Blame, so heißt die Gruppe, die sich hier mit ihrem Album „Life is not like porn“ auf dem Präsentierteller serviert. Nach einigem Suchen fand ich eine Homepage, auf der sich die Vier vorstellen und obwohl ich kein Wort Italienisch verstehe, hab ich mir mal Mühe gegeben einige Passagen zu übersetzten. So kann ich folgendes zu den Vieren sagen: Ihre erste EP erschien schon im Januar 2004, ein Jahr, nachdem die Band zusammenkam. Merkwürdig ist übrigens, dass alle Bands aus Italien, die ich in letzter Zeit zu Gesicht bekommen habe, folgendes behaupten: Ihre Mitglieder stammen aus vielen verschiedenen Musikrichtungen um sich im Core zu vereinigen. In diesem Fall sind das Alessandro Cologna, Michele Cologna, Tommaso Kaswalder und Andrea Calvi. In Deutschland sind Blame auch nicht mehr ganz unbekannt. Immerhin hatten sie bereits einen Auftritt zusammen mit Assassin.Die Musik betreffend scheinen viele Einflüsse anderer, weit bekannterer Musikgruppen zu bestehen, auch wenn deutlich wird, dass hier auch Individualität nichts Unbekanntes ist. Hartes Gitarrenspiel, ergänzt mit einer großen Drum-Last, und untermauert mit einem immer präsenten Bass, dass zeichnet die Spielweise aus. Ferner wird durch weniger powervolle Einleitungen in die Stücke Spannung erzeugt. Gesanglich sehr stark sind auch die schreienden Passagen, die, Nu Metal typisch, gegen den klaren Gesang arbeiten. Es wird logischer Weise ein Eindruck von Unzufriedenheit vermittelt und das ist noch gelinde ausgedrückt! Besonders deutlich ist das in „Only love kills the demons“, wo sich das Ganze gegen Ende jedoch stark abkühlt, sodass auch nur wenige Instrumente im Schlusspart den leisen Gesang umspielen.Verdient hat die Gruppe in meinen Augen 4,5 Gitarren, weil einfach viel Einsatz suggeriert wird und dazu eine tolle Musik auf der Tagesordnung steht. Ich hätte wirklich nichts dagegen, öfters von Blame zu hören; und damit es auch die Italiener verstehen (ich hoffe es ist richtig): Ben cotto!