Im Jahre 2000 nahm man die Debütscheibe „The pain of humiliation“ auf und durch zahlreiche Live Gigs mit u.a. End of Green und Penetralia erkämpfte die Band sich einen festen Platz im süddeutschen Underground.

Nach einer längeren Selbstfindungspause und oben angesprochenen Line-Up-Wechseln sind die vier mit neuem Namen und neuem Stil zurück, denn mit Death Metal hat „No Bulletproof Soul“ gar nichts mehr zu tun. Stattdessen bietet die Platte, mit deren Aufnahme die Band bereits 2004 begann, eine Mischung aus Alternativ und härterem Rock. Nach Angaben der Band solle die Scheibe sogar Thrashmetal-Elemente beinhalten, wovon ich allerdings fast nichts raushören konnte.Nach einem kurzen, überflüssigen Intro geht es dann mit dem flotten Opener „Coffee & Cigarettes“ los. Ein sehr rockiger, grooviger Song. Guter Einstieg.

„Only rawcanroll“ erweist sich ebenfalls als cooler Rocker. Der Titeltrack überrascht mit einem Gastsänger, der sich anhört wie Peter Steele (Type-O-Negative) und beim vorletzten Song „The Building“ scheinen gesanglich noch mal die Death Metal Roots durch. Aber mein absoluter Favorit ist „Reflections“. Eine Hammerballade, die sich in den Strophen sehr emotional aufbaut und dann in einen mächtigen Refrain ausbricht. Supersong!

Alles in allem eine recht gute Platte, der meiner Meinung nach aber ein bis zwei schnellere Stücke gut getan hätten, denn mir persönlich ist die Scheibe ein wenig zu lahm. Nichtsdestotrotz, aufgrund des geilen „Reflections“ gibt’s noch 3 Punkte. Fans von Alternative Rock können allerdings gerne einen Punkt draufrechnen.