Der recht rockige Sound des letzten Albums lockte neben den üblichen Verdächtigen, Rocker aller Schattierungen auf ihre Konzerte. Somit hatte die Band auf den größten deutschen Punkrock-Festivals , wie dem Ruhrpott Rodeo, recht leichtes Spiel, dass Publikum auf ihre Seite zu bringen. Mit „Glaube Liebe Hoffnung“ soll dieser eingeschlagene Weg anscheinend fortgesetzt werden. So hört man noch öfter metallische Gitarren, Soli und rockige Elemente als es schon auf „Schwarzes Blut“ der Fall war. Ob die Band so auf den momentan wieder angesagten, von Bands wie den Krawallbrüdern losgetretenen, Deutschrock-Trend aufspringen will, darüber kann nur spekuliert werden. Das Betontod nun aber Heckscheibenaufkleber verkaufen, weckt Erinnerungen an eine gewisse Frankfurter Band.

Nichtsdestotrotz hat sich die Band ihre Qualitäten mit einprägsamen Melodien, Refrains die sofort hängen bleiben und der rauen Stimme von Oliver Meister, bewahrt. Mit dem Opener „Nichts“ oder „Club der Reichen“ wird die Band auch zukünftig Live abräumen. Auch das düstere „Stadt ohne Licht“ ist definitiv ein Anspieltipp. Dass der letzte Song „Widerstand“ mit einem Slime-Zitat aufwarten kann, sorgt für zusätzliche Sympathiepunkte

Fazit: Ich gehe davon aus, dass die Fans der Band die leichten Stilveränderungen größtenteils positiv aufnehmen werden. Schließlich haben Betontod noch nicht den Fehler gemacht, sowie Frei.Wild in Volksmusik-Gefilde abzugleiten.

Tracklist:

  • 01. Nichts
  • 02. Stich Ins Herz
  • 03. Stadt Ohne Licht
  • 04. Alphatier
  • 05. Ohne Standpunkt
  • 06. Leb Dein Leben
  • 07. GlaubeLiebeHoffnung
  • 08. Ewigkeit
  • 09. Land In Sicht
  • 10. Club der Reichen
  • 11. Sexy Blutsommer 89
  • 12. FAKTORMensch
  • 13. Nimmerland
  • 14. Widerstand