Im Falle von „Evil Moon“ ist, sollte diese These wirklich war sein, der Gesang eine solch auffällige Sache. Auf dem nunmehr dritten Album der Berliner scheint Fronter Danny etwas zu versucht zu haben, das weder wirklich gegrowlt, noch laut „gesprochsungen“ wurde.

Das führt zu ersten Mängeln. Man hat nicht das Gefühl, als würde sonderlich viel Energie darauf verwendet werden, dass die Songs ankommen, beziehungsweise ansprechen. Wenn man wenigstens eines von beiden richtig gemacht hätte, dann wäre eine vernünftige Orientierungsmöglichkeit nicht ausgeschlossen. So hat man hier aber nichts, was den Song prägt.

Trotzdem ist die Stimme, wider der vorhin geäußerten Vermutung, nicht das Einzige, dass stört. Leider kommt es auch in Bezug auf die Instrumente, wenn man sich den Gesang einmal mühsam weg denkt, zu einer äußerst laschen und desinteressierten Spielweise. Zu wenig wirklich appellierende Härte, zu wenig Power in der Gesamtheit. Selbst Gitarren Soli klingen seltsam, bestehen sie teilweise doch tatsächlich nur aus hohem Quieken.

Ich habe ehrlich gesagt Bauchschmerzen Bellgrave überhaupt irgendwo einzuordnen. Das Konzept passt nirgends zu hundert Prozent, darum wird es auch keinem wirklich gefallen können. Na wenigstens ist die Scheibe halbwegs ordentlich produziert worden. Ich will mal nicht so sein, 2,5 Gitarren sind das dann doch schon…