Schottland ist die Heimat des Whiskys. 2009 gab es dort 99 Brennereien, in welchen offiziell Whisky gebrannt wird. Es gibt jedoch unzählige weitere, welche inzwisschen still gelegt sind oder von denen nichts bekannt ist.

Bowmore: der Schotte mit dem speziellen Geschmack

Bowmore - der schottische Whisky mit dem speziellen Geschmack

Bowmore – der schottische Whisky mit dem speziellen Geschmack

In der Region Islay gibt es acht aktive Brennereien und nur eine geschlossene Brennerei. Die sonst eher unbedeutende Insel spielt im Bereich der Whisky – Destillation eine große Rolle. Das liegt an den Herstellern des Whiskys aus dieser Region, denn er zeichnet sich durch besonders intensiven, kräftigen und rauchigen Geschmack aus. Das kommt unter anderem davon, dass sie mit Torffeuer gebrannt werden, was ihnen einen eigenen, typischen Eigengeschmack verleiht.

Zutaten für Whisky sind Wasser, welches eine überaus wichtige Rolle spielt, da es neben dem verwendeten Getreide, dem Whisky seinen Geschmack verleiht, sowie beim schottischen Whisky Gerste (für amerikanischen oder irischen Whisky werden oft noch andere Getreidesorten verwendet) und außerdem Hefe.

Eine dieser Whiskybrennereien ist Bowmore. Hier wird so genannter Malt gebrannt, also ein Whisky, der aus gemälzter Gerste hergestellt wird.

Gegründet wurde die Brennerei bereits im Jahr 1779 von David Simson, heute gehört sie der Firma Suntory aus Japan. Sie ist eine der ältesten, legalen Brennereien von Islay und ganz Schottland.

Der Bowmore Whisky wird neben gemälzter Gerste mit Wasser aus dem River Laggan gebrannt. Das Wasser ist von Torf umgeben und hat daher einen speziellen Geschmack. Weiterhin hat auch das Gerstenmalz eine Geschmacksnote des Torfs angenommen.

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Bowmore: Lagerung in Sherryfäsern

Bei dem Whisky von Bowmore kommt aber noch dazu, dass der Whisky 30% seiner Lagerzeit in Sherryfäsern verbringt, was den Geschmack erheblich beeinflusst. Zum anderen werden die Fässer generell in Lagerhallen aufbewahrt, die während der Flut im Salzwasser stehen. Auch dies beeinflusst die Note des Whiskys erheblich.

Der Herstellungsprozess erfolgt wie bei anderen Whiskysorten in mehreren Schritten: Zuerst wird die Gerste zu Malz verarbeitet. Dazu wird sie auf so genannten Tennen ausgebreitet und mit Wasser angefeuchtet, so dass sie anfängt zu keimen. Beim Keimprozess entsteht Malzzucker und Wärme, weswegen die Gerste immer wieder umgewälzt werden muss, um die Wärme gleichmäßig zu verteilen.

Die gekeimte Gerste wird durch Hitze mit heißem Rauch von Torffeuern getrocknet. Je nach Torfhaltigkeit des Feuers kann man die Geschmacksnote des Whiskys durch das Gerstenmalz beeinflussen, ob das Ergebnis später ein milder oder rauchiger Whisky werden soll.

Vor dem Maischen wird in Bowmore das Malz geschrotet. Das Maischen erfolgt mit dem Wasser des River Laggan und hierbei entsteht die Würze, die nach dem Abkühlen mit Hefe zusammen zum Gären in einen Tank gepumpt wird.

Wenn der Gärprozess beendet ist, folgt die Destillation. Der Bowmore Whisky wird zwei Mal destilliert, ehe er in Eichholzfässern zur Lagerung kommt. Hier entwickelt er dann seinen Geschmack und reift heran.

Die Produktpalette von Bowmore umfasst hauptsächlich Single Malt Whisky, jedoch zum Teil auch Blends. Dies allerdings nur zu einem sehr geringen Teil.

Die ersten Destillate werden bereits nach acht Jahren Reifezeit abgefüllt und verkauft. Der so genannte „Legend“ ist hauptsächlich für den italienischen Markt bestimmt und hat nur geringen Einfluss durch die Sherryfässer erfahren.

Der 12jährige Bowmore Whisky

Besonders populär ist der 12jährige Bowmore Whisky. Er überzeugt Kenner und Genießer durch seinen ausgewogenen Geschmack. Im Geruch nimmt man die Sherrynote ebenso wie fruchtige Aromen wahr. Der Geschmack lässt einen die Reifezeit in den Sherryfässern und die salzige Flut des River Laggan sowie die rauchige Würze des Torffeuers auf der Zunge spüren.

Natürlich gibt es auch noch weitere, länger gelagerte Whisky – Abfüllungen von Bowmore. Der Älteste momentan ist der „Dusk“, eine Veredelung des 12jährigen Whiskys. Hierzu wird dieser nach diesen zwölf Jahren Lagerung in Bordeauxfässer umgelagert. Ebenso gibt es den „Dawn“, bei der der 12jährige Whisky noch einmal für zwei Jahre in Portweinfässer lagert. Beide Sorten sind unter Whiskyliebhabern wegen ihrer außergewöhnlichen Geschmacksnoten sehr beliebt und begehrt.

Außerdem stellt Bowmore immer wieder limitierte Auflagen her und vertreibt diese. Meist finden diese rasenden Absatz und steigen auch extrem im Wert. Von daher kann man davon ausgehen, dass die Geschichte vom Whisky aus Bowmore noch einige Kapitel schreiben wird.

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Autor: Sam Ellier


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