Wertung: 4 von 10

Mit „Aftermath“ präsentieren uns die Pforzheimer Deather Bastard ihre erste Veröffentlichung, abgesehen von der Demo „Fetus Of God“ aus dem Jahre 2002. Wie der Name vermuten lässt, geht die Band dabei recht kompromisslos zu Werke.


Wir bekommen hier groovigen Death Metal zu hören, wobei eine bunte Mischung aus Midtempo- und Hochgeschwindigkeitsparts geboten wird. Aufgelockert wird das Ganze von Riffanleihen aus dem Thrash Metal und dem klassischen Heavy Metal. Generell eine interessante Mischung.

Gerade die klassischen Riffs äußern sich in angenehm, stimmungsvollen melodischen Gitarrenlinien, besonders dem zweiten Song „Entity“ geben sie eine besondere Note.

Wirkliche Highlights, wie der überaus gelungene Akustikteil in „Brain Corrosion“, der dadurch zum stärksten Song der Platte avanciert, sind ansonsten auf „Aftermath“ leider nicht zu finden. Dazu passt auch der erstaunlich tiefe, aber leider sehr monoton anmutende Gesang. Das können auch die gelegentlichen Ausflüge in krächzendere, Black Metal-artige Gesangsstile nicht verhindern. Bei fortschreitender Spielzeit vermag das Album leider nicht, den Hörer zu fesseln und zu binden. Die anfangs noch interessanten Tempowechsel werden immer vorhersehbarer, es wirkt alles in allem wie schon zu oft dagewesen.

Auch die Produktion trägt ihren Teil dazu bei, dass das Album hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Besonders das Schlagzeug ist wirklich souverän gespielt und bietet an vielen Punkten spannende Stellen. Jedoch kommt es im Gesamtmix nicht wirklich gut hervor und so bleibt eine weitere Möglichkeit, das Album etwas spannender zu gestalten, ungenutzt.

Insgesamt stechen leider nur die gut herausgearbeiteten Leadgitarren und Soli hervor, sowie die markante Stimme des Sängers; alles andere wirkt recht einfallslos und ausgelutscht.

Es lassen sich klare Inspirationen erkennen, es wird die Schiene von Traditionsbands wie Obituary oder Six Feet Under angepeilt. Diese wird in Sachen Qualität leider weit verfehlt.

Gute Ansätze sind ausreichend vorhanden, jedoch muss in vielen Bereichen noch einiges dazu gelernt werden, wenn Bastard aus dem Durschnittsbrei der Death-Metal-Szene herausstechen und auf lange Sicht Erfolg haben möchten.

Tracklist:

  • 01. Doomsday
  • 02. Entity
  • 03. Lord Of Lies
  • 04. Life After Death
  • 05. Spirit Of War
  • 06. Brain Corrosion
  • 07. Visions Of Blood And Lust
  • 08. 66Susi
  • 09. Aftermath
  • 10. Northern Lights

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