Wertung: 8 von 10

Wow, geiler Powermetal schallt um meine Ohren und das, obwohl Axxis sonst eher Hard Rock spielen. Genauer liegt eine Promo des Albums „Paradise In Flames“, zur Zeit rotierend in meinem CD- Spieler.


Die Ruhrpottler Jungs Bernhard Weiss am Gesang, Harry Oellers an den Keys, Guido Wehmeyer an der Gitarre, Kuno Niemeyer am Bass und als zweiter Part der Rhythmusabteilung Andre Hilgers an den Drums haben also ihren Stil etwas geändert. Und was dabei heraus gekommen ist, gefällt. Der Einstieg erfolgt über das Intro „Paradiese In Flames“, welches die Spannung gekonnt ansteigen lässt. Mit einer sehr eingängigen Textzeile beginnt dann der Song „Dance With The Dead“ und eingängig bleibt es die gesamten 4:40 min lang. Wobei vor allem die Hookline erwähnenswert ist. Gesanglich kommen einem unweigerlich Gedanken an Eunuchen, wobei der Rest des Songs eher in gemäßigter Stimmlage gehalten ist. Ab und an taucht eine zweite, weibliche Stimme auf, die den Song gekonnt ergänzt. Fast nahtlos und mit einem geschickten Übergang beginnt dann Track 5 „Tales Of Glory Island“, der etwas schneller daherkommt. Die Drums sind schnell und hart.

Die Hookline ist ruhiger als der Rest des Songs, nimmt aber im Verlauf immer mehr an Fahrt zu. Durchaus ein sehr hörenswerter Song. Bis dato zeichnet sich die Scheibe auf jeden Fall schon einmal durch eine extrem hohe Gefälligkeit und eingängige Melodien aus. Auch der nächste Song beginnt fast nahtlos aus den Ausklängen des Vorgängers. In „Take My Hand“ ist dann wieder deutlich die weibliche Stimme herauszuhören und ein choraler Part führt melodisch in den Song ein. Ein Blick auf den Infotext macht dann klar, dass es sich bei den filigranen female vocals um Sängerin Lakonia handelt, die auch schon auf dem Album „Time Machine“ mitmischte und sich nun einige Parts mit Bernhard teilt. Zunächst bleibt der Song ruhiger, Pianoklänge dominieren die Instrumentals und die Vocals bleiben sehr hoch. Dann wird es gitarrenlastiger und etwas schneller. Die männlichen Vocals tauchen wieder in gemäßigtere Gefilde ab. Das ist auch sehr gut so, denn einige von Bernhards hohen Parts erscheinen etwas schief und wissen nicht zu überzeugen. Die female Vocals hingegen werten die Songs auf und kommen präzise und genau passend.

Positiv erwähnenswert sind weiterhin die saubere Produktion und das geile Artwork.Organisch beginnt dann, „Will God Remember Me“. Dieser Song zeichnet sich eher durch viele Wiederholungen aus, als durch besondere Raffinesse. Fronter Bernhard beschreitet die höheren Ebenen, was mich ja auch schon in „Take My Hand“ nicht besonders zu überzeugen vermochte, da etwas Fülle in der Stimme fehlt. „Talisman“ bricht dann energetischer und mit mehr Power hervor und lässt einem den Unterschied zu den eher ruhigen Vorgängern erkennen. Die Hook ist auch schon eingängiger und ruft teilweise Erinnerungen an Blind Guardian hervor. Der Song geht dann sehr geil weiter und lässt garantiert keine Langeweile aufkommen! Mit „Don’t Leave Me“ taucht dann die erste Ballade der Scheibe auf. Hier liefern sich männliche und weibliche Stimme ein wunderschönes Duett, das unter die Haut geht.

Instrumental dominieren die schon bekannten Pianoklänge. Der Song lässt mich dahin schmelzen und leitet gewohnt fließend zum nächsten Song über. In „Lady Moon“ geht es mit einem der absolut geilsten Songs auf dem mittlerweile 9. Album der Jungs aus dem Ruhrpott, weiter. Auch bei diesem Song ist eine hohe Eingängigkeit zu verzeichnen. Die Vocals sind ausgewogen zwischen hohen Parts und gemäßigten Parts. Ab und an hört man nur die reinen Instrumentals, die das Thema sehr gut weiterzuführen vermögen. Die Gitarre überzeugt und das Drumming schafft eine gute Grundlage. Die Hook ist sehr schön und passt thematisch auch sehr gut zum vorigen Track. Flüsternd wird der Song dann zum Schluss nochmal zur Hook geleitet um dann auszuklingen und für den eisigen Wind platz zu machen.

Die Impression eines kalten Windes schafft der Song „Ice Wind“ durch hohes Tempo, gezielt eingesetztem Background und harte, leicht schneidende Vocals. Insgesamt eine sehr gelungene Konzeption. „Stand By Me“ weist dann eher den eigentlich Axxis bewährten Hard Rock-Einschlag auf. Eigentlich ein sehr gelungener Song, nur die „Reime“ erscheinen teilweise etwas zu offensichtlich und das gewisse Extra fehlt. Gefolgt wird von Track 13, dem treibenden „Gods Of Rain“. Hymnisch, wie auch der Rest des Albums und dabei gekonnt eingespielt klirren die Riffs und das Arrangement rockt. Aber weil alles einmal ein Ende hat wird mit „Passion For Rock“ der letzte Song aufgespielt. Eher klassisch und dabei eingängig klingt damit die Scheibe aus. Insgesamt hat die CD wohl durchaus 4 von 5 Gitarren verdient. Wenn die Musikstiele innerhalb des Albums nicht so sehr schwanken würden und alle Songs so geil gespielt und eingängig wären wie die unten genannten Anspieltipps hätte es wohl auch Topscore gegeben.

Trotzdem ist die Scheibe für alle eher klassischen Metaller, alle Axxis-Fans und Hard-Rocker durchaus kaufenswert.Anspieltipps: „Dance With The Death“, „Don’t Leave Me“ und „Lady Moon“

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