Zum fünften Mal in Folge verwandelte sich das Amphitheater Gelsenkirchen vom 23.06. bis zum 24.06.2012 in eine Kulisse prallgefüllt mit schwarzen Herzen.


Anlässlich des fünften Geburtstages hatten sich die Veranstalter einiges Neues ausgedacht; das gepaart mit dem abwechslungsreichen Line-up aus z.B. Gothic-Rock, Darkwave, Elektro-Pop, Industrial und Neo Folk lockten insgesamt 12000 Fans der Gothic-Szene ins Amphitheater.

Damit war das Blackfield-Festival zum ersten Mal in seiner Geschichte ausverkauft! So ganz darauf vorbereitet war man aber noch nicht, was in erster Linie die Parkplatzsituation, aber auch die wahnsinnig überfüllten Toilettenanlagen zeigte.

Neu in diesem Jahr waren der Mittelaltermarkt sowie die Zeltbühne, quasi ein Zirkuszelt, wo sowohl Auftritte einiger Live-Bands wie In Legend, Weto, Roterfeld, Deathstars und Faun, den also eher rock-und metallastigen Bands, als auch die Aftershow-Veranstaltungen stattfanden. Leider war es dort nicht lange gut aushaltbar aufgrund von stickiger Luft und auch am Sound dürfte noch etwas gefeilt werden. Trotz Hörschutz klingelten die Ohren!

Die Aftershowparty war dann auch weniger gut besucht als erwartet, aber dennoch lohnenswert dank Klängen von Rammstein und Co..

Besonders erwähnenswert auch in diesem Jahr ist die einzigartige Kulisse des Amphitheaters. Im Background der Bühne befindet sich nämlich direkt der Rhein-Herne-Kanal. Die Bühne scheint nahezu auf dem Wasser zu schwimmen und so kommt es nicht selten vor, dass ein Schiffchen leise auf dem Kanal entlang schippert während die Musiker auf der Bühne ihre Show machen. Hinzu kommt die großartige Architektur; durch die nach hinten ansteigenden Sitzreihen hat man von so ziemlich jedem Punkt aus eine gute und freie Sicht auf das Bühnengeschehen.

Für das leibliche Wohl war gut gesorgt; von Wurst über Pizza und chinesische Nudeln bis hin zu Schokofrüchten gab es alles was das Herz begehrt. Der Mittelaltermarkt sorgte in diesem Jahr auch in dieser Hinsicht mit Met und Flammkuchen für noch mehr Abwechslung.

Noch mehr Abwechslung als im vergangenen Jahr gab es auch für das Auge. Während im letzten Jahr noch eher schwarze Jeans und T-Shirts vorherrschten gab es dann in diesem Jahr auffälligste Gewandungen vom Barockkleid bis zum Cyberlook der Festivalbesucher. Auch die Bands selbst trumpften zum Teil mit auffälligen Bühnenmake-ups auf. Genannt sei hierbei Stahlmann, die wie gewohnt mit silbrig glänzenden Gesichtern auftraten, oder auch Oomph!; Sänger Dero hatte sich eine rote Fratze ins Gesicht gemalt.

Bei Rundgängen auf dem Gelände konnte man durchaus auch auf den ein oder anderen Künstler selbst treffen, der das Festival außerhalb des eigenen Auftrittes besuchte, wie z.B. die Jungs von Agonoize.

Den Samstag eröffneten X-Divide mit ihrem Synthie Pop das Blackfield. Es folgten Bands wie Pakt und Grendel mit jeder Menge elektronischer Klänge. Mit End Of Green und Dreadful Shadows kam aber auch die Gitarrenfraktion auf ihre Kosten. Richtig voll wurde es dann am frühen Samstagabend im Amphitheater mit dem Auftritt der mexikanischen Band Hocico und darauffolgend Oomph!. Absoluter Höhepunkt aber der Auftritt von VNV Nation am Ende des ersten Festivaltages, die mit ihren Songs wie „Control“ und „Illusion“ ihre große Anhängerschaft aber auch sonst jeden zum Aufstehen und Mittanzen bewegten und ordentlich für Stimmung und Emotionen sorgten.

Der Sonntag hingegen kam etwas schleppend in Gang aufgrund des phänomenal schlechten Wetters. So klasse die freie Sicht von den Rängen auf die Bühne ist, in diesem Moment hätte man sich doch Schutz vor dem Regen und Sturm gewünscht. So flüchteten dann auch viele zurück auf den Campingplatz oder in die zahlreichen Zelte der Verkaufsstände während Stahlmann und Solitary Experiments mit Neuer Deutscher Härte und Future Pop dem Regen trotzten.

In der Mittagszeit wurde es dann wieder voller im Amphitheater, was Megaherz mit ihrer Powershow belohnten. Später sorgten Agonoize mit ihrem blutigen und dreckigen Auftritt für Ablenkung vom Wetter. Spätestens mit Combichrist war der Regen und die triefnasse Kleidung vergessen. Dieses Jahr klappte auch alles mit der Technik, was wohl sowohl die Band als auch die Fans erleichtert haben mag und es wurde bis zum Muskelkater zu „Shut Up And Swallow“ und co. getanzt. Das Festival erlebte seine Vollendung mit dem Auftritt von In Extremo (der Name ist Programm).

Jetzt freuen sich 12000 zufriedene Fans auf das Blackfield 2013, dessen Vorverkauf im August startet.

Wir danken dem Veranstalter, der Blackfield Events GmbH, und ihrem Sprecher Martin Zowislok, dafür, dass wir dabei sein durften.

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