Zwar wechselt sich auf der Debüt-CD „Darkness walks beside me“ Schnelles mit Langsamem konsequent ab, dennoch ist langsam ja noch lange nicht Doom. Neben den gerade erwähnten Tempowechseln, die bemerkenswerter Weise durchaus auch innerhalb der einzelnen Stücke für Abwechslung sorgen, variiert auch der Härtegrad ganz entscheident. So werden zum Beispiel schon fast episch angehauchte Death Metal Parts plötzlich von einer einzelnen Akustikgitarre unterbrochen.

Als Mitstreiter hat sich Multitalent Tuomas noch Mikko Heikkilä (Sinamore) für die cleanen Vocals geholt. Genau wie der Meister hier musikalisch Großes geschaffen hat, singt sich Mikko hier seine Seele aus dem Leib. Einige Stellen, vor allem die etwas agressiveren, erinnern stark an einen meiner Lieblingssänger, nämlich Ex-Savatage und Circle II Circle-Röhre Zak Stevens, was diese Scheibe nur noch mehr aufwertet. Am genialsten finde ich dabei Chapter 4 und 6. (Die Scheibe ist in neun Chapter aufgeteilt, wobei jedes einen zusätzlichen Namen trägt)

Zusätzlich gibt es noch kleine gesangliche Gastauftritte von Tomi Koivusaari (Amorphis), Mynni Luukainen (Sotajumala) und Ville Sorvali (Moonsorrow). Zur Produktion gibt es nichts schlechtes zu sagen. Druckvoll und klar kommt dieser düster-atmosphärische Death Metal mit vielen Melodien und großartiger Gesangsleistung daher. Von mir gibt es für diese Scheibe 4,5 Gitarren.