Man muss sich schon einlassen auf diese Schwarze Messe im eiskalten Maschinenkeller, wo ein Grüppchen Kreaturen in Kapuzenkutten, knöchelhoch im Hochwasserrestmorast, gekappte, unter Spannung stehende Stromkabel gefährlich nah über dem feuchten Boden schwenkt. Man hört Gitarren die tranceartig rädernden Apparaturgetriebe ergänzen. Wirres Grummeln aus verschleierten Mündern unterlegt die bruchlose Szene.

Die 7 (was sonst) Kapitel – von Songs kann nicht die Rede sein – führen geradewegs in eine Möglichkeit bietende Leere. Blast ade. In quälendem Tempo, abschweifungsfreier Versenkung, prägen eine schwarze Gitarrenreduktion (zerfetzter, rekonstruierter Black Metal), Industrial und mantrische Electronica die ambiente Stimmung.

Die Track-Einheit will als solche gehört werden. Aus meiner Sicht knickt das Werk am Ende leicht ein. „Epitome XII“ ist nicht allzu weit entfernt von einem Scorpions-Remix. Der vorläufig letzte Abschnitt („Epitome XIII“) führt die Andacht umso eindrucksvoller in die Essenz.

Ungeduldige und Traditionsbewusste können gleich einpacken. Besserwissende hoffentlich schon bald die komplette 777-Trilogie auf den Plattenteller legen.

Tracklist:

  • 01. Epitome VII
  • 02. Epitome VIII
  • 03. Epitome IX
  • 04. Epitome X
  • 05. Epitome XI
  • 06. Epitome XII
  • 07. Epitome XIII