Ich glaube, kaum ein Metalhead hätte es für möglich gehalten, noch zu Lebzeiten in den Genuss eines neuen Black Sabbath-Albums zu kommen, und das in der klassischen Originalbesetzung. Klassische Originalbesetzung? Nicht ganz, denn Gründungsmitglied und Drummer Bill Ward fehlt leider auf diesem Album. Dafür konnte die Band um Ozzy Osbourne für die Aufnahmesession keinen Geringeren als Brad Wilk (Rage Against The Machine, Ex-Audioslave)für den Platz an der Schießbude gewinnen, der auf „13“ mit seiner Arbeit wirklich zu überzeugen weiß. Auch die Krebserkrankung von Riff-Gott Toni Iommi konnte die Briten nicht davon abhalten, dieses Album zu veröffentlichen, auch wenn der Tod bei den Songwriting- und Aufnahmesessions ein ständiger Begleiter gewesen ist.

Doch wie ist „13“ geworden? Meiner Meinung nach richtig gut, denn es finden sich auf dem Album alle Trademarks wieder, die diese Band in den Siebzigerjahren zu einem Rock-Dinosaurier gemacht haben. Die schweren Metalriffs von Tony Iommi, die ausgewogene, leicht bluesige und jazzige Rhythmusarbeit von Basser Geezer Butler und Drummer Brad Wilk, sowie natürlich die erhabene polarisierende Stimme von Ozzy Osbourne machen aus „13“ ein richtig gutes „Comeback“-Album. Als Anspieltipps empfehle ich den Opener „End Of The Beginning“ sowie „God Is Dead?“, die beide sehr an die ersten Platten der Band „Black Sabbath“ (1970) und „Paranoid“ (1970) erinnern. Produziert hat die Scheibe kein Geringerer als Rick Rubin (Slayer, ZZ Top, Johnny Cash, Metallica uva.), der einen wirklich guten Job hingelegt hat.

Fazit: Dieses Album ist ein Manifest und gehört in jede gut sortierte Plattensammlung. Die Urväter des Heavy Metals zeigen mit „13“ jedem, wo der (Metal)Hammer hängt und lässt alle anderen Retro-Bands dagegen verblassen.

Tracklist:

  • 01. End Of The Beginning
  • 02. God Is Dead?
  • 03. Loner
  • 04. Zeitgeist
  • 05. Age Of Reason
  • 06. Live Forever
  • 07. Damaged Soul
  • 08. Dear Father