wahren, allerdings fiel es ihm zunehmend schwer, sich zwischen den Liedern auf den Beinen zu halten. Als der Sänger glaubte am Ende der Setlist zu sein, schmiss er sein Mikro ins Publikum, was hörbar auf den Hallenboden aufschlägt. Nachdem der Frontmann merkte, dass es doch nicht der letzte Song war, schnappte er sich das Mikrofon des Gitarristen, was lediglich nur für die Background Vocals gepegelt war. Zu Beginn war er deshalb auch nicht wirklich zu hören, bis er von einem Securitymitarbeiter sein Mikrofon wieder bekam. Danach war die Setlist zu Ende, was er aber auch nicht mehr wirklich mitbekommt und stand für etliche Minuten alleine auf der Bühne. Als das Publikum eine Zugabe fordert, kamen von ihm lediglich im gebrochenen Deutsch die Worte „Völlig losgelöst von der Erde“, was auch symbolisch für sein Befinden gilt.

Im Anschluss an den letzten Auftritt musste nur noch die Entscheidung gefällt werden, ob man sich lieber auf den Campingplatz um seine eigenen Alkoholbestände kümmert oder doch lieber auf die After-Show-Party in einer nahe gelegenen Kneipe geht. In der Nacht hatte es nur vier Grad und deshalb waren diejenigen, die sich ein Ticket für die Schlafhalle besorgten auf jeden Fall im Vorteil, auch wenn die Mitschlafenden teilweise so laut schnarchten wie ein ganzes Zehnmannorchester.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=KuDdepNTdwU

 

 

Samstag – ein Highlight folgt dem nächsten

Der zweite Festivaltag beginnt nach dem Frühstück mit der lustigen Grindcore-Band Goregonzola aus dem schönen Frankenland. Trotz des noch verkaterten Publikums knüppeln sie ihre Songs in das Auditorium. Die Spaßkapelle, die alle samt ein wenig übergewichtig sind, machen auch gerne Witze auf ihre Kosten und spielten Songs wie „Dick im Geschäft“ oder „Konsequent Korpulent“. Neben dem ganzen Spaß schlagen sie jedoch auch ernstere Töne an und machten einen Aufruf das Richtige zu wählen bei der bayrischen Landtagswahl, denn die AfD ist keine Alternative. Um ihre Position auf der liberalen linken Seite zu untermauern, waren auch „TRUMPeltier“ und „Nazi Goreng“ auf der Setlist. Abschließend spielten sie das Pennywise Cover „Bro Hym“ bevor sie die Bühne verließen.

Im Anschluss zerschmetterte Cryptic Brood aus Wolfsburg die Bühne. Der Gesang wird innerhalb der Band zwischen drei Kollegen aufgeteilt, sodass auch hier ein singender Schlagzeuger zum Zug kam. Insgesamt war der Auftritt zwar nicht wirklich spektakulär aber kurzweilig. Die 2009 gegründete japanische Deathmetal-Band Anatomia enterten danach die Stage, gefolgt von der bayrischen Death- und Thrashmetal-Band Hellish Crossfire, die mit Bands wie Possessed verglichen werden kann.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit Deathrite. Die Jungs aus Dresden ersetzen die eigentlich geplanten holländischen Pornginder von Cliteater. Aufgrund der anstehenden Vaterschaft des Gitarristen musste diese den Gig absagen. Deathrite spielten Black ´n´ Roll vom Feinsten und begeisterte das Publikum damit.

Witchburner aus Fulda waren die nächsten auf der Bühne. Nach einem gelungen Auftritt enterten die Jungs von Fleshcrawl die Stage. Die Schweden lieferten ein ordentliches Brett ab, obwohl der Gig eher unspektakulär war. Die Deathmetaler beendeten ihre Darbietung mit einem Deathmetal-Cover.

Eine sehr düstere Show lieferte Necros Christos aus Berlin. Nachdem sie die letzte Platte ihres Trilogie Albums „Domedos Exdomedos“ aufgenommen haben, zerlegen sie mittlerweile nur noch live die Bühnen. Die finsteren Texte des Frontmanns Mors Dalos Ra und die tiefen Gitarrenklänge von The Evil Reverend N. tauchen die Veranstaltungshalle in ewige Dunkelheit, sodass der Festivalname auch gerechtfertigt ist.

Nach dieser geballten Portion Finsternis standen die Belgier von Evil Invaders auf der Bühne. Die Thrash- und Speed-Metal-Band ebneten den Weg für die Deathmetaler von Messiah. Die vorletzte Band des Abends waren Asphyx aus den Niederlanden. Die Setlist die die Bandmitglieder spielten, war einfach nur genial. Mit von der Party war auch der Drummer „Husky“, der bei Desaster auf dem Festival seinen letzten Auftritt hatte. Der Auftritt begeisterte die Massen und der Co-Headliner war alles in allem super.

Zu guter Letzt betraten die heutigen Headliner Sodom die Stage, wobei auch hier wieder der Drummer „Husky“ mit von der Party war. Das Set ist gut gewählt, nur leider etwas arm an Überraschungen. Die Band spielte aber solide und bildete einen gelungenen Festivalabschluss.

Fazit und Ausblick auf 2019

Way of Darkness 2019

Way of Darkness 2019

Zum Ende bleibt nur noch zu sagen, dass das Way Of Darkness Festival rundum gelungen war. Auch die Schlafsituation wahlweise in der Schlafhalle oder auf dem Campinggelände wurde optimal von den Veranstaltern gelöst. Darüber hinaus ist auch positiv anzumerken, dass direkt vor der Halle geparkt werden konnte. Zudem waren die Preise für Merch bzw. Getränke sehr fair und die fest installierten Toiletten sind natürlich auch lobend hervorzuheben. Zum Glück findet das Festival wieder 2019 statt und es müssen nicht erst wieder einige Jahre vergehen. Geplant ist es am 4. und 5. Oktober 2019 wie gewohnt in der Stadthalle Lichtenfels. Die ersten zwei Bands, die für das Event bereits bestätigt wurden, sind Cancer und Metal Inquisitor. Dann bleibt nur noch zu sagen: Willkommen zurück Way Of Darkness.

 

 

 

 

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Autor: Pratolina


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