Für Jene, die es noch nicht wissen, zu denen ich übrigens auch bis grad eben gezählt habe, wurde Bitter Piece 2004 gegründet, und spielen heute in der Konstellation Mariano Tiemeyer (Sänger), Christian Voß (Lead Gitarre), Kim van Geel (Rhythmische Gitarre), Michael Heumann (Bass) und Maurice van Rooij (Drums). Im Raum Osnabrück vor allem durch ihre zahlreichen erfolgreichen Auftritte bekannt (einfach mal unter „Konzertberichte“ suchen), ist nun die eben erwähnte Demo veröffentlicht worden, die der zweite Silberling ist, zu dem es hier eine Bewertung geben wird.Angefangen sei einfach mal mit den Instrumenten, die über weite Strecken dafür verantwortlich sind, dass man die Sache „Thrash Metal“ nennen darf. Harte Riffs und ein besonders schneller Rhythmus sind zum Beispiel typisch für „Ruthless Agression“. Von einer ganz anderen Seite präsentiert sich hingegen das Intro, das mit langsamen, ruhigem Klavier- und Keyboardspiel durchsetzte ist. Der Gegensatz ist aber durchaus vertretbar, denn diese Einleitung verstärkt den sehr harten Eindruck, der direkt folgt. Zu diesem passt auch ohne Zweifel der Gesang, der die meiste Zeit über zwar böse klingt, aber lange clean bleibt. Nur ab und an scheint sich das Gegrunze durchsetzen zu können, was meist sogar äußerst melodisch wirkt. Auch die Texte sollen nicht außer Acht gelassen werden. Und die vermitteln in erster Linie Auswirkungen von Emotionen, die in Hass zu enden scheinen. Gutes Beispiel hierfür ist der Teil „Watch him grow in sorrow / Endless dreams of horror / Trie to shoot an arrow /…” aus „Within his Eyes“.Es ergibt sich also ein durchaus angenehmes, dennoch aggressives Klangbild, mit interessanten Inhalten, die durch einen hervorragenden Sänger vermittelt werden.