Los geht das drei Viertelstunden lange Werk mit dem Song „Run For You Life“, welches starke parallelen zum Power Metal aufweißt. Viel Double Base und dazu die passende Vibrationsstimme. Perfekter Powermetal mit Erinnerungen an Edguy, nur ohne großen Schnickschnack. So recht weiß ich nicht, was ich davon halten soll, da sich der Song auch etwas in die Länge zieht und mit fast sechs Minuten Laufzeit mir doch etwas zu lang erscheint. Weiter geht’s mit „V Card“, welches mich schon mehr zu begeistern weiß. Schönes Gitarrenriffing, simples Drumspiel. Trotzdem gutes Ding. Auch der Refrain dieses Stückes erinnert an Power Metal. Und mit vier Minuten Spielzeit ist es gegenüber dem Vorgänger auch keineswegs zu lang ausgefallen! Nach zweieinhalb Minuten folgt das erste Gitarrensolo der Platte. Recht kurz, auch nicht groß besonders, aber verleiht dem Song auch keinen Abbruch. Folglich kommt mit „Always“ ein Song, der mir so gar nicht gefallen will. Klar. Der Song ist irgendwie groovig, und auch die Stimme trifft jeden Ton, doch mitreissen kann es nicht. Kein Ohrwurmrefrain, nichts. Meiner Meinung nach der erste richtige Schwachpunkt der Cd. Vielleicht kann ja „Shout It Out“ den misslungenen Vorgänger etwas retten. Und tatsächlich. Der Anfang weiß mir schon mal zu gefallen. Groovt gut. Die Strophe ist wieder rum sehr ruhig, fast balladesk. Hartes Riffing dann in der Bridge stimmt gut auf den Refrain ein. Auch dieser gefällt und erinnert doch leicht an DIO. Nach meinem Geschmack bisher das beste Stück der Platte. Ein Gitarrensolo darf selbstverständlich nicht fehlen und rundet den Song hervorragend ab. Gut gemacht Jungs. Die Stimme von Marc Storace weiss mich von Song zu Song immer mehr zu begeistern. Der Mann weiß, wie man die Töne trifft, ist er doch schon einer der ganz Erfahrenen (u.a. 15 Jahre bei Krokus am Mirko). Das beweist er auch beim Heart-Cover „Barracuda“. Seltsam, aber mir gefällt es nicht. Gegenüber „Shout It Out“ hat der Song nicht viel zu bieten. Er plätschert vor sich hin, ohne mich groß zu beeindrucken.

Und auch „Eagle“ weiß mich nicht zu überzeugen. Langweilig. Zu langsam kriecht der Song aus meinen Boxen. Meinen Geschmack haben BISS damit wohl nicht getroffen. Es ist und bleibt eben Geschmackssache, was diese Band fabriziert. „Born To Ride“ geht da wieder rum mit typischen Hard Rock-Allüren zur Sache und überzeugt durch hartes Drumming. Typisch gelungener Song für Highway-Fahrten quer durch die amerikanische Wüste. Ich sehe schon bildlich den Trucker vor mir, wie er zu „Born To Ride“ das Lenkrad als Schlagzeug misshandelt und zum Takt das Gaspedal benutzt. Folgend kommt mit „Blood On Sand“ ein Song, den BISS zusammen mit komponierte. Der Primal Fear-Blondi spielte bei dem Song mit. Und doch ist der Song nicht mehr als nur vorhanden. Auch „Train Of Thoughts“ mag mich nicht überzeugen. Wo bleiben die guten Songs wie noch „V Card“ oder „Shout It Out“? Bisher waren diese beiden Song so ziemlich die einzigen, die mir gefielen. Mit „Catch 22“ endet das Erlebnis auch schon wieder. Ich habe mir lange überlegt, wie viel Gitarren mir diese Scheibe entlocken konnte. Songs wie „Shout It Out“ oder „V Card“ wissen zu überzeugen. Und für manche Power Metal Fans sicherlich auch „Run For Your Life“. Aber das war´s dann auch schon. Ich denke mit drei Gitarren ist „Xtension“ gut bedient.

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