Brandings

Das sogenannte Branding gehört zur Skarifizierung und ist eine besondere Art der Körpermodifikation. Bei der Prozedur werden Schmuck oder Ziernarben auf der Haut aufgebracht. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. So sind Schriftzüge, Ornamente und ganze Bilder möglich.

Herkunft und Bedeutung des Brandings

In den heutigen Industrienationen ist das Branding eine vergleichsweise neue Erscheinung, während die Skarifizierung bei Naturvölkern eine Jahrtausende alte Tradition hat. Insbesondere afrikanische Ethnien griffen auf diese Form der Körpermodifikation zurück, da Tätowierungen auf dunkler Haut nicht sichtbar waren. Bei vielen Stämmen stand dieser spezielle Körperschmuck für Manneskraft, Familienstand und Mut. Männer, die zu Kriegern heranreiften und Mädchen, die zur Frau wurden, wurden mit deutlich sichtbaren Narben geschmückt. Spezielle Schnittmuster verdeutlichten die Stammeszugehörigkeit.

Für die brasilianischen Ureinwohner stellte das Branding eine Verkörperung der Tiere dar, die sie verehrten. In der westlichen Welt gibt es die Skarifizierung ebenfalls, allerdings in einer völlig anderen Form. Eine Sache hat sich allerdings nicht geändert. Das Branding ist immer noch eine Form der Abgrenzung. Darüber hinaus stellt es eine besondere Art der Verschönerung dar. In der Körpermodifikationsszene gilt das Branding als eine der drastischsten und intensivsten Veränderungen des Körpers. Viele Anhänger beschreiben dies sogar als eine intime Erfahrung. Im Westen kam das Branding in den 1990er Jahren in Mode. Aus der japanischen Körpermodifikationsszene schwappte die sogenannte Stilart der Hanabira in den Westen über. Hierbei wird auf dem Venushügel einer Frau ein Blumenmuster erzeugt. Auch in der BDSM-Szene hat das Branding einen festen Platz.

Ein Branding wird mit einer Art Lötkolben auf der Haut eingebracht. Anschließend setzt die Wundheilung ein, was am Ende zu der eigentlichen Narbe führt. Zunächst bildet sich im Bereich der Wunde zellreiches Bindegewebe, welches aus zahlreichen Gefäßsprossen besteht. Vom Rand aus entsteht anschließend eine Regenerationsschicht der Oberhaut. Im letzten Schritt beginnt die Verhornung und die Wunde ist endgültig geschlossen. Am Ende bleibt die gewünschte Narbe. Eine weitere Variante ist das Erhitzen von Eisenteilen, die dann wie eine Art Stempel auf die Haut gedrückt werden. Ähnliche Methoden sind aus der Viehzucht bekannt. Neben dem lötkolbenähnlichen Cautery Pen wird beim Branding auch das Kalbbrandverfahren eingesetzt.

Mögliche Komplikationen und Schwierigkeiten

Eine Schwierigkeit beim Branding ist, dass nie genau abgeschätzt werden kann, wie eine Narbe am Ende aussieht. Die Wundheilung und Narbenbildung ist bei jedem Menschen individuell. Und obwohl ein Motiv zunächst gelungen erscheint, ist es am Ende unter Umständen nicht mehr zu erkennen. Auch die Nachsorge ist relativ kompliziert, da die Wundheilung zwischen 14 und 21 Tagen dauert. Die Wunden sollten mit Brandsalbe versorgt werden und ein hygienischer Umgang ist sehr wichtig. Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Schorf nicht abgekratzt werden darf, auch wenn die Wunden jucken. Andernfalls können die Brandlinien verlaufen.

Branding in der Gothic-Szene

In der Gothic-Szene hat das Branding einen speziellen Platz. Körpermodifikationen sind in dieser Subkultur generell beliebt, doch das Branding und Skarifizierung haben einen zusätzlich besonderen Stellenwert. In der Gothic-Szene sind kontrastreiche Extreme vorherrschend. So ist es kein Wunder, dass häufig zu Brandings gegriffen wird. Auch BDSM hat zu einem gewissen Teil einen Stellenwert in der „dunklen Szene“.

Das Cutting als Abwandlung des Brandings

Eine Abwandlung des Brandings ist das sogenannte Cutting. Hierbei werden Narben auf der Haut nicht durch Verbrennungen, sondern durch gezielte Schnittwunden herbeigeführt. Die gewünschten Muster oder Schriftzüge werden mit einem Skalpell in die Haut geschnitten. Damit die Schnitte nicht einfach zusammenwachsen, wird die Wunde häufig am Zusammenwachsen gehindert, damit nach einiger Zeit eine breite Narbe entsteht. Auch diese Methode birgt gewisse Risiken und es ist nicht abzuschätzen, wie das Endergebnis ausfällt.

Piercings

Piercings gehören zu einer sehr alten Körperkultur, die schon seit Jahren in vielen verschiedenen Kulturen praktiziert wird und auch in Deutschland sehr beliebt ist. Als Piercings werden Ringe oder Stäbe bezeichnet, die an verschiedenen Stellen des Körpers durch die Haut gestochen werden. Nicht nur in anderen Ländern, wie zum Beispiel in Thailand oder Indien, sondern auch hier in Deutschland gehören Piercings zum festen Bestandteil und zur Mode verschiedener Szenen. Vor allem das Gesichtspiercing hat sich mit der Zeit hauptsächlich in der Jugendkultur und auch in Subkulturen etabliert, wie zum Beispiel in der Punk- oder Gothicszene. Besonders beliebt ist hier das so genannte „Tunnelpiercing“, welches das Ohrloch mit der Zeit immer mehr weitet und dehnt, sodass sich der Durchmesser des Loches ständig vergrößert.

Auch das Piercing wird natürlich durch Mode und Trends geprägt. In den 90er Jahren waren noch Augenbrauen-, Zungen- oder Bauchnabelpiercings sehr beliebt. Heutzutage werden immer mehr Tunnel-, Intim- oder Brustwarzenpiercings gestochen. Diese Trends sind natürlich auch unter anderem bedingt durch die Stars, da diese sie vorleben und zur Popularität der Piercings beitragen.

Ein Piercing sollte fachgerecht gestochen werden. Ist dies nicht der Fall, kann es zu Komplikationen und einer verlängerten Heildauer kommen. Vor allem sollte nicht unter Einfluss von Koffein, Alkohol oder blutverdünnenden Medikamenten gestochen werden. Dies kann schnell zu Keislauf- und Blutgerinnungsproblemen führen. Aber auch nicht unter diesen Umständen sollte man sehr vorsichtig beim Stechen sein und es natürlich am besten von einer Fachperson durchführen lassen. Diese kennen die Hygieneregeln und wissen, worauf es beim erfolgreichen Stechen ankommt. Jedoch kann es trotz fachgerechter Behandlung immer zu Problemen kommen. So kann zum Beispiel leicht ein falscher Nerv getroffen werden und vor allem das Stechen durch den Ohrknorpel kann leicht zu Entzündungen führen. Wenn man sich für ein Piercing entscheidet, sollte man sich also des Risikos von kleineren Komplikationen im Nachhinein bewusst sein. Der Heilungsprozess eines Piercings hängt von der Körperstelle ab und kann zwischen 2 Wochen bis zu 6 Monaten dauern.

Die Durchführung des Piercens ist rechtlich gesehen eine strafbare Körperverletzung. In Deutschland darf aber grundsätzlich jeder gepierct werden, solange der Kunde vor dem Piercen eine schriftliche Einverständniserklärung abgibt, die den Piercer vor möglichen rechtlichen Folgen schützt. Eine schriftliche Einverständniserklärung müssen auch vor allem die Eltern von Minderjährigen unterzeichnen. Dies ist auch in vielen anderen Ländern der Fall. Weiterhin hat der Piercer eine Beratungs- und Aufklärungspflicht. Er muss den Klienten vor dem Piercvorgang auf mögliche Komplikationen und Risiken hinweisen.

Entscheidet man sich für ein Piercing, hat man eine große Auswahl an Materialien. Jedoch muss man beim Ersteinsatz vorsichtig sein: Das Piercing, welches beim Stechen eingesetzt wird, sollte nur aus Titan, Implantanium oder Nobium bestehen. Diese Zusammensetzungen haben einen geringen Nickelgehalt und führen damit nicht so schnell zu Entzündungen oder allergischen Reaktionen.

Wenn man sich also für ein Piercing entscheidet, sollte man auf verschiedene Faktoren achten, wie zum Beispiel auf die Qualität des Piercers, die Hygienebedingungen und das Material des Piercings, das als erstes gestochen wird. Auf keinen Fall sollte man versuchen, sich selbst das Piercing zu stechen. Außerdem muss man sich auf mögliche Risiken beim und nach dem Stechen einstellen und auch mit einer langen Heilungsdauer, je nach Körperstelle, rechnen.

Implants

Der Bereich der Körperverschönerung scheint in den letzten Jahren einem regelrechten Boom gefolgt zu sein. Jegliche Art von Tattoos, Piercings oder sonstigen dauerhaften Veränderungen scheinen Ausdruck eines neuen individuellen Lebensstils zu sein. Egal ob nur aus rein optischen Gründen, oder ob eine bestimmte Botschaft, bzw. Symbolik, hinter der Veränderung steckt, hat jeder seine eigenen Beweggründe. Neben den klassischen Tattoos und Piercings drängen sich ebenso neuartige Verschönerungsmöglichkeiten auf den Markt. Hierzu gehören die Implants, welche direkt unter die Haut gesetzt werden. Dadurch können ganz besondere Formen und Veränderungen erreicht werden, die mit einem flachen Tattoo nicht möglich wären. Die Implants sind dabei nicht mit medizinisch notwendigen Mitteln zu vergleichen, sondern dienen einzig und allein als optische Ausdrucksmöglichkeit. So können Implants als Zusatz zu einem Tattoo verwendet werden und dieses regelrecht plastisch erscheinen lassen. Dadurch ergeben völlig neue Möglichkeiten der Körperveränderung. Im Folgenden werden die die Implants näher erläutert.

Herkömmliche Implants werden unter, oder zwischen die Haut gesetzt. Dabei wird das Implant zunächst zwischen die einzelnen Hautschichten angelegt. Langfristig wird das Implant, welches zum Teil nach außen zum Vorschein kommen soll, von der neuen Haut umgeben, sodass nur ein Teil komplett unter der Haut. Im Gegensatz dazu gibt es aber durchaus Implants, welche komplett unter die Haut gesetzt werden können, sodass diese vollständig verdeckt sind. Mit ihnen können dann verschiedene Formen der Hautoberfläche erzeugt werden.

Besondere Verbreitung haben Implants bei der Gothic Szene gefunden. Diese Subkultur steht als Gegentrend, zu der Fit’n’Fun Bewegung der 70er Jahre der USA. Während dort das Schöhnheitsideal des gut gebräunten Sonnenanbeters vertreten wurde, welcher sich zudem körperlich betätigen sollte, vertritt die Gothic Szene das krasse Gegenteil. So sind Sie eher blass geschminkt und tragen eher gedeckte Farben, die im Gegensatz zum Fitnesstrend der 80er Jahre steht. Um sich optisch abzugrenzen waren Tattoos und andere Symbole schnelle Möglichkeiten, um sich der Subkultur zugehörig zu fühlen.

Gothics sind dabei sehr modebewusst und das Outfit ist meist von Kopf bis Fuß durchgestylt und soll eine bestimmte Aussage transportieren. Zu beliebten Schmuckstücken zählten früh Nieten und andere eher metallisch massive Gegenstände. Zwar wurde auch mit Cuttings und Brandings experimentiert, doch konnten diese sich nicht lange halten und waren nur ein kurzfristiger Trend. Eine Weiterentwicklung des Nietenlooks sind nun die Implants. Diese können sich ganz dem Nietendesign anpassen und so können zum Beispiel dreieckförmige Implants unter die Haut gesetzt werden. So kann die Illusion des scharfen Designs vermittelt werden, ohne auf die einfachen Nieten zurückzugreifen. Implants dienen also auch zum Teil der Abgrenzung innerhalb der Subkultur und tragen eine individuelle Note nach außen.

Mit Implants kann also nach außen getragen werden, dass eine ganz besondere Form der Subkultur vertreten wird. Dies bedeutet meist, dass diese meist extremer ausgelebt wird, als von anderen Anhängern der Gothic Szene. Verbunden mit den Implants sind allerdings gesundheitliche Risiken, die nicht zu vernachlässigen sind. Die Prozedur der Einsetzung der Implants gleicht einer Operation, die nur unter hohen hygienischen Standards durchgeführt werden sollte. Da eine offene Wunde entsteht, ist die Infektionsgefahr sehr hoch, weshalb eine sorgfältige Nachbehandlung nötig ist. Oftmals wird diese Art der Operation nicht von geschultem Personal durchgeführt, sondern von Personen mit wenig Erfahrung. Daher sollte die Auswahl des Studios, welche Implants einsetzt im Vorhinein sehr gut gewählt werden. Nur so kann eine lebenslange Freude an dieser Art der Körpermodifikation gewährleistet werden, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen als Folge zu haben.

Transmerdals

Was ist ein Transmerdal?
Das Transmerdal ist eine spezielle Form der Körpermodifikation. Als Transmerdal wird ein transmerdales Implantat bezeichnet, also ein Implantat, das unter der Hautoberfläche liegt und einen Stab mit Innengewinde freigibt, an dem Schmuck mit dem entsprechenden Gewindestab angebracht werden kann. Transdermals werden auch oft „Hautanker“ oder „Dermal Anchors“ genannt, da sie so in dem Gewebe der Haut ‚verankert‘ sind. Die kleinste und einfachste Form des Transmerdal ist das Microdermal, welches seit einigen Jahren auch in vielen Piercingstudios angeboten wird. Besonders in der Gothic-Szene hat sich diese Art der Körpermodifikation in den letzten Jahren sehr schnell verbreitet.

So funktioniert das Transmerdal
Ein transmerdales Implantat besteht aus einer kleinen Platte aus Stahl oder Titan mit einem hervorstehenden Stab mit Innengewinde. Der Fuß des transmerdalen Implantats, also die Platte, wird so unter der Hautoberfläche eingesetzt, dass der Stab durch ein kleines Loch in der Haut frei bleibt. Dort können anschließend verschiedene Schmuckstücke mit einem entsprechenden Gewindestab angebracht werden. Da die Platte unter der Haut liegt und in das Gewebe der Haut einwächst, bietet sie auch bei sehr geringer Größe später viel Stabilität, auch bei größeren, recht schweren Schmuckstücken.

Einsetzen und Entfernen des Transmerdals
Beim Einsetzen wird zunächst an der entsprechenden Stelle für das Transmerdal eine lokale Betäubung durchgeführt. Anschließend erfolgt ein kleiner Einschnitt in die Haut und es wird eine kleine Gewebetasche geformt, in der die Platte des Transmerdals später Platz finden soll. Das Loch für den Stab wird durch einen Dermal Punch in die Haut gestanzt und die Platte kann eingesetzt werden. Damit diese Prozedur so einfach und schmerzfrei wie möglich erfolgen kann, sind die Platten der transmerdalen Implantate möglichst klein. Der Fuß des Microdermal ist gerade mal ca. 2,5 x 7 mm groß. Microdermals besitzen allerdings meist nur einen Stift zum einsetzen des Schmucks. Stabile Transmerdals mit Schraubgewinde sind daher etwas größer, damit sie auch schwereren Schmuck tragen können.

Das Einsetzen eines transmerdalen Implantats ist meist nicht sehr schmerzhaft und gut verträglich. Die Heilungsphase kann um das Implantat herum allerdings zu relativ starken Schwellungen, Hautverfärbungen und Schmerzen führen. Während der Heilungsphase wird meistens nur eine kleine Scheibe auf die Platte geschraubt, damit das Transmerdal nicht zu stark belastet wird.

Bei einem Transmerdal ist, wie bei einem Piercing, steriles und sauberes Arbeiten sehr wichtig, um Infektionen zu vermeiden. Infektionen können bei Transmerdals nämlich schlimmere Folgen nach sich ziehen als bei Piercings.

Das Entfernen eines kleinen Microdermals ist recht einfach, denn es kann in den meisten Fällen aus der Haut gehebelt werden, ohne die Haut erneut öffnen zu müssen. Bei größeren Transmerdals erfolgt dagegen ein kleiner, wenig schmerzhafter Einschnitt, durch den die Platte entfernt werden kann.

Verschiedene Varianten des Transmerdals
Durch sein Schraubgewinde bietet das Transmerdal nahezu endlos viele Möglichkeiten, Schmuck daran zu befestigen. Das Angebot reicht inzwischen von einfachen kleinen Schmucksteinen, bis hin zu ausgefallenderen, großen Schmuckstücken, beispielsweise Spikes. Zudem können Transmerdals, anders als Piercings, an praktisch jeder beliebigen Körperstelle eingesetzt werden.

Oft werden auch mehrere Transmerdals in Gruppen nebeneinander eingesetzt. Selbst größere Bilder oder Muster können durch Einsetzen mehrerer Transmerdals gebildet werden.

Sehr beliebt ist inzwischen auch die Variante, ein bestehendes Tattoo durch transmerdale Implantate zu ergänzen und so für besondere Effekte und 3-Dimensionalität beim Tattoo zu sorgen.

Transmerdale Implantate gibt es etwa seit Mitte 2006. Seitdem haben sie sich aufgrund ihrer Vielseitigkeit so schnell verbreitet, dass inzwischen auch viele normale Piercingstudios die einfachste Form des Transmerdals, das Microdermal anbieten.

Gothic Perücken – ein erschwinglicher Modetrend

Gothic Child, Curly Queen oder Vampire Lady. Es gibt die verschiedenen Trends und man ist immer gut beraten, zum jeweiligen Outfit auch die richtige Frisur zu tragen. Aber was tun, wenn die eigenen Haare einem speziellen Styling nicht gerecht werden? Ganz klar, hier gibt es die Möglichkeit zur Perücke zu greifen. Ob blond, braun, gold, pink oder grün – ob lockig, glatt, lang oder kurz – Perücken gibt es in jeder denkbaren Ausführung. Anjelica Huston als Morticia in der Addams Family ist wohl die bekannteste Vertreterin des Gothic Looks. Dieses nicht gerade typgerechte Styling schwört auf besonders ausgefallene Haarlooks, die oftmals eine Perücke erfordern.

Trend in diesem Bereich ist ganz glattes, polanges Haar mit silbernen Strähnen oder ganz in schwarz. Welche Frau hat solches Haar? Ein bisschen Luftfeuchtigkeit und die lange Pracht fängt meistens an kräuselig zu werden – ein Ruin für jede Gothic Queen. Eine Perücke ist da das richtige Mittel um der befürchtete Katastrophe vorzubeugen. Außerdem bietet die vielseitige Kopfbedecktung die Möglichkeit, das eigene Styling jederzeit zu ändern. Ob ein spontaner Farbwechsel oder eine drastische Verlängerung der Haare, es gibt kaum eine Haarvariante, die man nicht ausprobieren kann. Für viele Gothicanhänger wird das auffällige Styling, zum Beispiel im Beruf, auch zum Problem. Mit der künstlichen Haarpracht kann sich der Gothicfan aber im Handumdrehen von der grauen Büromaus in der Woche zur sexy Vampire Queen am Wochenende umstylen.

Auch ist ein schneller Wechsel in verschiedene Gothiccharaktere möglich, ohne sich für eine längere Zeit auf ein bestimmtes Styling festzulegen. Ob Rihanna im Gothic Look im Video „Disturbia“ oder Madonna in verschiedenen Rollen – viele Stars machen es vor und korrigieren ihr Styling mit der richtigen Perücke in immer wieder neue Kategorien. Der Stress um häufige Friseurbesuche bleibt aus und auf Dauer ist es auch einfach günstiger, denn eine Gothicperücke ist im Internet schon häufig erschwinglicher als das Aufsuchen der Haarstylisten. Aufwendige Looks, wie zum Beispiel der lockige Korkenzieherschopf wie ihn Lestats Ziehtochter in „Interview mit einem Vampir“ trägt, sind mit natürlichem Haar kaum realisierbar. Die Perücke macht diesen Lookm für jeden möglich. Mit einer Perückenunterziehhaube kann man sich auch ganz schnell vom langhaarigen zum kurzhaarigen Gothicvertreter umstylen.

Es gibt darüberhinaus viele Möglichkeiten die verschiedenen Perücken individuell umzustylen. Mit Assecoires wie Haarsträhnen und Spangen kann man einiges bewirken und es gibt je nach Qualität der Perückenhaare die Möglichkeit verschiedene Farben auszuprobieren. Für ein bisschen mehr Geld besteht die Möglichkeit sich eine Perücke individuell vom Perückendesigner herstellen zu lassen. Mit Lockenstab und verschiedenen Brennbürsten kann man die Perücke selber umstylen und wenn sie einem nicht mehr gefällt kann man sie auf einer der vielen Internetbörsen wieder versteigern. Perücken gibt es in verschiedenen Qualitäten. Vom Polyester bis zur teureren Echthaarvariante wird alles angeboten. Auch gibt es Gothicperücken sowohl für weibliche, als auch für männliche Anhänger dieses Modetrends.

Wer nicht genau weiss, welche Perücke denn nun qualitativ das Richtige ist kann auf ebay unter Testberichten nachlesen welche verschiedenen Bewertungen die ausgesuchte Perücke bekommen hat. Gerade für Leute, die nicht nur ihr Haarstyling ändern wollen, sondern das Styling insgesamt, bieten verschiedene Gothicperückenportale im Internet auch Garderobe passend zur Frisur. Gothicperücken gibt es sowohl im normalen Perückenhandel, im Faschings- oder Kostümhandeö als auch auf vielen anderen Internetseiten. Einfach Gothicperücke googeln und schon wird das passende geboten.

Gothic Makeup

Seit den 1980er Jahren hat sich die sogenannte Gothic-Kultur entwickelt, die mit ihren etwas seltsam anmutenden Frisuren, der eigensinnigen Kleidung und dem auffallenden Makeup zunächst für Furore gesorgt hat. Doch dem Charme dieser Kultur gelingt es mehr und mehr Interessierte zu erreichen und für sich zu begeistern. Insbesondere das Makeup gewinnt immer größerer Beliebtheit. In diesem Text geht es folglich rund um das Thema Gothic Makeup und wie sich am Besten in diesem Stil geschminkt wird.

Das Makeup

Als das Tüpfelchen auf dem I perfektioniert die Schminke eines jeden Gothic Looks. Und wer denkt, dass dieses Makeup zwingend Schwarz sein muss, der hat sich geirrt. Sicher sind vor allem düstere Farben sehr beliebt, was neben der zuvor genannten Farbe auch kühle Töne wie Dunkelblau und -violett miteinbezieht. Aber auch ein samtiges Dunkelrot oder zarte Farben wie etwa Rosa lassen sich je nach Stilrichtung wunderbar in Szene setzen. Das Wichtigste beim Gothic Makeup ist der Gedanke hinter den ausgewählten Farben, denn es ist entscheidend, ob ein eher düsterer Eindruck entstehen soll oder aber ein romantisch-verspielter Stil angestrebt wird.

Beim geplanten Einsatz von besonders viel Farbe sollte das Tempo beim tragen der Schminke möglichst gedrosselt werden. Das bedeutet, dass die Schminke schrittweise zum gewünschten Resultat hin verändert werden sollte, um die Umwelt in Ruhe daran zu gewöhnen. Schließlich können Familie und Freunde nicht immer sofort etwas damit anfangen, wenn ihre Tochter bzw. Freundin von einem Tag auf den anderen mit einer dicken Schicht Farbe im Gesicht auftaucht.

So wird geschminkt

Vor Beginn ist es wichtig, zu wissen, welche Teile im Gesicht betont und welche kaschiert werden sollen. Das verhindert schon im Vorfeld unschöne Resultate. Außerdem ist gutes Waschen der Haut eine Pflichtsache. Falls gerade Sommer ist, kann jetzt noch eine dünne Schicht Sonnencreme aufgetragen werden. Jetzt fällt die Entscheidung, welche Schminke benutzt wird. Nicht vergessen: Düstere und dunkle Farbtöne erzielen einen gruseligen Effekt; zarte und natürliche Farben werden als romantisch und feminin empfunden. Deshalb sind ein schwarzer Eyeliner und ein dunkler Lippenstift für den perfekten Gothic Look nicht zwingend notwendig.

Als Erstes wird das Gesicht grundiert. Wenn es blass wirken soll, kann ein sehr heller Puder angewandt werden. Hier gilt es aber zu beachten, nur ein geringes Maß anzuwenden, um nicht zu unnatürlich zu wirken. Ansonsten kann ganz normales Puder benutzt werden. Manche Leute bevorzugen es, ihre Haut nicht zu grundieren, weshalb dieser Schritt kein Zwang ist. In dem Fall muss die Haut aber einheitlich und rein sein, da optische Unebenheiten und Pickel den Gothic Effekt zerstören.

Sehr wichtig ist die Betonung der Augen. Mit schwarz-flüssigem Eyeliner werden die Augen erst fein umrandet, bevor beim zweiten Mal ein breiter Strich erfolgt – die klassische Variante, die auch mit natürlichen Farben funktioniert. Für besonders auffallende Augen kann ein glitzernder Eyeliner benutzt werden, der entsprechend breit verstrichen wird. Wer das Ganze toppen möchte, kann mit dem Eyeliner kleine Linien um die Augen herum auf die Haut einzeichnen. Um einen Hauch des Grusels auszustrahlen, wird vorzugsweise ein heller Lidschatten mit Glanzeffekt angewandt, während sich ein dezenter Lidschatten für den romantischen Gothic Stil eignet.

Wenn die Haut zwecks des unheimlichen Faktors blass grundiert wurde, lässt sich intensiverer, rötlicher Rouge auftragen. Für den verspielten Look wird hingegen dezenter Rouge – passend zur Hautfarbe empfohlen. Bei Lippenstift sieht es nicht anders aus: Die intensive Farben eignen sich für die mysteriöse Ausstrahlung; weichere Farbtöne dominieren den romantischen Style.

Zuletzt noch ein paar Tipps. Falls die Wimpern nicht dicht genug sind, bessern dicke Maskara sowie ein Wimpernbieger das Problem aus. Mit dem richtigen Einsatz der Farben können von Problemzonen des Gesichts abgelenkt und dafür die schönen Seiten des Gesichts hervorgehoben werden. Zwar ist helle Haut typisch für den Gothic Look, aber auch dunkle Haut verträgt sich wunderbar mit diesem Stil. Und zuletzt ist es besonders wichtig, gut auf die eigene Haut zu achten, was ausreichend Schlaf, eine gute Pflege und KEINE Irritation der Haut mit zu vielen unterschiedlichen Schminke-Produkten miteinbezieht.