Wertung: 6 von 10

Es sei jetzt einfach mal dahingestellt, ob man die Selbstinszenierung des Quartetts aus Oldenburg nun witzig, innovativ und originell oder einfach nur als lächerlich bezeichnen möchte. Hierzu kann und soll sich jeder selbst ein Bild machen.


Die vier Jungs, die sich augenzwinkernd dem texanisch-prolligen Südstaaten-Image verschreiben, haben laut eigener Aussage genug von sich wiederholenden, hohlen Riffs und blasen zum Gegenangriff. Mit der Debüt-EP „Texas Bulldozer„, die als Gratis Download auf ihrer Homepage bereit steht, haben die Oldenburger ihre eigene Vision von Metal in vier Songs gepackt und laden damit zum blutigen Texas Style Metal – BBQ.

Der Opener der vier Tracks „A Hypocrit’s Manifest“ beginnt mit einem kurzen Gitarrenintro, doch schon nach einem wegweisenden Gebrüll von Frontmann Buck lädt Drummer Chuck mit ordentlich Beinarbeit zum ersten Doublebass Feuer ein. Der Song ist zwar simpel getrickt, jedoch geht der treibende Riff fix ins Ohr man bekommt solides Todes-Metall zu hören.

Weiter gehts mit dem Stück „Cain“ dessen Intro entfernt an SlipknotsBefore I Forget“ erinnert und insgesamt ein Stückchen mehr Melodie beinhaltet. Ohne viel Schnörkel oder Gefrickel rocken sich die Vier durch die dreieinhalb Minuten. Mit dem folgenden „Butt Spanker“ wird erneut etwas mehr Geknüppel zelebriert. Nur zum Ende unterbrochen von einem kurzen Midtempo-Part. Der letzte Song „Terence Hills Have Eyes“ folgt änhlich seinen Vorgängern dem selben Schema, wartet jedoch mit einer kleinen Überraschung auf: Am Ende blitzt ein kurzes Gitarrensolo durch.

Nach einer knappen Viertelstunde ist der texanische Grill verloschen. Ob man nun von einer Offenbarung sprechen kann, die ein Ende des sentimentalen Core-Gekreische herbeiführt und die Metal Szene in eine neue Glanzzeit katapultiert, darf bezweifelt werden. Aber dies wird auch kaum die Absicht der Oldenburger sein. Solider Death Metal mit einer Prise Moderne und gepaart mit der noch nicht dagewesenen Texas Verpackung ist eine kurzweilige, spaßige Sache. Aber alles in allem nicht mehr als Durchschnitt. Für Fans von Old-School ist die Mischung wohl zu modern. Für Fans von Moderne ist das ganze nicht technisch genug. Am Ende stehen vier Songs, die Spaß machen, die es aber schwer haben werden sich tiefer in das Gedächtnis des Hörers zu brennen.

Tracklist:

  • 1. A Hypocrit’s Manifest
  • 2. Cain
  • 3. Butt Spanker
  • 4. Terrence Hills Have Eyes

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