Mit aktiver Hilfe der örtlichen Feuerwehr gelang es dem offiziell größten Fan Peter, Axxis’ zum nunmehr zweiten Mal nach Bredenborn zu locken und dort der örtlichen Szene ordentlich einzuheizen.

Nach dem Einlass ergatterte ich mir erstmal ein Bierchen und einen Stehplatz am Rande der für das Konzert genutzten Stadthalle und wartete gespannt auf die Vorband Jigsaw.

Gegen 20Uhr betraten diese die Bühne und begannen, der bereits nahezu zur Hälfte gefüllten Halle ordentlich etwas auf die Ohren zu geben. Die Ton- und Lichttechniker verstanden ihr Handwerk und so gab es weder unschöne Rückkopplungen noch ein deutliches Hervortreten eines Instrumentes. Allein die Stimme des Sängers hätte noch ein wenig mehr in den Vordergrund gespielt werden können. Macht aber nichts, es war auch so sehr gut.

Die Band spielte mit einer Mischung aus Hardrock bis hin zum leichten Grind eine tolle Mischung, und die Zuschauer dankten es ihnen mit sofortiger belebter Resonanz.

Es war kaum etwas von der typischen anfänglichen Zurückhaltung und dem zumeist schweren Stand der Vorbands zu spüren.

Kurz vor dem Ende der Performance gaben die fünf Musiker noch mal richtig Gas und zeigten ihr Potential, das Lust auf Mehr machte. Wir werden sicherlich noch was von ihnen hören.

Nach dieser einstündigen Einstimmung in den Abend gaben sich nach einer halben Stunde Umbaupause Axxis die Ehre und kamen zusammen mit Peter auf die Bühne. Die inzwischen vollständig gefüllte Stadthalle empfing sie standesgemäß und Bernhard ließ es sich nicht nehmen, Peter gebührend für die Möglichkeit zu danken, wieder in dem kleinen Ort auftreten zu können.

Nach einem Auftritt eines Fans aus den ersten Reihen, der AC/DC`s „Highway to Hell“ in wirklich beeindruckender Form darbot, entführte Axxis die Zuschauer auf eine Reise durch die Bandgeschichte.

Absolute Kracher vom Album „Kingdom of the Night“ wurden gekonnt abgewechselt mit Tracks aus dem jüngsten „Paradise in Flames“ und auch die Stimme Lakonia’s wurde perfekt mit eingewoben. Immer wieder griff sie stimmtechnisch aktiv in den Auftritt ein und wusste zu überzeugen. Die Qualität war sehr hochwertig und kam sogar einer Studioaufnahme nahe.

Das merkte auch das Publikum und es ließ sich kein Unterschied feststellen zwischen einem Auftritt à la W:O:A und diesem Konzert. Ich empfand es fast als persönliche Bindung zwischen Band und Zuhörern, und bei Weitem nicht so statisch, wie ich es erst vermutet hätte bei einer solch bekannten Band.

Keine Spur von Distanz. So durfte sogar eine junge Frau aus der ersten Reihe auf der Bühne ihre hochfrequente Stimme durch das Mikro erklingen lassen. Außerdem wurden später zwei kleine Jungen auf die Bühne geholt und ihnen eine DV-Kamera in die Pfoten gedrückt, um während der nächsten zwei Songs ein „Musikvideo“ zu drehen. Das zeigt doch wahre Freude an den Auftritten, und auch nach mittlerweile zwanzig Jahren Bühnenpräsenz war bei den Musikern keine Ermüdung zu spüren.

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